Freitag, 25. Mai 2012

Fußball: Zwischenbilanz des TSV Häfnerhaslach


Häfnerhaslach hat keine gute Vorrunde gespielt.
Am Sonntag kommt es zur Neuauflage des Duells zwischen Vaihingen und Häfnerhaslach (hellblaue Trikots). Foto: Archiv

Häfnerhaslach (ev) – Während die anderen Fußballteams die Winterpause schon beendet haben, steht für den TSV Häfnerhaslach erst am kommenden Wochenende das erste Punktspiel an. Dafür war der TSV wieder im Trainingslager in der Türkei.

Saisonverlauf: Damit hatte wohl niemand gerechnet. Der TSV Häfnerhaslach steckt im Abstiegskampf. Auf dem 13. Platz ist die Elf von Trainer Erich Wirth gerade einmal vier Zähler besser als der Tabellenletzte. „Wir haben eine schlechte Vorrunde gespielt“, sagt der Übungsleiter kurz und knapp. Allerdings ist er immer noch vom Potenzial seiner Mannschaft überzeugt, auch wenn es in der Vorrunde nicht abgerufen wurde. Ein personeller Engpass sei unter anderem dafür verantwortlich. Teils war der jedoch selbst verschuldet. Hayri  Ceylan und Thorsten Dinkel waren mehrere Wochen gesperrt. Hinzu kamen Verletzungen, unter anderem von Tim Djokic (Kreuzband) und Kim Rösinger. Rösinger hat mittlerweile seine Fußball-Karriere auf Rat der Ärzte wegen seiner Knöchelverletzung ganz beendet. „Zeitweise haben fünf Stammspieler gefehlt“, erinnert sich Wirth. Auch Dincer Mortepe sei in der Vorrunde mehr bei Ärzten als auf dem Sportplatz gewesen.
Vor allem hätten dem TSV aber Spieler gefehlt, die Tore erzielen, was auch das Torverhältnis der Häfnerhaslacher widerspiegelt. Während die Abwehr eine der besten der Kreisliga A3 ist, ist der Sturm einer der schlechtesten. Die Zahlen beweisen es. Lediglich 20 Tore hat Häfnerhaslach geschossen. Nur der SV Illingen hat ebenso wenig Treffer erzielt. Zum Vergleich: Der Tabellenletzte hat 26-mal den Ball in den Maschen versenkt. Dafür kann sich die Abwehr mit den besten der Liga messen. Nur zwei Teams, darunter Tabellenführer VfB Vaihingen, haben weniger Tore als Häfnerhaslach (22) kassiert.
„Schlimm ist für uns, dass wir gegen Mannschaften wie Großglattbach und Hohenhaslach daheim keine Punkte geholt haben“, analysiert Wirth. „Und gegen Bönnigheim, ein Spiel, in dem wir klar besser waren, haben wir verloren.“ Neun Punkte, mit denen die Welt, laut Wirth, gleich wieder besser aussehen würde.

Personal:
Im Sommer kamen schon fünf Neue nach Häfnerhaslach, im Winter waren es wieder drei. Ramazan Yurtsever, Robert Bazsonyi und Mark Kilguss heißen die Neuzugänge. Yurtsever und Kilguss kickten beiden schon einmal in Häfnerhaslach. Während Kilguss nur ein halbes Jahr beim SV Freudental spielte, war Yurtsever drei Jahre weg (Ruhrgebiet). „Er ist ein offensiver Mann, der an unserem Aufstieg vor drei Jahren maßgeblich beteiligt war“, erklärt Wirth. Allerdings betont er, dass Yurtsever aus eigenen Beweggründen zurückgekommen sei. „Wir haben uns nicht um ihn bemüht.“
Robert Bazsonyi trainiert schon seit ein paar Monaten mit Häfnerhaslach, da er aus Ungarn kommt, hat es allerdings länger gedauert, bis er spielberechtigt war. „Ein Wermutstropfen bei ihm ist seine schlechte Trainingsbeteiligung wegen seiner Arbeit“, sagt Wirth. Kilguss wird Mitte März die Freigabe vom Verband bekommen.

Ausblick: Optimistisch stimmt Erich Wirth die Tatsache, dass vor der Winterpause in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt wurden. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir mit dem Abstiegskampf schnell nichts mehr zu tun haben“, sagt Wirth. Das Selbstbewusstsein ist bei den TSV-Kickern noch da, der Gefahr ist man sich aber durchaus bewusst. Die Testspielergebnisse waren nämlich ebenfalls nicht immer positiv. Gegen Güglingen (3:4), Mezopotamya Bietigheim (3:6) und Marbach II (0:5) hat Häfnerhaslach verloren. Nur ein Vorbereitungsspiel im Trainingslager in der Türkei gegen eine Schweizer Mannschaft gewann der TSV mit 4:1. Insgesamt sei der Türkeiaufenthalt dieses Mal aber nicht so erfolgreich gewesen wie in den vergangenen Jahren. „Zu viele Stammspieler konnten nicht dabei sein“, so Wirth. Außerdem hat sich Thorsten Dinkel eine Knöchelverletzung zugezogen.
Mit einer Woche Verspätung starten auch die Häfnerhaslacher am Sonntag in die Rückrunde. Der erste Gegner: der VfB Vaihingen, der Tabellenführer der A3. „Kein schlechter Gegner, denn gegen Vaihingen haben wir nichts zu verlieren“, sagt Wirth, was bei einem Team aus dem Tabellenkeller anders wäre.
Ob Erich Wirth und der TSV Häfnerhaslach auch noch in Zukunft miteinander arbeiten werden, ist noch nicht besprochen worden. „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass wir unten rauskommen und dann kann ich auch wieder an andere Sachen denken“, so Wirth.


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