Freitag, 25. Mai 2012

„Ist nicht so, dass wir jeden Maulwurfshügel kennen“




30/06 2010

„Ist nicht so, dass wir jeden Maulwurfshügel kennen“

Fuba
Im vergangenen Jahr hat der TSV Kleinglattbach beim Stadtpokal triumphiert. Die Blum-Elf zählt auch in Riet zum Favoritenkreis. Foto: Archiv

Riet (nac). Im Jahr 2007 ist der SV Riet das letzte Mal im Finale des Vaihinger Fußball-Stadtpokals gestanden. Doch die glorreichen Zeiten sind bereits seit Längerem vorbei. Und auch in diesem Jahr zählt der Ausrichter nicht zum engsten Favoritenkreis. „Aber ich hoffe, dass wir die Endrunde erreichen“, sagt Turnierorganisator Bernhard Braunbach.

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga B 5 hatte der SV Riet auch in der C 5 nicht wirklichen Grund zum Jubeln in der abgelaufenen Saison. Nach schleppendem Beginn steigerte sich die Mannschaft der Trainer Frank Feeser und Marcel David bis auf Platz fünf. Das Saisonziel – unter den besten fünf – schien zum Greifen nahe. Doch ein miserabler Saisonausklang bescherte am Ende doch nur Rang sechs. Beim Vaihinger Stadtpokal ist Riet zusammen mit dem TSV Aurich der einzige Verein, dessen erste Mannschaft nur in der untersten Amateurliga spielt. Ein Trumpf für die Rieter beim Turnier, das am morgigen Donnerstag beginnt und dessen Endspiel auf Sonntag angesetzt ist, könnte aber der Heimvorteil sein. Braunbach: „Es ist nicht so, dass wir jeden Maulwurfhügel auf unserem Platz kennen. Aber wir kennen unseren kleinen Platz.“ Für den Turnierorganisator und Abteilungsleiter des SV werden wohl eher die A-Ligisten FV Roßwag, FC Gündelbach und VfB Vaihingen um den Sieg mitspielen. „Eigentlicher Favorit ist für mich aber der TSV Kleinglattbach“, sagt Braunbach. „Siegfried Blum ist ein genialer Trainer und die Mannschaft jung und fit.“

Doch so viele Fragezeichen wie vor dem diesjährigen Turnier hingen noch nie in der Luft. Der Stadtpokal beginnt genau einen Tag nach Ende der Wechselfrist. Die Mannschaften werden somit bereits weitestgehend ihre jeweiligen Kader für die neue Runde präsentieren. Beim FV Roßwag beispielsweise werden die beiden Stammkräfte, Torwart Salvatore Rivarolo und Stürmer Michel Kowalski, schon nicht mehr mit von der Partie sein. Doch ob wirklich alle Teams in Bestbesetzung antreten, ist ebenfalls noch fraglich. Der Wettbewerb fällt mitten in die trainingsfreie Zeit. „Als ich den Termin festgelegt habe, war noch nicht klar, ob Vaihinger Mannschaften in die Relegation müssen. Und die ging bis zum 20. Juni“, erklärt Braunbach. „Das letzte Wochenende war für den AH-Stadtpokal reserviert, der eine Woche vor dem der Aktiven stattfinden sollte.“

In den vier Turniertagen bietet der SV Riet nicht nur Fußball. Braunbach: „Es war mir wichtig, auch ein ansehnliches Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen.“ Es werden am Freitag und Samstag alle vier Viertelfinal-Begegnungen der WM in Südafrika übertragen. Kurzerhand wurde sogar eine Turnierpause am Samstagnachmittag eingelegt, so dass jeder das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien sehen kann. „Jeder, der selbst Fußball spielt, will dieses Spiel sehen“, erklärt Braunbach. „Die Teams, die beim Stadtpokal hätten auflaufen sollen, hätten sich sowieso nicht richtig konzentriert, wenn neben dem Spielfeld die Emotionen der Fans beim Public Viewing zu hören sind.“ Am Freitagabend sorgt der Soundclub Vegas aus Markgröningen mit einem DJ für Partystimmung. Braunbach: „Musik aus den 80er Jahren und Ballermann-Hits – Stimmungsmusik einfach.“ Und am Samstagabend spielt die Auricher Rockband The Jacks and Kings. „So werden sich auch ein paar andere Gesellschaftsgruppen angesprochen fühlen und nicht nur die Fußballer“, hofft der Turnierorganisator.




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