23/06 2010
CEV-Männer bleiben am Spitzenreiter dran
Vaihingen (dma). Die Männer des Club an der Enz Vaihingen haben durch einen 4:2-Heimsieg gegen den HC Suebia Aalen den zweiten Tabellenrang in der 2. Hockey-Verbandsliga gefestigt. Frederik Brust überragt mit vier Toren. Die Vaihinger mussten aber lange um die drei Punkte zittern. „Da wir aber auf wichtige Spieler verzichten mussten, war das ein ganz hartes Stück Arbeit. Wir wussten, dass es schwer werden würde“, erklärte Trainer Daniel Mayr. Jan Richter fehlte aufgrund terminlicher Überschneidungen, Kapitän Jan-Michael Zeeb und Mittelfeldmotor Ludwig Schmid mussten verletzt passen. Schmid übernahm daher das Coaching an der Seitenlinie.
Nur noch sieben Minuten auf der Uhr und ein ernüchterndes 2:2 gegen den Tabellenvorletzten aus Aalen auf der Anzeigetafel. Der Favorit aus Vaihingen brauchte unbedingt ein Tor, um seine Aufstiegsambitionen am Leben zu erhalten. Brust hatte nach einer Strafecke die große Chance auf den erlösenden Treffer, musste eigentlich nur noch einschießen. Doch der Vaihinger Stürmer traf nur den Verteidiger auf der Linie. Zum fälligen Siebenmeter trat er selbst an. „Ein Aalener meinte zu mir, ich solle mir ein Vorbild an Lukas Podolski nehmen. Die Anspannung wurde dadurch nicht wirklich geringer“, meinte Brust mit einem Augenzwinkern. Doch der Vaihinger machte es besser als der deutsche Fußballnationalspieler im Spiel gegen Serbien und verwandelte sicher zum 3:2.
Nur drei Minuten später setzte er mit seinem vierten Tor zum 4:2 den Schlusspunkt unter ein nervenaufreibendes Spiel. Tobias Klich schickte mit einem Flugball über die weit aufgerückten Aalener Manuel Max, der klug quer legte. Brust brauchte nur noch einzuschieben. Die Erleichterung auf Vaihinger Seite nach dem Schlusspfiff war groß. Da der Aufstiegsfavorit Nummer eins, Heidenheim, am Freitag in Villingen mit 2:5 untergegangen war, bot sich dem CEV die große Chance, in der Tabelle weiter an den Platz an der Spitze heranzurücken. Doch auch nach dem Spieltag bleiben die Vaihinger zwei Punkte hinter dem weiter führenden HC Tübingen.
Besonders nach dem unglücklichen 0:1-Rückstand in der 15. Minute musste Coach Schmid Aufbauarbeit leisten. Vaihingen kam zwar besser ins Spiel, doch Aalen nutzte gleich die erste Strafecke zum Führungstreffer. „Wir haben super reagiert, sind ruhig geblieben und haben weiter nach vorne gespielt“, lobte Schmid das Auftreten der eigenen Mannschaft. Acht Minuten später nutzte auch Brust eine Strafecke und versenkte den Ball zum 1:1-Ausgleich. .
Nach dem Seitenwechsel machte der CEV da weiter, wo er aufgehört hatte. Aalen wurde in die Defensive gedrängt, Fehler wurden provoziert. In der 44. Minute traf Brust wieder per Strafecke zur CEV-Führung. Die gegnerische Eckenabwehr war zu langsam und so hatte der Goalgetter genug Zeit, guckte den Torwart aus, und der Ball schlug unten rechts im Tor ein. Obwohl Vaihingen weitere hochkarätige Chancen herausspielte, mussten die Gastgeber den abermaligen Ausgleich hinnehmen – wieder per Strafecke. „Aalen hatte im gesamten Spiel vielleicht zwei Torschüsse aus dem Spiel heraus, macht aber zwei Tore“, ärgerte sich Mayr. „An unserer Chancenverwertung müssen wir weiter arbeiten. Dann wird es nicht so unnötig spannend.“
Der Mann, der mit dieser Spannung augenscheinlich hervorragend klar kam, zeigte sich nach dem Spiel mit seiner Leistung und der des Teams sehr zufrieden: „Wir alle haben hervorragend gefightet. Ich hatte eben das nötige Glück, um erfolgreich abzuschließen“, meinte Brust bescheiden.
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Club an der Enz Vaihingen: Löpsinger – Mayr, Jan-Michael Zeeb, Simon Weimar, Christoph Zeeb, Scherer, Brandauer, Borimann, Sperling, Schneider, Koopmann, Max, Gantenbein, Brust (4), Knudsen, Förnzler.
