Freitag, 25. Mai 2012

Konstantin Zafiriadis löst Manduzio ab




16/06 2010

Konstantin Zafiriadis löst Manduzio ab

Fuba
Konstantin Zafiriadis Foto: privat

Häfnerhaslach (rkü). Der TSV Häfnerhaslach hat einen neuen Fußballtrainer. Konstantin Zafiriadis war kurz vor Saisonende zu Gast im Training, schoss im Spiel gegen Enzweihingen den Siegtreffer und stand bereits im letzten Spiel der Saison an der Linie. Sein Vorgänger Nazario Manduzio musste etwas überraschend gehen.

„Die Jungs sind neugierig, und es sind keine Rabauken. Mit denen will ich vorne mitspielen“, verkündet der neue Trainer Konstantin Zafiriadis. Beim Probetraining, an dem er als ganz normaler Spieler teilnahm, ehe er kurz darauf als neuer Trainer vorgestellt wurde, war Zafiriadis positiv überrascht von den Häfnerhaslacher Kickern. Mit seiner Hilfe gelang es der Mannschaft, dem Abstieg in die C-Klasse zu entgehen. Manduzio war beim letzten Saisonspiel gegen Markgröningen schon gar nicht mehr dabei. Die Vereinsverantwortlichen hatten ihm wenige Tage vor dem letzten Spiel mitgeteilt, dass sein Engagement in Häfnerhaslach nicht verlängert werde. TSV-Abteilungsleiter Reiner Schneider bestätigte dies. Er sagte allerdings auch, dass Manduzio zuvor selbst zweimal um seine Ablösung gebeten hat. „Nach dem ersten Rückrundenspiel, das wir 2:7 gegen Horrheim verloren haben, hat er gesagt, er könnte so nicht weitermachen“, berichtet Schneider. „Er wollte sein Amt abgeben, wenn wir schnell einen Nachfolger finden würden.“ Ähnlich habe sich Manduzio nach dem Debakel gegen den TSV Ensingen geäußert. Damals hatte Häfnerhaslach trotz 3:1-Führung mit 3:5 verloren. Der Trainer beklagte, dass die Mannschaft seine Vorgaben nicht umsetze. Manduzio hatte wenige Wochen vor Saisonende durchblicken lassen, dass er gerne verlängert hätte – da war sein Nachfolger allerdings wohl bereits gefunden. Die Verantwortlichen des TSV Häfnerhaslach hatten längst ihre Fühler ausgestreckt. Auf eine Zeitungsanzeige hin kam der Kontakt mit Zafiriadis zustande. Der 38-Jährige hat bereits Erfahrungen in Bezirks- und Landesliga gesammelt, spielte ein halbes Jahr mit dem SGV Freiberg in der Verbandsliga und wirkte zuletzt als Trainer in Heidelberg. Weil sein Pass noch beim VfL Gemmrigheim war, hatte Zafiriadis schon so lange nicht mehr gespielt, dass er in Häfnerhaslach sofort spielberechtigt war.

Ihm gefällt das Umfeld auf dem Heiligenberg. „Die Anlage ist top, die Trainingsmöglichkeiten sind super“, schwärmt er. „Ein Rasenplatz, eine Rasenfläche, dazu die Weinberge zum Laufen – da hat man Abwechslung.“ Was die Mannschaft angeht, sieht er großes Entwicklungspotenzial. „Viele sind sehr jung. Da wird es ein bisschen Zeit brauchen, bis ich denen alles beigebracht habe. Aber wir haben vor keiner Mannschaft in dieser Klasse Angst.“ Lediglich die Disziplin und die Aufgabenverteilung auf dem Platz lassen zu wünschen übrig, bemängelt Zafiriadis. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sonntags Spieler in der Mannschaft stehen, die unter der Woche nicht ins Training kommen.“

In der vergangenen Saison, als der TSV Häfnerhaslach als Absteiger aus der Kreisliga A 3 beinahe in die C-Klasse durchgereicht wurde, hatte der Verein über Monate hinweg viel Verletzungspech. Zudem kehrten mehrere ehemalige Leistungsträger ihrer Mannschaft den Rücken. Das soll jetzt anders werden, in Häfnerhaslach ist ein Neuaufbau angesagt. Sowohl Zafiriadis als auch Schneider kündigen an, sich um Verstärkungen für das Team zu kümmern. Beide sind zuversichtlich, dass intensive Gespräche schon in wenigen Tagen zum Erfolg führen.




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