Rückkehrer Christoph Gayer soll eine Bank an der Drei werden
12/06 2010
Rückkehrer Christoph Gayer soll eine Bank an der Drei werden
Oberliga
Vaihingen (nac). Der TV Vaihingen setzt in der Tennis-Oberliga auf Bewährtes. Erneut spielt der Spanier Manuel Sala an Position eins. In den Kader rückt nach fast einjähriger Verletzungspause wieder Christoph Gayer. Nur eins ist neu: In der Verantwortung steht seit dieser Saison Sascha Wennagel als Trainer.
Es ist eine Doppelbelastung für Wennagel. Denn neben dem Trainerposten spielt er selbst noch an Position fünf im Oberliga-Team. Ein Nachteil? „Auch ein reiner Trainer muss sich für ein Spiel entscheiden. Es bringt nichts, wenn er überall für nur ein paar Minuten zuschaut“, erklärt der Vaihinger Übungsleiter. Beim TVV wird das so geregelt, dass die drei Spieler, die Pause haben, sich auf die Plätze verteilen und jeweils einen Teamkameraden coachen. Wennagel: „Von außen sieht man einfach mehr und kann einige Tipps geben.“
Bei der Mannschaftsaufstellung bleibt fast alles beim Alten. Erneut spielt Manuel Sala an der Eins. „Er hat bisher immer überzeugt und passt super zu uns“, sagt Wennagel. Die Vorzüge des Spaniers, der vor einigen Jahren in der ATP-Tour um den 150. Platz herum gelistet war, sind sein Grundlinienspiel, seine schnelle Vor- und Rückhand sowie sein Topspin. Wennagel: „Alles, was typisch für das spanische Spiel ist.“ An einem Spieltag wird aber David Sanchez für ihn einspringen, da Sala verhindert ist. „Man braucht in dieser Liga einen Ausländer, um zu bestehen. Wenn ein Team mal keinen Ausländer an der Eins hat, sondern einen Deutschen, dann ist oder war der Profi und ist unheimlich gut“, berichtet der TVV-Trainer.
Hinter Sala rückt Sebastian Gayer auf Position zwei. Das Leistungsklassensystem, in dem die Erfolgsbilanzen der vergangenen beiden Jahre einfließen, bestimmt dies so. Wennagel: „Sebastian Gayer hat sich bis in die deutsche Rangliste gespielt. Dadurch ist er in die Leistungsklasse 1 aufgestiegen und muss nun an eine der ersten Positionen gesetzt werden.“ Leidtragender des Leistungsklassensystem ist dagegen Patrick König, der von Position zwei auf vier zurückfällt. Die neue Nummer drei ist Christoph Gayer. Nach überstandener Handgelenksverletzung steht er wieder im TVV-Kader. „Er bereichert das Team“, sagt Wennagel. „Wir hoffen, dass er eine positive Bilanz schafft.“ Den Kader vervollständigt Dominik Knapper an der Sechs und Ersatzmann Marc-Daniel Frey.
Beim Saisonziel bleibt Wennagel bescheiden: „Wir wollen früher als am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern.“ Ein erstes richtungsweisendes Spiel steht gleich an diesem Sonntag (10 Uhr) an. „Beim TC Markwasen-Reutlingen geht es um die Wurst“, weiß der TVV-Trainer. „Es ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft, die auch auf den hinteren Positionen stark besetzt ist. Das wird ein harter Kampf. Wir müssen unser Bestes geben.“ Für den Aufstieg kommt für ihn nur ein Team in Frage: die Bundesliga-Reserve des TV Reutlingen. Wennagel: „Bei den Reutlingern weiß man nie, wer aus der ersten Mannschaft in der zweiten aushilft. Da war in der Vergangenheit schon mal ein Spieler in der Oberliga dabei, der auch auf der ATP-Tour gespielt hat.“
Bezirksoberliga
Vaihingen (nac). „Ich will nicht das Ziel Aufstieg ausgeben“, sagt Sascha Wennagel. „Aber ich hoffe, wir spielen um den Aufstieg mit.“ Damit gibt sich der Trainer des TV Vaihingen vor der am Sonntag beginnenden Bezirksoberligasaison optimistisch. Im vergangenen Jahr hat die Mannschaft gerade so den Klassenerhalt geschafft.
Besondere Hoffnungen setzt der Trainer des TV Vaihingen auf Rückkehrerin Christina Migge. Sie hatte die vergangenen drei Jahre pausiert und steigt nun wieder an Position vier beim TVV ein. „Christina Migge ist eine gute Spielerin. Sie ist heiß, es wieder allen zu zeigen. Ich freue mich sehr, dass sie wieder dabei ist“, sagt Wennagel. Dafür muss der Übungsleiter auf die etatmäßige Nummer drei, Jennifer Buck, verzichten. Sie hat sich verletzt und fällt voraussichtlich für die Saison aus.
Trotzdem hat der TVV um die neue und alte Nummer eins, Izabella Darnai, ein schlagkräftiges Team zusammen, in dem noch einiges an Potenzial steckt. „Izabella Darnai ist eine gute Spielerin, die auf konstant gutem Niveau spielt“, sagt Wennagel. „Aber sie kann noch viel besser spielen. Das zeigt sie manchmal nur noch nicht. An guten Tagen kann sie aber jeden Gegner in der Liga schlagen.“
Hinter Darnai sind Ann-Katrin Knienieder (Nummer zwei), Kristin Morlok (Nummer drei) und Migge (Nummer vier) gesetzt. Doch dann entbrennt ein enger Kampf um die beiden letzten Positionen im Kader der ersten Mannschaft. Beim Saisonauftakt an diesem Sonntag (14 Uhr) bei der SPG Hochberg/Aldingen/Neckarrems spielen Sarah und Natalie Seelig an den Positionen fünf und sechs. „Der Leistungsunterschied zwischen den Seelig-Schwestern und den drei Ersatzspielerinnen Jennifer Frick, Marina Menzer und Franziska Kollmann ist nur sehr gering. Vor allem Marina Menzer und Franziska Kollmann sind auf dem Sprung in die erste Mannschaft“, macht Wennagel den Nachwuchsspielerinnen Mut. „Ich muss schauen, wie das erste Spiel verläuft. Vielleicht sieht die Aufstellung zum zweiten Spiel schon anders aus.“
Über eine Favoritenrolle lässt sich so gut wie gar nichts sagen. Bis auf die TF Lienzingen sind alle anderen Teams neu in der Staffel. „Die Lienzingerinnen haben eine gute Nummer eins und zwei. Danach fällt das Niveau aber stark ab“, sagt TVV-Mannschaftsführerin Darnai. „Die sollten wir schlagen.“ Um den Aufstieg könnte Hochberg/Aldingen/Neckarrems mitspielen. Darnai: „Ich kann mir vorstellen, dass die Vereine sich zusammengeschlossen haben, um eine Liga hochzukommen.“ Genauso gut könnte die Kooperation aber auch wegen Spielermangels enstanden sein.
Bezirksliga abwärts
Vaihingen (bö). Die jungen Wilden sind nicht nur bei der Fußballnationalmannschaft im Trend, auch die Tennisvereine in der Region setzen vermehrt auf junge Spieler aus den eigenen Reihen. Beim TSV Ensingen, dem TSV Hochdorf und dem TSV Oberriexingen entstehen neue Mannschaften, da junge Spielerinnen und Spieler den Sprung aus dem Jugend- in den Aktiven-Bereich wagen. Andere Mannschaften wie der TC Illingen setzen auf eine gute Mischung zwischen Jung und Alt.
Die Ensinger hatten jahrelang keine Möglichkeit, eine Frauenmannschaft im Ort zu bewundern. Durch die gute Jugendarbeit wurde nun wieder eine schlagkräftige Truppe für die neue Runde in der Bezirksstaffel zusammengestellt. „Es wird den Spielerinnen die Zeit gegeben, sich weiterzuentwickeln“, erklärt Sportwart Günter Seizinger.
In Hochdorf sieht es ähnlich aus. Auch dort bestand seit Jahren keine Männermannschaft. Für die neue Saison wurde das junge Team um Spielertrainer Markus Hagdorn, einem ehemaligen Zweitligaspieler, nun sogar in die höhere Bezirksklasse eingestuft. Man blickt mit der neuen Truppe daher optimistisch in die Zukunft, setzt sich aber mit dem Klassenerhalt wohl ein realistisches Ziel. Die Hochdorfer Frauen treten dagegen erstmals in einer Spielgemeinschaft mit dem TC Heimerdingen in der Bezirksstaffel an.
Eine eigene Mannschaft wäre nicht zustande gekommen, daher wurde diese Lösung mit Heimerdingen gefunden – die zwei Hochdorfer Spielerinnen Tomke Bakker und Sandra Eckstein komplettieren den gemeinsamen Kader.
Unter der Leitung von Peter Bindels entsteht beim TSV Oberriexingen ebenfalls ein neues Frauenteam, das sich überwiegend aus Juniorinnen zusammensetzt und das durch die drei Kooperationsspielerinnen Natalie Sander, Silvia Behr und Jasmin Stingl aus Enzweihingen komplettiert wird. Auch hier lautet die oberste Prämisse, den jungen Spielerinnen „die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen in der Bezirksstaffel zu sammeln“, berichtet Sportwartin Margret Löbich-Kiederle.
Beim TC Illingen steht die Jugend ebenso im Blickpunkt. Durch eine gesunde Mischung aus Jung und Alt will man sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich jeweils in der Bezirksstaffel gut mitspielen, den Teams jedoch auch die nötige Zeit zur Entwicklung geben.
Bei den Tennisfreunden Nussdorf tritt das Männerteam statt wie im Vorjahr mit einer Sechser- nur noch mit einer ViererMannschaft in der Bezirksstaffel an und „muss sich daher erst mal finden“, sagt Nicole Geiger. Bei den Bezirksliga-Frauen steht die Truppe vor einer noch größeren Hürde. Die bisherige Nummer eins, Anja Lang, erwartet ein Kind und steht nicht zur Verfügung. Die anderen Mitspielerinnen rücken jeweils eine Position auf, sodass Simone Stolle die neue Nummer eins ist. Als neue Nummer fünf wird Claudia Härlin an Stelle von Daniela Schäfer spielen, die ebenfalls eine Position nach oben rückt. Der Klassenerhalt stellt das primäre Ziel der Nussdorferinnen dar.
Eine unveränderte Mannschaft kann der TC Sersheim bei den Männern vorweisen. Die Ansprüche an die neue Sandplatzrunde sind dennoch bescheiden. „Wir wollen eine gute Runde spielen. Ein Saisonziel gibt es aber nicht“, sagt der sportliche Leiter Dietrich Noffke.
Der TSC Vaihingen wiederum hegt optimistischere Pläne. Sowohl die Männer in der Bezirksklasse als auch die Frauen in der Staffelliga haben das Ziel Aufstieg ausgegeben. Die erste Mannschaft der Männer sieht sich nach der Verstärkung durch die neue Nummer zwei, Christian Steuler, ebenso dafür gewappnet wie die in der vergangenen Runde knapp gescheiterten und unverändert gebliebenen Frauen. Die Männer II treten in dieser Saison als Vierer-Mannschaft an. Sportwart Heinz Heidbüchel:„Es wird sich bei den Männer II zeigen, wie sie sich in der neuen Klasse schlagen. Diesmal dürfte doch wohl der ein oder andere Sieg herausspringen.“
