Freitag, 25. Mai 2012

Stimmlich bis zum Äußersten




07/06 2010

Stimmlich bis zum Äußersten

Tennis
Tamara Blum und Jonas Winkelmannhaben in der U 18 jeweils das Tennisturnier um den Vaihinger Löwen gewonnen. Fotos: Nachreiner

Vaihingen (nac). Das Stöhnen ist man eigentlich von Tennisspielerinnen gewohnt. Die Serbin Monica Seles war eine der ersten, die die gutturalen Laute kultivierte. Über die Auftritte der Portugiesin Michelle Larcher de Brito gab es Stöhn-Debatten. Doch beim Tennisturnier um den Vaihinger Löwen begleiteten vor allem die Jungen ihre Schläge mit den Lauten.

Das Finale der U 18 männlich war über die gesamte Tennisanlage auf dem Wolfsberg zu hören. „Uhh!“ „Ahh!“. Jonas Winkelmann (SV Böblingen) und Lukas Geiger (TC Waiblingen) schenkten sich nichts. Weder mit ihren Schlägen noch mit ihrem Stöhnen. Manche Spiele dauerten bis zu zehn Minuten, bevor sich nach etlichen Vorteilen und Einständen einer der beiden durchgesetzt hat. Am Ende hatte Winkelmann die Nase vorne. Der Böblinger, der zudem zum Spieler des Turniers gewählt wurde, gewann das Endspiel mit 6:2 und 6:2. Auch weil sein Gegenüber nicht zu seinem Spiel fand. „Woher kommt so ein Mist, die ich hier spiele?“, fragte sich der Waiblinger selbst. „Das ist zu wenig.“ Lokalmatador Sven Gerlich (TV Vaihingen) musste im Halbfinale die Segel streichen.

Eine glasklare Sache war es jeweils in den Endspielen der weiblichen U 18 und weiblichen U 16. Im älteren Jahrgang machte Tamara Blum (TC Asperg) mit Sophie Mittelstädt (SV Sillenbuch) kurzen Prozess – 6:0 und 6:0. Mit druckvollen Schlägen zwang Blum ihre Gegnerin immer wieder in die Defensive, rückte ans Netz auf und ließ mit den Volley-Passierbällen Mittelstädt ins Leere laufen. Ebenso eindrucksvoll präsentierte sich Carolin Nonnenmacher (TC Göppingen). Die erst Elfjährige gab im Finale der U 16 gegen Matea Hanz (TEC Waldau Stuttgart) ebenfalls kein einziges Spiel ab. „Es ist sehr ungewöhnlich für ein Finale, dass eine Spielerin 6:0 und 6:0 gewinnt. Eigentlich muss man davon ausgehen, dass beide einen Weg hinter sich haben und ein gewisses Niveau mitbringen“, sagte Marc-Daniel Frey von der Turnierleitung.
Ebenfalls ohne größere Probleme setzten sich die Sieger in den beiden U-14-Konkurrenzen durch, wenn auch nicht ganz so deutlich wie bei den beiden Wettbewerben der weiblichen U 16 und U 18. Bei den Jungen siegte Tim Andreas Fischer (TC Obereisesheim) mit 6:2 und 6:2 gegen Jan Behrens (TC Weissach-Flacht). Bei den Mädchen setzte sich Hannah Nebeling (TC RW Troisdorf) gegen Julia Schallmeir (TC Ruit) mit 6:2 und 6:3 durch. Schallmeir war dabei allerdings mehr mit sich selbst als mit ihrer Kontrahentin beschäftigt. Immer wieder schüttelte sie den Kopf und kommentierte ihre Leistung: „Das gibt es doch nicht.“

Hart umkämpft waren die beiden U-12-Wettbewerbe. Bei den Mädchen rang Nastja Rettich (TC BW Vaihingen/Rohr) Carmen Schultheiß (TC Biberach) mit 5:7, 6:4 und 6:2 nieder. Noch im ersten Satz zweifelte Rettich an sich selbst. „Du triffst keinen Ball“, warf sie sich mehrmals selbst vor. Philipp Zehender (SpVgg Weil der Stadt) hatte nach umkämpftem ersten Satz gegen Daniel Meister (STG Gerolksruhe Stuttgart) etwas leichteres Spiel. 5:7, 6:2 und 6:0 stand es am Ende.

Auf dem Kleinfeld setzte sich in der U 10 weiblich Yvette Schmucker (TC Asperg) mit 4:2 und 4:3 gegen Bianca Diefenbach (TC Gerlingen) durch. Benedikt Sojka (TC Winnenden) gewann mit 4:1 und 4:0 gegen Pascal Gerlich (TC Wurmberg/Neubärental).




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