Freitag, 25. Mai 2012

„Anstrengung kann so viel Spaß machen“




05/06 2010

„Anstrengung kann so viel Spaß machen“

Fit
Petra und Nina Frech sowie Wolfgang Scheiber (von links) ziehen ein positives Fazit der Aktion „Aktiv & fit in der Region“. Foto: Nachreiner

Vaihingen (nac). Zum zweiten Mal hat die Aktion „Aktiv & fit in der Region“ stattgefunden. Zum zweiten Mal war es ein voller Erfolg, sagen Wolfgang Scheiber sowie Petra und Nina Frech vom Gesundheitszentrum Sportschule Scheiber im Interview mit unserer Zeitung.

Was war für Sie in diesem Jahr bei der Aktion „Aktiv & fit in der Region“ das einschneidendste Erlebnis?
Nina Frech: Eigentlich gab es nichts, das herausgestochen ist.
Wolfgang Scheiber: Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt. Sie sagte: Ich hätte nie gedacht, dass körperliche Anstrengung so viel Spaß machen kann und ein so befriedigendes Gefühl hervorrufen kann.

Wie war der sportliche Leistungsstand der Teilnehmer zu Beginn der Aktion?
Wolfgang Scheiber: Was ich so an der Theke mitbekommen habe, waren viele am Anfang frustriert, wo sie bei Übungen, die harmlos aussehen, überall Schwächen haben. Dann waren sie aber genauso überrascht, wie schnell sie nach drei oder vier Einheiten Fortschritte machten. Sie haben gemerkt, dass man auch im höheren Alter etwas erreichen kann.

Wo waren die größten körperlichen Defizite zu sehen?
Wolfgang Scheiber: Haltearbeit der Rumpfmuskulatur, Balance, Dehnfähigkeit und Koordination.
Petra Frech: Zu Beginn haben vor allem Gleichgewicht und Koordination gefehlt. Außerdem waren die Muskeln im Baubereich nicht ausreichend trainiert. Nach einiger Zeit habe ich aber beim Chi Balance die Rückmeldung bekommen, dass die Teilnehmer bedeutend weniger Probleme mit ihrem Rücken hatten. Auch die ständigen Kopfschmerzen waren weg, weil die Muskulatur gestärkt worden war.
Nina Frech: Beim Dance war viel Koordination notwendig. Aber die kommt, wenn man dabei bleibt. Wer die einzelnen Schritte schon einmal gemacht hat, dem ist es schneller wieder präsent.

Welches Kursangebot lief besonders gut?
Wolfgang Scheiber: Chi Balance. Es trifft den Trend der Zeit. Es sind ruhige harmonische Bewegungen, die der Hektik der heutigen Zeit entgegenwirken. Die Menschen merken, dass sie schnell runterkommen und sich entspannen. Durch die anspruchsvollen Übungen müssen sie sich zudem auf ihren Körper konzentrieren. Die Entspannung am Ende der Stunde dient perfekt zum Krafttanken. So ein Angebot – eine Kombination aus Pilates, Rückenschule, Yoga und Entspannungsschule – gibt es sonst kaum.
Petra Frech: Beim Chi Balance finden die Menschen eine Verbindung von Körper uns Seele, weil sie zu sich selbst finden. Dadurch, dass sie barfuß sind, erfahren sie außerdem eine Erdung. Das hat auch etwas mit dem inneren Gleichgewicht zu tun.

Im Gegensatz zu Chi Balance, Dance und dem Lauftreff gab es relativ wenige Anmeldungen für das Nordic Walking. Hat Sie das überrascht?
Wolfgang Scheiber: Eigentlich nicht. Der große Boom beim Nordic Walking ist vorbei. Dass es aber so viele weniger als im vergangenen Jahr waren, lag wohl auch daran, dass die Menschen durch das schlechte Wetter lange in Winterstimmung waren. Sie waren noch nicht auf Outdoor-Aktivitäten eingestellt. Außerdem haben die Menschen, die regelmäßig Nordic Walking machen, feste Gruppen.
Petra Frech: Regelmäßige Läufer laufen bei jedem Wetter – auch wenn es regnet. Doch als es beispielsweise einmal geregnet hat, haben unsere Teilnehmer die Einheit abgesagt. Das sagt uns: Die Gruppe Menschen, die wir ansprechen wollten, war noch nicht auf Outdoor eingestellt.

Wie waren Sie generell mit den Anmeldezahlen zufrieden?
Wolfgang Scheiber: Es hat unsere Erwartungen erfüllt. Beim Chi Balance und Dance hatten wir nicht so viel weniger Anmeldungen als im vergangenen Jahr.
Nina Frech: Bei Dance war es von den Anmeldezahlen her optimal, um sie in die bestehende Gruppe zu integrieren.
Petra Frech: Bei Chi Balance waren wir vorbereitet und haben von vornherein zwei Kurse angeboten. Im vergangenen Jahr gab es ursprünglich nur einen Kurs, so dass wir die Teilnehmer aufsplitten mussten. Dieses Mal konnten sie von vornherein frei wählen. Und die Anmeldungen haben sich tatsächlich auf beide Kurse in etwa gleichmäßig verteilt.

Wo müssen Sie sich selbstkritisch hinterfragen: Können wir es noch besser machen?
Wolfgang Scheiber: Man kann permanent etwas verbessern. Dazu gibt es in rund drei Wochen auch ein Treffen des Organisationsteams.

Welche Änderungen sind für nächstes Jahr angedacht?
Petra Frech: Vieles wird erst auf dem Treffen besprochen werden. Aber wir wollen auf jeden Fall einen Vormittagskurs Chi Balance anbieten. Vielen ist es lieber, wenn sie morgens ihren Sport machen und den Rest des Tages für sich haben. Der Nachmittagskurs in diesem Jahr um 15.30 Uhr war da so mittendrin.




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