Freitag, 25. Mai 2012

TSV Aurich will die Überraschung




TSV Aurich will die Überraschung
Morgen beginnt das 35. Vaihinger Stadtpokalturnier in Aurich

Aurich (ev). Vor 17 Jahren war der TSV Aurich zuletzt Ausrichter des Vaihinger Stadtpokalturniers. Nun ist es wieder so weit. Ab morgen Abend suchen die Vaihinger Fußballer ihren Stadtmeister in Aurich. Favoriten für den 35. Titel haben sich bisher allerdings noch nicht abgezeichnet.

Aurich ist die einzige Vaihinger Mannschaft, die den Stadtpokal in seiner 35-jährigen Geschichte noch nicht gewonnen hat. Zwar standen bereits alle neun Teams im Finale. Für den ganz großen Coup hat es beim TSV bisher allerdings noch nicht gereicht.

Auch 2009 können Aurich höchstens Außenseiterchancen eingeräumt werden. In der abgelaufenen Saison war der TSV der einzige Vaihinger Verein, der seine erste Mannschaft in der C-Klasse an den Start schickte. Trotzdem: Bei den Stadtpokalturnieren in Aurich schnitt die Heimmannschaft dreimal ganz ordentlich ab.

1977 wurde das Vaihinger Stadtturnier zum ersten Mal in Aurich ausgetragen. Im Endspiel standen sich Riet und Vaihingen gegenüber. Der VfB holte sich damals seinen ersten Titel. Mittlerweile sind es elf. Die Auricher schlugen sich in der Vorrunde achtbar. Zwei Unentschieden, ein Sieg und eine Niederlage war ihre Bilanz.
Drei Jahre später gastierte die Vaihinger Fußballszene erneut in Aurich. Und dieses Mal war die Heimelf vorne mit dabei, obwohl die Vorzeichen 1980 ebenfalls alles andere als gut waren. Aurich gewann in der Rückrunde der Saison kein einziges Spiel. Beim Turnier lief es dann. Der TSV kam ins Spiel um Platz drei und besiegte Enzweihingen im Elfmeterschießen mit 4:3. Auf dem Feld stand damals auch Bernd Gutbrod. Er war bisher bei allen Turniern in Aurich in die Organisation involviert. So auch in diesem Jahr. „Das ist aber das letzte Mal“, sagt der 55-Jährige. 2017 ist Aurich das nächste Mal an der Reihe.

Gutbrod war auch 1992 mit von der Partie. Damals setzte sich Ensingen im Finale gegen Vaihingen durch, obwohl der VfB eine schlechte Saison hinter sich hatte. Die Parallelen zu der Saison 2008/2009 sind offensichtlich. In der VKZ vom 17. Juni 1992 hieß es: „Die VfBler haben eine total verkorkste Saison hinter sich und sind nach über zehnjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga, beziehungsweise Landesliga wieder beim Volk.“ Auch dieses Jahr konnte sich Vaihingen nicht in der Bezirksliga behaupten und stieg ab.

Das Finale 1992 zwischen Ensingen und Vaihingen wurde allerdings von einer Verletzung überschattet. Der Vaihinger Helmut Szemerits stürzte nach einem Kopfballduell auf den Rücken. Der Rettungshubschrauber landete auf dem Sportplatz und brachte ihn ins Krankenhaus. Gebrochen war allerdings nichts.

Aurich wurde damals in der Vorrunde Dritter und schied aus.

Doch zurück zum Stadtpokal 2009: Dieses Jahr ist es generell schwierig, Titelaspiranten auszumachen. Vaihingen, Roßwag (beide Gruppe A) und Gündelbach (Gruppe B) haben in der vergangenen Saison am höchsten gespielt und werden sicherlich ein Wörtchen mitsprechen. Allerdings hatten sich alle drei Teams von der Runde mehr erhofft.

Nicht unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr die B-Ligisten auf sich aufmerksam machen. Den jungen Teams aus Kleinglattbach (Gruppe A) und Horrheim (Gruppe B) kann durchaus etwas zugetraut werden. Die Auricher hoffen indes auf eine Überraschung wie 1980. „Ich hoffe, wir holen eine gute Platzierung“, sagt Gutbrod.
Das 35. Stadtpokalturnier beginnt morgen Abend um 18 Uhr mit der Partie Kleinglattbach gegen Riet. Anschließend spielen Roßwag und Enzweihingen gegeneinander. Am Freitagabend finden nochmals drei Vorrundenspiele statt. Fast alle Teams waren dann schon einmal im Einsatz. Nur Horrheim und Aurich bestreiten die komplette Vorrunde am Samstag. Am Sonntag stehen die Halbfinals, die Platzierungsspiele und das Finale auf dem Programm. Bis um 19 Uhr soll dann klar sein, wer Stadtpokalsieger 2009 ist.




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