Vaihingen (rkü/mp). Der VfB Vaihingen hat sich durch den 4:0-Sieg im Derby gegen den TSV Großglattbach auf den fünften Platz der Frauenfußball-Bezirksliga vorgeschoben. Die Spielerinnen aus Nussdorf gewannen zum Saisonabschluss in der Regionenliga – doch auch als Letzter wären sie nicht abgestiegen.
Die acht Frauenfußball-Regionenligen werden zur kommenden Saison auf jeweils zwölf Mannschaften aufgestockt. Das bedeutet, dass mit Ende der Spielzeit 2008/2009 keine der bisher elf Mannschaften in der Staffel 2 absteigen muss. Meister Erdmannhausen steigt auf, aus den Bezirksligen wird entsprechend aufgefüllt.
Die Mannschaft des TSV Nussdorf wäre dem Abstieg allerdings auch unter normalen Bedingungen entgangen. Rechtzeitig zum Saisonfinale gab sie die Rote Laterne an den FC Alfdorf weiter. Dem Sieg gegen die favorisierten Sportfreunde Mühlacker vor einer Woche folgte ein 3:0-Auswärtssieg gegen den SV Hegnach. Das bedeutet fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten.
Der TSV Nussdorf begann die Partie leicht nervös, was sich mit zunehmender Spieldauer legte. In der 18. Minute erzielte Sarah Eblen den Treffer zur 1:0-Führung für Nussdorf. Sie leitete einen Eckball von Susanne Mühlbauer per Kopf ins Tor weiter. Mit der Führung im Rücken kam Nussdorf immer mehr in Fahrt, Julia Rentschler erhöhte in der 39. Minute auf 2:0. Ihr Fernschuss passte optimal unter die Latte. Nach dem Seitenwechsel ließen bei den warmen Temperaturen die Kräfte nach. Hegnach hatte etwas mehr Spielanteile, doch in der 74. Minute machte Julia Rentschler mit dem 3:0 alles klar.
TSV Nussdorf: Pflüger – Götz, Böttinger, Mirjam Rohland (46. Kugel), Quadrano, Susanne Mühlbauer, Rentschler, Schröder, Eblen, Stahn, Sara Rohland.
Der VfB Vaihingen hat die erfolgreiche Saison in der Bezirksliga mit einem 4:0 im Heimspiel gegen den TSV Großglattbach gekrönt. Trainer Martin Käpplinger war schon zuvor hoch zufrieden mit dem sechsten Tabellenplatz. Durch den Heimsieg schob sich sein Team jetzt sogar auf Rang fünf in der Abschlusstabelle vor. „Unser Ziel haben wir auf jeden Fall erreicht“, sagt Co-Trainerin Cornelia Kordas. Für die kommende Saison sei das Vorhaben realistisch, noch etwas weiter vorne abzuschließen. „Für den Aufstieg als Ziel wäre es jetzt noch ein Jahr zu früh“, schätzt Kordas. Die Mannschaft des VfB Vaihingen sei aber taktisch auf einem guten Weg „und spielerisch hat sie auch ordentlich dazugelernt“. Statt immer nur auf Spielzüge der gegnerischen Mannschaften zu reagieren, wie das noch in der vorigen Saison der Fall gewesen sei, könne der VfB jetzt auch Spiele bestimmen. Das spiegelt sich in der Tabelle wider: Neun Punkten aus der Vorsaison stehen jetzt 36 Punkte gegenüber.
Das Derby zwischen Vaihingen und Großglattbach war eine eindeutige Angelegenheit. Nach einer Ecke in der dritten Minute gerieten die Gäste durch ein Eigentor in Rückstand. Großglattbachs Abwehrspielerin Lea Stange hatte den Fuß noch am Ball, lenkte ihn dann aber unglücklich ins eigene Tor. Das 2:0 für den VfB erzielte Nicole Carta Mitte der ersten Halbzeit. Es war ebenso schön herausgespielt wie Cartas Treffer zum 4:0 etwa 20 Minuten vor Spielende. Das 3:0 schoss Stephanie Schlosser kurz nach dem Seitenwechsel, als sie einen Abpraller durch einen platzierten Schuss im Tor unterbrachte.
Für die Großglattbacher Mannschaft bleibt nach ihrer ersten Saison in der Bezirksliga die Erkenntnis, viel an Erfahrungen gewonnen zu haben. Trainer Werner Zigan hat sein Minimalziel erreicht, nach der Übernahme der Mannschaft zur Winterpause in der Rückrunde wenigstens einen Sieg zu holen. Zigan hatte während der Partie gegen Vaihingen noch eine Diskussion mit dem Schiedsrichter, der zunächst nur vier statt der im Frauenfußball erlaubten fünf Auswechslungen zulassen wollte. Ein weiterer Schiedsrichter, der auf dem Platz gerade anwesend war, klärte seinen Kollegen über die Regelung auf.
VfB Vaihingen: Knodel – Tsirogiannis, Dieterle, Katharina Christof, Dertinger, Blessing (50. Michaela Jeutter), Carta, Sandra Schlosser, Stephanie Schlosser (60. Theilig), Oelschläger, Haffner (65. Assenheimer).
TSV Großglattbach: Bettina Adam – Stange, Kuhnle, Andrea Adam (60. Bügel), Stricker (80. Barz), Klisa (46. Eckert), Schöttle, Blaeß (70. Prohaska), Bossert (75. Sieber), de Oliveira Fontes, Weidner.
