Freitag, 25. Mai 2012

Mehr als 200 Tennis-Talente am Start




Vincenzo Ranelli hat gestern die Tennisabteilung des TV Vaihingen beim Jugendturnier um den Vaihinger Löwen vertreten. Foto: Küppers
Vincenzo Ranelli hat gestern die Tennisabteilung des TV Vaihingen beim Jugendturnier um den Vaihinger Löwen vertreten. Foto: Küppers

Vaihingen (rkü). Viele Turniere gibt’s nicht, für die Tennisspieler der Altersklasse U18. Wenn aber eines angeboten wird, ist es bei den Jugendlichen sehr beliebt. Dies hat auch der TV Vaihingen erkannt. Beim 14. Jugendturnier um den Vaihinger Löwen sind 24 Teilnehmer in dieser Altersklasse am Start.

222 junge Tennisspieler tragen ihre Meisterschaften derzeit auf den Tennisanlagen des TV Vaihingen und des TSC Vaihingen aus. Damit stehen insgesamt zwölf Plätze zur Verfügung – acht bei den Gastgebern und halb so viele beim TSC. Sebastian Gayer, der für die Organisation der Großveranstaltung mitverantwortlich ist, sagt: „Mehr als 220 Teilnehmer, das geht auf zwölf Plätzen nicht.“ Allerdings sei der große Ansturm nicht absehbar gewesen. Sonst hätte der gastgebende Verein gleich weitere Ausweichplätze in die Planung mit einbeziehen können – beispielsweise bei den Tennisclubs in Kleinglattbach oder Oberriexingen, wohin die Vaihinger gute Beziehungen haben. Auch Bietigheim komme noch in Betracht, meint Gayer. Doch als die Flut der rund 250 Anmeldungen über ihn hereingebrochen ist, sei es für solche Absprachen zu spät gewesen.

Gerade auch in der Altersklasse U18 herrscht großer Andrang. Diese wurde vor einem Jahr erstmals ausgeschrieben. Bei den Mädchen fiel das Turnier damals mangels Beteiligung aus, dieses Mal sind acht Mädchen am Start. Die Zahl der Jungen ist mit 16 doppelt so hoch. „Es haben sogar noch mehr Interesse gezeigt, aber wir wollten Teilnehmerfelder von acht oder 16 Spielern haben.“ Damit lässt sich der Turnierplan am besten organisieren. „Es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir ein U18-Turnier anbieten. Bei den meisten Turnieren ist das nicht so, darum schauen manche Spieler in dieser Altersklasse bei Ausschreibungen schon gar nicht mehr so genau hin“, erklärt Gayer. Das sei einer der Gründe, warum die Resonanz bei der Premiere vor einem Jahr nicht so groß war.

Warum der Wettbewerb um den Vaihinger Löwen insgesamt so beliebt ist? Sebastian Gayer kann nur spekulieren. „Wir haben jahrelange Erfahrung, Wartezeiten gibt es bei uns kaum. Außerdem sind wir dafür bekannt, dass es relativ viele und schöne Preise für die Sieger gibt.“ Der Zeitplan sei eine Sache für sich. „Wie lange ein Spiel dauert, kann man beim Tennis nie planen.“ Doch im Lauf der Jahre bekomme man als Turnierleiter ein gutes Gefühl dafür, die Balance zwischen straffem Turnierplan und Vermeidung von Verzögerungen durch überlange Spiele zu finden. Eine Maßnahme hierfür sei, die Auslosung der Begegnungen erst unmittelbar zu Turnierbeginn vorzunehmen. Dann stehen auf dem Spielplan nur die tatsächlich stattfindenden Matches – und nicht Spielansetzungen, die man sich hätte sparen können, weil einer der beiden Spieler nicht angetreten ist. Die Regenschauer am Donnerstag verursachten übrigens nur eine fünf Minuten dauernde Unterbrechung, ansonsten wurde durchgespielt. Auch heute und morgen wird auf den Vaihinger Tennisplätzen ganztägig gespielt.




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