Gündelbach (ev). Nun ist es amtlich: Nächste Saison schickt der SC Hohenhaslach zwei Teams in der C-Klasse an den Start. Nach dem Abstieg der Ersten hatte es die Zweite im Relegationsspiel in der Hand, doch noch den Startplatz in der B-Liga zu holen. Doch Hohenhaslach II verlor mit 0:1 gegen Sternenfels.
100 Minuten hatte Dieter Kurz gekämpft. 100 Minuten hatte er mit seinem Stellungsspiel überzeugt, hatte Gegenspieler ausgespielt, teilweise gute Angriffe eingeleitet und einen großen Teil dazu beigetragen, dass es im Relegationsspiel zur Kreisliga B zwischen Sternenfels und Hohenhaslach II bis dahin 0:0 stand. Dann fiel das 1:0 für Sternenfels. Bei einem Eckball ging Kurz mit nach vorne. Den anschließenden Konter verwandelten die Sternenfelser zum 1:0-Siegtreffer. Sternenfels darf nun in der B-Klasse bleiben, die Hohenhaslacher müssen weiterhin in der C-Klasse ran und konnten ihrer Ersten, die direkt aus der B-Klasse abgestiegen ist, keinen Startplatz übers Hintertürchen verschaffen.
Das Spiel am Mittwoch war offen. Die Mannschaft aus dem Enzkreis wirkte nervös
und leistete sich einige Fehler. Später versuchte es der SVS mit hohen und langen Bällen, doch Dieter Kurz und seine Abwehr waren immer zur Stelle. Immer dann wenn die Sternenfelser das Tempo anzogen, schien es gefährlich zu werden, doch etliche Fehler machten die Angriffe zunichte. Dabei waren die Sternenfelser gerade im Tempospiel überlegen. Kein Wunder, standen bei den Kirbachtälern doch einige Oldies im Aufgebot. Dieter Kurz, der vergangenen Montag 56 Jahre alt wurde, war der Älteste. Heinz Feyrer mit 54 nicht viel jünger.
Insgesamt geizte die erste Halbzeit mit Höhepunkten. Zwei Chancen von Timo Will und Kurz waren die Höhepunkte. Außerdem hatte die SCH-Zweite Glück, als das Schiedsrichtergespann (Taki Stavridis, Daniel Leidig und Roman Sonnenberg) eine Abseitsstellung von Alexander Kopp richtig ahndeten und seinen Treffer nicht anerkannten. Mehr gab es in Hälfte eins nicht zu sehen.
Auch die zweite Halbzeit verwöhnte die Zuschauer nicht gerade mit spielerischen Glanzleistungen. Die Stimmung war dementsprechend genauso träge wie das Spiel. Nur zwischendurch kam so etwas wie Atmosphäre auf. Einzig eine Gruppe Kinder aus Sternenfels skandierte „SVS! SVS!“.
Laut wurde es in der 52. Minute. Simon Schäfer schoss. SCH-Torwart Bernd Berweiler lenkte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen zur Seite, allerdings genau vor die Füße von Alexander Kopp, der nun eine freie Schussbahn hatte, den Ball allerdings über den Kasten drosch. In der 59. Minute schoss der Hohenhaslacher Bogdan Pintur ein Tor – doch wieder entschied das Schiri-Gespann auf Abseits und wieder war die Entscheidung richtig.
In der 76. Minute wurde Sternenfels Christian Fetzer nicht angegriffen. Seinen 20-Meter-Schuss parierte Bernd Berweiler mit einer tollen Parade. Eine ähnliche Glanztat vollbrachte Maurice Berger in der Verlängerung, als er einen Schuss reflexartig abwehrte. Zwar gab es am Ende der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung teilweise gute Chancen, insgesamt war das, was die zwei Mannschaften zeigten, die fünf Euro Eintritt nicht wert. Stockfehler, hohe Bälle, mangelnde Kondition – gut ist anders. Die besten Chancen für Hohenhaslach II hatten Joachim Kieslinger und Bernd Brosi.
In der 100. Minute fiel der bereits geschilderten Treffer zum 1:0-Sieg durch Stefan Schäfer. „Wir haben trotzdem eine gute Partie gemacht“, sagte Heinz Feyrer nach der Partie. „Ich habe gedacht, wir packen es“, meinte der niedergeschlagene SCH-Vorsitzende Manfred Wirth. Er muss nun in der kommenden Saison beide Teams in der untersten Spielklasse melden. Wirth ist trotzdem zuversichtlich, dass der Verein nicht daran zerbricht. „Vermutlich bleiben alle Spieler und wir bekommen zwei neue“, verrät er. „Auch wenn die letzten zwei Jahre nicht erfolgreich waren, den SCH wird es weiterhin geben.“
SV Sternenfels: Berger – Schlotterbeck, Erhan Gümüs, Wagner, Fetzer, Orac, Tümoz, Nass, Christian (120. Votteler), Simon Schäfer (61. Stefan Schäfer), Kopp (86. Ziegler).
SC Hohenhaslach II: Berweiler – Schmid (63. Brosi), Schütz, Schinella, Kurz (105. Layher), Peer, Will, Feyrer, Pintur, Steffen Gögel, Wilkens (68. Kieslinger).
