Vaihingen (ev). Den Traum, aufzusteigen, oder die Hoffnung, die Klasse zu halten, mussten etliche Teams begraben. Einige Mannschaften, darunter Großglattbach, Sersheim und Hohenhaslach, bekommen nun eine zweite Chance, ihre Ziele doch noch zu verwirklichen – über den Umweg Relegation.
Relegation zur Bezirksliga. Die Fußball-Bezirksliga wird in der Saison 2009/2010 wieder eine vaihingen-freie Angelegenheit. Daran werden auch die Entscheidungsspiele nichts ändern. Der FV Roßwag lag in der Kreisliga A3 in der Hinrunde zwar gut im Rennen, in der zweiten Saisonhälfte lief allerdings nicht mehr sehr viel zusammen. Den zweiten Platz in der Kreisliga A3 schnappte sich der Phönix Lomersheim.
Phönix muss nach der Sommerpause vermutlich auf einige routinierte Leistungsträger verzichten. Was nächste Saison ist, will Phönix-Trainer Claus Piayda allerdings noch gar nicht wissen. Er freut sich auf die Entscheidungsspiele. „Ein Aufstieg über die Relegation ist der schönste“, meint er. Bevor sich der Club, der vor einem Jahr abgestiegen ist, allerdings wieder Bezirksligist nennen darf, müssen die Lomersheimer drei Spiele erfolgreich gestalten. Heute Abend geht es los.
Zunächst müssen die Zweiten der drei A-Ligen in zwei Runden das beste Team unter sich ermitteln. Der TSV Merklingen hat in der ersten Runde spielfrei. Das Freilos wechselt jährlich zwischen den drei A-Ligen. Im vergangenen Jahr traf es die A3-Mannschaft, nächste Saison wird es das A2-Team sein.
Lomersheim trifft heute Abend auf neutralem Boden im Sportpark Ellental in Bietigheim-Bissingen auf Benningen, den Zweiten der Kreisliga A1. Der Sieger der Partie spielt am 14. Juni gegen den Zweiten der A2, den TSV Merklingen.
Der beste der drei A-Ligisten tritt schließlich am 21. Juni im finalen Spiel um den Aufstieg gegen die SpVgg Besigheim an, die in der Bezirksliga Platz 14 belegte. Der Sieger des dritten Spiels darf dann in der nächsten Saison in der höchsten Klasse des Bezirks antreten.
Relegation zur Kreisliga A. Die Entscheidungsspiele zur Kreisliga A beginnen erst am 14. Juni. Der TSV Großglattbach trifft dann in Sersheim auf Hessigheim. Ein optimaler Austragungsort für die Sersheimer. Die müssen nämlich ebenfalls nachsitzen. Ob der VfR tatsächlich reif für die Kreisliga A3 ist, muss er im Relegationsspiel am 21. Juni gegen den Sieger der Partie Großglattbach/Hessigheim beweisen. Eine ausführliche Vorschau auf diese Spiele folgt.
Relegation zur Kreisliga B. Wer künftig in den B-Ligen des Bezirks Enz-Murr spielen wird, entscheidet sich bereits heute Abend. Da nämlich unter den sechs B-Ligen genau sechs C-Ligen angesiedelt sind, reicht pro Liga ein Entscheidungsspiel aus. Gespielt wird unter anderem in Horrheim. Dort spielen Freudental II und Bönnigheim II gegeneinander.
In Gündelbach treffen ab 18 Uhr der SV Sternenfels und der SC Hohenhaslach II aufeinander, der Zwölfte der Kreisliga B5 und der Zweite der Kreisliga C5. Hohenhaslachs Trainer Stefan Hellwig sieht dementsprechend die Sternenfelser im Vorteil. Die hätten einige gute Einzelspieler und hätten in den vergangenen Wochen gute Ergebnisse erzielt. Unter anderem hat der SVS den Tabellenzweiten der B5, den TSV Großglattbach, geschlagen. Daher spekuliert Hellwig eher damit, dass sein Team verliert.
Hellwig weiß, wovon er spricht. Hohenhaslach I und Sternenfels spielten nämlich schon während der Runde in der B5 gegeneinander. Die Bilanz der Aufeinandertreffen ist ausgeglichen. Einmal gewann der SVS mit 5:1, das andere Mal der SCH mit 5:0. „Wir kennen die Sternenfelser, aber die wissen nicht, wie unsere Zweite aufgestellt ist“, so Hellwig.
Laut ihm ist die SCH-Zweite eine erfahrene Truppe, die zusammenhält und eine gute Saison hinter sich hat. Die Mannschaft hat es nun in der Hand, für ihren Verein die Eisen aus dem Feuer zu holen. Die erste Mannschaft landete in der B5 auf einem Abstiegsplatz und muss den Gang in die C-Klasse antreten.
Verliert nun Hohenhaslach II gegen Sternenfels, spielen künftig beide Fußballteams aus dem Sachsenheimer Teilort in der C-Klasse. Gewinnt die SCH-Zweite aber, steigt die Mannschaft auf und kann den Startplatz an die Erste abgeben. Somit hätte Hohenhaslach das Hintertürchen für den Klassenerhalt genutzt.
