Donnerstag, 24. Mai 2012

FVR: Trainersuche auf der Zielgeraden




Der FV Roßwag (gestreifte Trikots) will in der kommenden Saison mit einem neuen Trainer den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen. Foto: Wirth
Der FV Roßwag (gestreifte Trikots) will in der kommenden Saison mit einem neuen Trainer den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen. Foto: Wirth

Roßwag (sv). Dass der FV Roßwag und Noch-Trainer Matthias Steinbach ab Sonntag getrennte Wege gehen, ist kein Geheimnis mehr. Wer nach dem Heimspiel gegen den VfL Gemmrigheim das Ruder bei den Lila-Weißen übernimmt, dürfte bald auch keines mehr sein.

Edgar Schmidt, Abteilungsleiter beim FV Roßwag, ist derzeit ein viel beschäftigter Mann. Seitdem der Verein aus dem Vaihinger Stadtteil am 11. Mai die Trennung von Trainer Matthias Steinbach nach nur einem Jahr bekannt gegeben hat, ist die Suche nach einem Übungsleiter für die neue Spielzeit voll im Gange. Jetzt neigt sich das Studieren von Bewerbungen dem Ende zu. Schmidt: „Noch sage ich keine Namen.“

Ein paar Informationen zum Thema Trainerwechsel hat sich der Roßwager Abteilungsleiter dennoch entlocken lassen. So habe er für gestern Abend zwei Gespräche mit potenziellen Steinbach-Nachfolgern anberaumt – eine vereinsinterne Lösung werde es wohl nicht geben. Außerdem ließ Schmidt durchblicken, dass wohl auch in der neuen Saison kein Spielertrainer beim FVR tätig sein wird, obwohl dies anfangs eine Option in Roßwag war. „Der eine will sich vom Kicken zurückziehen, aber vielleicht entscheidet er sich doch noch einmal anders“, beschreibt Schmidt einen der Kandidaten.

Was den neuen Coach der Roßwager erwartet, ist derweil schon offensichtlicher. Nach drei erfolglosen Versuchen soll in Roßwag in der Spielzeit 2009/10 endlich der lange ersehnte Aufstieg her. Schmidt weiß: „Die Mannschaft wird nicht auseinanderbrechen. Da können wir jetzt natürlich nicht sagen, kommende Saison nur um Platz sechs oder sieben spielen zu wollen.“

Bis Mitte der Saison sah es für die Steinbach-Elf in Sachen Meisterschaft sehr gut aus. Das Team überwinterte ungeschlagen auf Rang eins und meldete sich nach der Winterpause mit einem klaren 4:0-Auswärtserfolg beim designierten Absteiger Häfnerhaslach zurück. Eine Woche später begann für die Lila-Weißen mit der 0:2-Heimpleite gegen Löchgau II allerdings eine schwarze Serie.

Der neue Trainer muss in der kommenden Saison eine derartige Serie zu verhindern wissen. Vielleicht sollte er, so der Abteilungsleiter, mehr Dialoge mit dem Team führen und mehr auf die Charaktere der einzelnen Spieler eingehen. „Vom Sportlichen her muss sich nichts verändern“, lobt Schmidt den Noch-Trainer.
Am Sonntag wird dieser zum letzten Mal bei einer Pflichtpartie auf der Bank sitzen. Im Spiel gegen den VfL Gemmrigheim will Roßwag Platz drei unter Dach und Fach bringen. Schmidt: „Wir wollen ein gutes Spiel zeigen und die Saison mit einem Sieg beenden.“

Während es in Roßwag aufgrund von ausstehenden Personalentscheidungen spannend bleibt, sorgt der Kampf gegen den Abstieg für Spannung bei den anderen Teams der Staffel. Sollte es – wie ursprünglich vorgesehen – drei Direktabsteiger und einen Platz in der Abstiegsrelegation geben, bleibt Schlusslicht TSV Häfnerhaslach mit einer Tordifferenz von -38 und 23 Zählern nur noch eine sehr theoretische Chance auf den Relegationsplatz zwölf. Nur bei einem unwahrscheinlichen Kantersieg beim Tabellenvierten FV Löchgau II dürften die Häfnerhaslacher hoffen.

Auf dem zwölften Rang logiert gerade der VfR Sersheim (Tordifferenz: -27 / 26 Punkte), gefolgt vom FV Kirchheim (-27 / 25 Punkte) und dem TSV Kleinsachsenheim (-18 / 24 Punkte). Am sicheren Ufer, dem Rang elf, findet sich der TSV Bönnigheim mit 29 Punkten und einer Tordifferenz von -19 wieder. „Da steht man dann mit dem Rechenschieber auf dem Sportplatz“, sagt Schmidt mit einem Schmunzeln. Sersheim habe es mehr oder weniger selbst in der Hand, den Relegationsplatz zu festigen. Ein VfR-Sieg in Nussdorf würde alle Rechenspiele erübrigen. Kirchheim muss derweil bei 08 Bissingen II antreten und Bönnigheim empfängt Kleinsachsenheim.

Einen heißen Kampf, den niemand auf die leichte Schulter nehmen wird, prognostiziert der Roßwager Abteilungsleiter für das Spiel Gündelbach gegen Phönix Lomersheim. Für die Gäste aus dem Enzkreis ist das Spiel die Generalprobe vor der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga. Sicher in die Bezirksliga aufsteigen wird Hellas Bietigheim, unabhängig davon, wie das Heimspiel gegen Wiernsheim endet. Der SV Illingen hat am Sonntag spielfrei.
Auf allen Sportplätzen wird um 15 Uhr zum letzten Mal in dieser Saison angepfiffen.




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