Gündelbach (ev/sv) – Zwei interessante Halbfinale gab’s gestern beim 34. Stadtpokal in Gündelbach. Zwar gehören Derbys zum Stadtpokal, doch die Partien Horrheim gegen Gündelbach und Vaihingen gegen Roßwag hatten eine zusätzliche Brisanz.
SV Horrheim – FC Gündelbach 0:2 (0:1):
Im ersten Halbfinale wurde den Zuschauern auf dem Gündelbacher Sportplatz mit der Begegnung Horrheim gegen Gündelbach ein echter Klassiker mit Beteiligung des Gastgebers geliefert. Das Mettertalderby, das früher als berühmt-berüchtigtes Spiel galt, fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Eines war bereits vor dem Anpfiff sicher: Es würde das letzte Derby der beiden Mannschaften für eine Weile sein, da Horrheim zwar in die Kreisliga B aufgestiegen ist, Gündelbach sich aus dieser aber am Saisonende in Richtung Kreisliga A verabschiedet hat und somit ein erneutes Zusammentreffen frühestens beim nächsten Stadtpokal möglich ist. Das erste Tor der Partie fiel schon nach vier Zeigerumdrehungen für den SVH. Dennoch blieb es beim Spielstand von 0:0 – Schiedsrichter Patrick Walz hatte nach Absprache mit seinem Assistenten Rini Iljazi auf Abseits entschieden. Sechs Minuten später war der Ball erneut in den Maschen – diesmal musste aber Horrheims Torwart Kevin Rainer nach einem Kopfball von Andreas Bahmer hinter sich greifen. Bahmer hatte eine Flanke von Othmar Zorn verwertet und Gündelbach im Derby früh in Führung gebracht. Daraufhin verflachte das Spiel zunehmend und Strafraumszenen wurden Mangelware. Erst Christian Asprion vom SVH brach mit einem gefährlichen Torschuss in Minute 23 den Bann. Benjamin Hirschle, Schlussmann der Gündelbacher, verhinderte aber Schlimmeres. Acht Minuten nach dem Seitenwechsel fand der Ball nach einem Freistoß von FCG-Akteur Reiner Kussmaul den Weg ins Tor. Doch erneut zählte der Treffer wieder nicht.
Nachdem Gündelbachs Philipp Aisenbrey nach 37 Minuten noch die Latte getroffen hatte, war es drei Zeigerumdrehungen später FCG-Stürmer Sven Maier, der einen Fehler von Horrheims Schlussmann Rainer zum 2:0 nutzte. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als hätte Bahmer den Ball nach Maiers Pass ins Zentrum ins Tor befördert. Bahmer berührte den Ball aber erst, nachdem er die Torlinie bereits überschritten hatte. Von Gündelbachs Spielleiter Volker Walz gab es dafür ein „Daumen hoch“ und für den FCG die Gewissheit, den Finaleinzug zum ersten Mal seit 2004 geschafft zu haben.
VfB Vaihingen – FV Roßwag 2:0 (1:0)
Es war so wie die ganze Saison in der A3. Der FV Roßwag kämpft und scheitert und am Ende gewinnt der VfB Vaihingen. So war es auch beim zweiten Halbfinale des Vaihinger Stadtpokals. In der ersten Hälfte merkte man dem VfB an, dass er frischer war. Für die Vaihinger war das Halbfinale das erste Spiel am Sonntag. Die Roßwager hatten bereits ein Punktspiel hinter sich gebracht.
Die Partie war auf jeden Fall schneller als die bisherigen Spiele. Belohnt wurde das mit einer tollen Zuschauerkulisse. Während der Meister der Kreisliga A3 versuchte mit Pässen durch die Abwehrschnittstelle zum Torerfolg zu kommen, verlagerte sich Roßwag aufs Kontern. Am Anfang fehlte aber beiden Mannschaften die Durchschlagskraft vor dem Tor. Trotzdem war es ein gutes Spiel, mit vielen schnellen Angriffen.
Doch kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurde Vaihingen stärker und ging durch ein Tor von Flamur Gjinovci verdient mit 1:0 in Führung. FVR-Torhüter Salvatore Rivarolo hatte keine Chance beim Schuss des VfB-Akteurs.
Nach dem Seitenwechsel ging es weiter munter hin und her. Roßwag war immer näher am 1:1 dran. Michel Kowalski scheiterte in der 44. Minute an Torhüter Christian Richter, der eine Glanzparade zeigte. Nur zwei Minuten später war es wieder Kowalski, der im Strafraum von Sturmpartner Manuel Gayer angespielt wurde, aber freistehend den Ball neben dem Torpfosten ins Aus köpfte. Der Ausgleich wäre nun verdient gewesen. Roßwag kämpfte, warf noch einmal alles nach vorne und fing sich einen Konter ein. 2:0 durch Giusepe Carta.
Somit wird der VfB Vaihingen heute Abend im Finale auf den FC Gündelbach treffen. Der SV Horrheim und der FV Roßwag kämpfen dagegen nur noch um Platz drei. Das kleine Finale beginnt um 18 Uhr, das Endspiel um 19 Uhr.

