Donnerstag, 24. Mai 2012

Letzte Chance für den SC Hohenhaslach


Der SC Hohenhaslach muss in der Relegation gegen Hellas Bietigheim ran.
Für den SC Hohenhaslach (weiße Trikots) geht es morgen um alles oder nichts. Foto: js

Hohenhaslach (ev) – In der ersten Runde der Relegation zur Fußball-Kreisliga A hat Hellas Bietigheim den SV Iptingen ausgeschaltet. Jetzt trifft Hellas auf den SC Hohenhaslach. Die Elf von Dieter Kurz kämpft jedoch noch gegen einige Brandherde. Hier das wichtigste über die SCH-Baustellen und die Relegationspartie.

Die Saison
Die Saison in der Kreisliga A3 hätte für den SC Hohenhaslach fast nicht schlechter laufen können. Die Truppe wurde Drittletzter und kämpft nun in der Verlängerung um den Klassenerhalt. Der SCH hat von 26 Spielen acht gewonnen und zwölf verloren, sechs Mal gab’s ein Unentschieden – macht insgesamt 30 Punkte. Zwar haben Häfnerhaslach und Gemmrigheim ebenso wenig Punkte, doch mit 58 Gegentreffern und nur 46 selbst erzielten Toren traf es die Hohenhaslacher aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Trotzdem glaubt SCH-Trainer Dieter Kurz, dass seine Mannschaft im Aufwind ist. „Unsere letzten vier Spiele haben wir nicht verloren“, unterstreicht Kurz seine Aussage. Stimmt. Zwei Mal gab’s einen Sieg, zwei Mal ein Unentschieden.

Die Generalprobe
Die Generalprobe des SC Hohenhaslach ging kräftig in die Hose. Um im Rhythmus zu bleiben, gab’s in dieser Woche drei Trainingseinheiten und am vergangenen Samstag ein Spiel – eine Woche wie immer. Doch die Testpartie gegen Großsachsenheim verlor der SC Hohenhaslach mit 1:4. „Viele Spieler haben gefehlt. Torwart Philipp Kummer spielte im Sturm und der Libero kam aus der Reserve“, versucht Kurz das schlechte Abschneiden zu erklären. Zudem wäre auch ein A-Jugendlicher zum Einsatz gekommen, aber der hätte in der Halbzeit mit Kreislaufproblemen raus müssen und die Hohenhaslacher hätten zu zehnt weiterspielen müssen. „Deshalb beeinträchtigt dieses Spiel unsere Stimmung nicht“, so Kurz. Außerdem spricht auch die Weisheit von der vermasselten Generalprobe und dem später gelungenen Auftritt für die Kurz-Truppe.

Der Sturm

Die Hohenhaslacher haben nur 46 Tore in der Saison erzielt, weniger haben nur die beiden Absteiger (Großglattbach sowie Sönmez Bietigheim) und der TSV Häfnerhaslach geschossen. Die Chancen sind laut Dieter Kurz da, doch oft werden sie fahrlässig vergeben. So sei es auch vergangenen Samstag gegen Großsachsenheim gewesen, was den Trainer einige Nerven gekostet hat. Und nun steht auch noch hinter dem Einsatz von Spielführer Stefan Hellwig ein dickes Fragezeichen. Er ist normalerweise für die wichtigen Tore bei SCH zuständig, aber er hat sich das Knie im Testspiel verdreht. Etwas Schlimmes haben die Ärzte zwar nicht feststellen können, aber er kann das Knie nicht richtig beugen. „Ich hoffe, dass er fit ist. Er will unbedingt spielen“, so Kurz.

Der Gegner
Obwohl nicht alle Vorzeichen für die Hohenhaslacher sprechen, ist Kurz zuversichtlich, aber „es wird schwer werden“. Der SCH-Trainer weiß, von was er spricht. Er hat die Partie Hellas gegen Iptingen gesehen. „Die Bietigheimer sind im Sturm sehr stark und technisch haben die Spieler auch etwas drauf“, erzählt er. Doch die Abwehr sei nicht die standfesteste und in der ersten Relegationpartie habe man den Eindruck bekommen können, dass die Hellas-Akteure Konditionsprobleme haben. „Es ist doch nicht normal, wenn Spieler in der 70. Spielminute Krämpfe bekommen.“ Dementsprechend hat Dieter Kurz seine Taktik ausgerichtet. „Wir müssen versuchen, in den ersten 20 Minuten keinen Gegentreffer zu bekommen.“ In dieser Zeit habe Hellas gegen Iptingen Dampf gemacht. Bestimmte Bietigheimer Spieler sollen dafür in Manndeckung genommen werden – von Marino Majer und Andreas Zorn. „Und dann müssen wir natürlich selbst was tun, denn Hellas will unbedingt hoch“, sagt Kurz und zählt auf, wen der Verein schon für die kommende Saison verpflichtet hat.
 Dass die Neuzugänge in der Kreisliga A antreten, will Kurz verhindern, aber immerhin hat der Hohenhaslacher Übungsleiter den Gegner bekommen, den er sich gewünscht hat: „Ich glaube, dass die Iptinger kantiger sind und dadurch unbequemer zu spielen. Für uns ist Hellas das bessere Los.“

Die Relegation
 Das Spiel Hellas Bietigheim gegen den SC Hohenhaslach findet am Samstag (14. Juni) um 15.30 Uhr statt. „Ich finde es gut, dass es eine Relegation gibt“, sagt Kurz. So habe seine Mannschaft jetzt noch einmal die Chance, den Abstieg abzuwenden. „Als ich vor Jahren schon einmal Hohenhaslach trainiert habe, gab es die Entscheidungsspiele noch nicht. Damals wurden wir Zweiter und mussten trotzdem in der Liga bleiben“, erzählt Kurz.
Die Partie wird auf neutralem Boden in Bönnigheim ausgetragen. „Ein Vorteil für uns“, sagt der SCH-Trainer. Denn das letzte Punktspiel vor zwei Wochen habe seine Mannschaft eben auf diesem Rasen absolviert und mit 3:1 gewonnen.


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