Die letzten Entscheidungen stehen bevor
Vaihingen (ev) – Das Bangen und Zittern geht weiter, auch wenn der Fußball seit gestern offiziell in der Sommerpause ist. Einigen Mannschaften steht nämlich noch die Relegation bevor. Dort müssen die Teams zeigen, dass sie entweder gut genug für die momentane Klasse oder reif für eine höhere Liga sind.
Relegation zur Bezirksliga: Dieses Jahr finden die Entscheidungsspiele zur Bezirksliga ohne Beteiligung aus dem Raum Vaihingen statt, denn in der Kreisliga A3 belegte der FV Löchgau II den begehrten Platz. Der FV Roßwag und der VfR Sersheim waren zwar lange im Rennen mit dabei, sind aber am Schluss gescheitert. Im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren ist der Weg in die Bezirksliga für die FVL-Zweite allerdings nicht ganz so beschwerlich. Der Grund: Von den Zweitplatzierten der Kreisliga A1, A2 und A3 darf am Ende nur einer übrig bleiben. Deshalb treffen morgen um 18 Uhr zunächst Merklingen (A2) und Oberstenfeld (A1) in Sersheim aufeinander. Der Sieger muss am 8. Juni in Freiberg gegen LöchgauII antreten. Die FVL-Zweite pausiert in der ersten Runde. Das Freilos wechselt jährlich zwischen den drei A-Ligen. In den nächsten beiden Jahren muss der Zweite der A3, wenn er in die Bezirksliga will, also wieder drei Spiele bestreiten.
Der Beste der drei A-Ligisten spielt am 15. Juni gegen den TSV Schwieberdingen II, den ersten Nichtabsteiger der Bezirksliga. Der Sieger dieser Partie darf dann nächste Saison in der höchsten Liga im Bezirk, der Bezirksliga, ran.
Relegation zur Kreisliga A: Die Entscheidungsspiele zur Kreisliga A beginnen erst am Samstag (8. Juni). Dann trifft um 15 Uhr der SV Iptingen auf Hellas Bietigheim. Das Spiel findet in Gündelbach statt. Eine ausführliche Vorschau folgt.
Relegation zur Kreisliga B: Die Entscheidungsspiele zur Kreisliga B stehen bereits morgen Abend auf dem Terminplan. Gleich sechs Spiele entscheiden dann über Auf- und Abstieg – falls nötig mit Verlängerung und Elfmeterschießen.
Mit von der Partie ist der TSV Hochdorf. Die Elf von Trainer Jürgen Heidt trifft um 18 Uhr auf Gehenbühl II, den ersten Nichtabsteiger der Kreisliga B3. Das Spiel findet in Münchingen statt. Schlaflose Nächte hatte Heidt bisher noch nicht. Im Gegenteil. Er wirkt ziemlich optimistisch und das, obwohl er über Gehenbühl II nicht sehr viel weiß. „Die haben ihre letzten Spiele souverän gewonnen“, so der Hochdorfer Übungsleiter. Allerdings sei beim ersten Nichtabsteiger der Kreisliga B3 die Saison nicht so positiv verlaufen wie bei seiner Elf, die nur drei Spiele verloren hat. Erst am Sonntag gab’s jedoch eine 3:4-Niederlage gegen Kornwestheim II. „Das Spiel fand auf dem Kunstrasen statt und da ja schon fast alles klar war, war die Einstellung auch nicht so besonders“, sucht Heidt Entschuldigungen. Die Einstellung, da ist sich der Trainer sicher, wird beim Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Gehenbühl II aber auf jeden Fall stimmen. Die Chancen des TSV stünden 50:50, „aber wir gehen mit einem positiven Gefühl in das Spiel“, betont er. Das merkt man schon daran, dass seine Mannschaft – abgesehen von Martin Seidel, der einen Außenbandanriss hat – vollzählig antreten wird. Alle Hebel wurden und werden in Bewegung gesetzt, damit die Mannschaft am Mittwochabend pünktlich auf dem Sportgelände steht. „Manche haben Urlaub genommen, andere ihre Schicht getauscht“, erzählt Heidt. Er selbst ist bis 16 Uhr bei einer Schulung in Heilbronn. „Irgendwie werde ich das aber hinbekommen, dass ich pünktlich am Treffpunkt erscheine.“
Während der TSV Hochdorf schon seit einigen Tagen damit rechnen konnte, die Entscheidungsspiele bestreiten zu dürfen, fiel beim FV Roßwag die Entscheidung eher spontan. „Wir haben uns vor einer Woche entschieden, dass wir die Relegation bestreiten“, erklärt Abteilungsleiter Florian Kost. Da hat die Roßwager Zweite gegen Vaihingen II 2:2 gespielt „und wir haben gesehen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat“, so Kost. Außerdem wäre als Zweiter der C6 eigentlich der SC Hohenhaslach II für die Relegation berechtigt gewesen, weil der SCH aber aus personellen Gründen verzichtet, rückt Roßwag II. Die Truppe habe sich die Teilnahme an der Relegation verdient. Weil die Entscheidung allerdings so kurzfristig fiel, konnte sich der FVR nicht vorbereiten. Spieler der ersten Auswahl hätte Kost zwar sowieso nicht spielen lassen (Kost: „Es sollen die antreten, die die ganze Saison gespielt haben“), doch der Torhüter der Zweiten, Sebastian Wachter, darf trotzdem nicht ran. Er hat die ganze Saison über für die Zweite im Kasten gestanden, aber weil er Salvatore Rivarolo, den Torhüter der FVR-Ersten, im Spiel gegen den Löchgau II vertreten hat, ist er nun von der Relegation ausgeschlossen.
Und was verspricht sich der FVR von der B-Liga, falls es klappen sollte? „Sicherlich wird es die Mannschaft schwer haben, aber die Spieler können sich dort auf jeden Fall weiterentwickeln“, meint der Abteilungsleiter.
Kost sieht seine Mannschaft gegen den VfL Gemmrigheim II übrigens ein klein wenig im Vorteil. „Wir sind relegationserprobt.“ Stimmt. Am 9. Juni 2004 stieg Roßwag durch die Entscheidungsspiele von der B5 in die A3 auf und in der vergangenen Saison scheiterte die Erste nur knapp an der Relegation zur Bezirksliga. Und noch etwas spricht für Roßwag II. Das Spiel findet morgen (18 Uhr) in Großglattbach statt, an der Stelle also, an der 2004 der Erfolg perfekt gemacht worden ist.
In der Kreisliga C5 ist Germania Bietigheim II Zweiter geworden und spielt nun gegen den SV Sternenfels (B5). Der TSV Aurich ist nur knapp an der Teilnahme an den Aufstiegsspielen gescheitert.
