Gündelbach (ev) – Zum Abschied aus der Fußball-Kreisliga B5 schoss der FC Gündelbach gegen den TSV Ensingen noch einmal drei Tore. Somit erzielte die FCG-Elf 119 Tore in 26 Punktspielen.
Laut FCG-Trainer Markus Posch war bei seiner Mannschaft gestern noch nicht die Luft draußen. Auch Achim Lehmann, Trainer des TSV Ensingen, interessierte sich brennend für den Zwischenstand vom TSV Kleinglattbach. „Mental wäre es schon wichtig für uns, den siebten Platz zu halten“, meinte er. Auch wenn die Trainer motiviert waren, dem Spiel ihrer Mannschaften merkte man dies in den ersten Minuten nicht an, auch wenn beide Übungsleiter auf dem Rasen mitwirkten. Der Beginn der Partie war verhalten, Mittelfeldgeplänkel war alles, was die Zuschauer zu sehen bekamen.
Eine Chance auf jeder Seite – das war die Bilanz der ersten zehn Minuten. Dann erhöhte Gündelbach den Druck und prompt – man hatte es in diesem Moment gar nicht erwartet – schoss Michael Schmid das 1:0 für die Gastgeber – und es waren erst elf Minuten gespielt.
Das Hinspiel verlor Ensingen mit 1:5, viele andere Mannschaften der Liga kassierten gegen den Meister der B5 noch viel mehr Tore. Nur nicht abgeschossen werden vom besten Sturm der Liga, war deshalb eine Vorgabe der Ensinger. Bis zur 36. Minute blieb es auch beim 1:0, die Gündelbacher motzten sich gegenseitig an oder wie es Posch ausdrückt: „Wir diskutieren gerne.“ Und nur gelegentlich gab es Chancen. Dann aber erhöhte Michael Schmid auf 2:0. Nach einer Flanke bugsierte er den Ball zwei Meter vor dem Tor über die Linie.
Für das 3:0 war der Goalgetter des FC Gündelbach verantwortlich. Nach einem Zuspiel von Reiner Kussmaul schoss Andreas Bahmer das Tor. Der Rest der Gündelbacher Mannschaft war zu diesem Moment noch damit beschäftig, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, weil während der Vorwärtsbewegung ein Spieler von einem Ensinger unfair zu Fall gebracht worden war. Bahmer und Kussmaul ließen sich davon nicht beirren – 3:0.
Schiedsrichter ließ Mannschaften warten
Lob heimste sich Schiedsrichter Heinz Schuischel aus Bad Wimpfen auch in der zweiten Halbzeit nicht ein. Angefangen hatten die Unstimmigkeiten zwischen ihm und den Mannschaften schon bei der Passkontrolle. Anschließend ließ er die Teams, die schon für das Anspiel bereit standen, warten und dann waren sowohl Ensinger als auch Gündelbacher sowie neutrale Beobachter nicht mit all seinen Entscheidungen konform.
Nach der Halbzeit wollte der FCG eigentlich noch das eine oder andere Tor drauf legen, die Mannschaft fing auch gut an, dann landete der Ball im Netz. Doch anstatt Anstoß gab es Abstoß. Schuischel hatte eine Abseitsstellung gesehen. Es blieb beim 3:0. Zuvor hatte Torhüter Marvin Seizinger seine Elf schon mit einer tollen Parade vor einem noch höheren Rückstand bewahrt.
Die Heimelf war nun klar dominierend, vom Hocker hat das Spiel aber niemanden gerissen. Etliche Wechsel – zum Beispiel kam Benjamin Hirschle für Torhüter Thorsten Krumm – trugen zudem dazu bei, das dass Spiel verflachte. Chancen hatte in Hälfte zwei eigentlich nur noch der FC Gündelbach.
Kurz vor Spielende stand plötzlich nicht mehr der Fußball im Vordergrund. Am Spielfeldrand und auf dem Rasen selbst konnten einige Fans und Akteure nur mit Mühe zurückgehalten werden, nicht auf die gegnerische Partei loszugehen.
Kurz danach war dann aber auch Schluss. Es blieb beim 3:0. Achim Lehmann konnte mit dem Ergebnis leben. „Heute sind doch wieder einige ausgefallen, andere haben sich angeschlagen durch das Spiel gequält“, resümierte er. Am Ende hat es mit Platz sieben nicht geklappt. Ensingen wurde Achter. Lehmann geht nun erst einmal in den Urlaub, wie auch Posch und einige andere Akteure. „Wir machen eine EM-Tour durch die Schweiz und Österreich“, so der Trainer. Mit dabei Akteure aus Ensingen und Gündelbach. Und am 20. Juni beginnt der Vaihinger Stadtpokal: „Da wollen wir noch einmal angreifen. Immerhin sind wir der Ausrichter“, gibt Posch schon mal die Zielsetzung bekannt.
FC Gündelbach: Krumm (70. Hirschle) – Oberrauch (80. Gobbo), Carsten Posch, Autenrieth (61. Wild), Kussmaul, Markus Posch, Zorn, Bahmer, Schmid, Aisenbrey, Rohloff. TSV Ensingen: Seizinger – Kauf, Geinitz, Kullmann, Lehmann (70. Wasserbäch), Eiberger, Phil Lambert, Michael Schmid, Mahir Yildiz (73. Güney Yildiz), Elezaj, Staiger.
