Ein Punkt fehlt dem TVV zum Klassenerhalt in der Oberliga
Vaihingen (rkü). Dramatischer hätte es kaum sein können. Die erste Mannschaft des TV Vaihingen wusste, dass sie gerettet war, wenn sie im gestrigen Heimspiel gegen den TV Reutlingen II zwei Spiele gewann. Doch nur Marc-Daniel Frey war erfolgreich. Vaihingen steigt in die Verbandsliga ab, Reutlingen II ist Meister.
„Es war unser stärkster Gegner in dieser Saison“, analysierte TVV-Trainer Sascha Wennagel unmittelbar nach der Niederlage. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob seine Mannschaft wirklich absteigen muss. „Göppingen liegt nach den Einzeln zwar 2:4 gegen Weiß-Rot Stuttgart hinten, aber sie könnten es in den Doppeln noch schaffen“, erklärte Wennagel. Hätte Stuttgart verloren, wäre der TV Vaihingen trotz seiner deutlichen Niederlage gerettet gewesen. Doch die Mannschaft aus der Landeshauptstadt gewann ihre Partie gegen den Tabellenletzten Göppingen mit 6:3 und schob sich damit in der Abschlusstabelle gerade noch am TV Vaihingen vorbei.
Die Vaihinger sind Vorletzter und müssen nach fünf Jahren in der Oberliga den Gang in die Verbandsliga antreten. Kurios: Drei Mannschaften haben 2:4 Punkte, über den Abstieg entscheiden mussten die Matches. Hier hat Vaihingen nur 21:33 auf dem Konto. Weiß-Rot Stuttgart verbesserte sich durch den Sieg in Göppingen auf 24:30 Matches und der TC BW Rottweil, der gestern spielfrei hatte, kann immerhin 22:32 Matches vorweisen.
Eine Überraschung war die gestrige Niederlage des TVV nicht. Dennoch blieb es bis zum Schluss äußerst spannend. In den Doppeln gelang es den Vaihingern nicht, zu punkten. Doch zweimal waren sie ganz dicht dran, die Entscheidung fiel erst im Match-Tiebreak – aber jeweils zugunsten der Gäste. Sebastian Gayer und Sascha Wennagel als Spitzendoppel des TVV spielten zuletzt. Sie hatten den ersten Satz mit 7:5 gewonnen, den zweiten dann mit 4:6 verloren. Im Match-Tiebreak mussten sie sich ihren Gegnern Oleksandr Nedovyesov und Sebastian Fitz mit 3:10 geschlagen geben. Damit hatte der TVV es verpasst, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.
Auch das Doppel Christoph Gayer/Marc-Daniel Frey gegen Andreas Stephan/Michael Krug war eine ganz enge Kiste. Die Vaihinger gewannen den ersten Satz mit 7:5 und verloren den zweiten mit 2:6. Im Match-Tiebreak fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung mit 11:9 für die Gäste aus Reutlingen. Patrick König und Dominik Knapper verloren ihr Doppel gegen Yannick Zürn und Marc-Alexander Kepler mit 3:6 und 2:6.
In den Einzeln hatte der TV Vaihingen nicht viel zu bestellen. Das war schon vor dem gestrigen Spieltag klar gewesen. Zudem stand die Vaihinger Nummer eins, der Spanier Manuel Sala, gestern nicht zur Verfügung. Sebastian Gayer rückte auf und verlor gegen den Reutlinger Spitzenmann Nedovyesov mit 1:6 und 2:6. Christoph Gayer an Nummer zwei musste gegen Fitz mit 2:6 und 2:6 die Segel streichen. Mit 2:6 und 3:6 unterlag König gestern gegen Zürn. Auch der Vaihinger Trainer konnte nicht punkten, er verlor sein Spiel gegen Kepler mit 1:6 und 2:6. An Nummer fünf zog Knapper gegen Mark Linsenbolz mit 3:6 und 3:6 den Kürzeren.
Den einzigen Sieg für den TV Vaihingen holte in der gestrigen Begegnung Marc-Daniel Frey. An Position sechs gewann er mit 6:3 und 6:3 gegen Krug. „Dass wir nach den Einzeln mit 1:5 hinten liegen würden, hatten wir genau so erwartet“, sagte Wennagel am Abend. „Aber gehofft hatten wir natürlich darauf, dass wir schon hier den zweiten Punkt holen, den wir zum Klassenerhalt gebraucht hätten.“ In den Doppeln war der TVV zweimal ganz nah dran, am Ende hat es aber nicht gereicht.
