Erstmals im Finale eines Challenger-Turniers
14/07 2010
Erstmals im Finale eines Challenger-Turniers
Enzweihingen (nac). Den Thron hat Cedrik-Marcel Stebe knapp verpasst. Aber der Enzweihinger hat einen weiteren großen Schritt in Richtung Tennis-Olymp gemacht. Beim mit 35 000 Dollar dotierten ATP-Challenger-Turnier in Oberstaufen hat Stebe als Qualifikant mehrere Spieler aus den Top 200 der Weltrangliste geschlagen und im Halbfinale auch den an Nummer eins gesetzten Favoriten Simon Greul aus Kornwestheim (ATP-Platz 73) mit 7:5 und 7:6 aus dem Turnier geworfen. Doch im Finale musste sich der 19 Jahre alte Enzweihinger dem Österreicher Martin Fischer mit 3:6 und 4:6 geschlagen geben. „Das ist wie im Traum hier. Vor Oberstaufen war für mich immer in der zweiten Runde Schluss. Der Sieg über Simon Greul ist der Wahnsinn. Ich habe bisher noch nie einen Top-100-Spieler geschlagen“, war Stebe überglücklich. Es war der größte Erfolg in seiner bisherigen Tennislaufbahn. Bisher war der Enzweihinger vor allem bei Future-Turnieren erfolgreich. Zuletzt gewann er das Future im italienischen Padua.
Im Finale begannen beide Kontrahenten nervös. Die Folge: Ein Break jagte das andere. Doch dann fand Fischer besser ins Spiel, fand mehr Konstanz in seinen Aufschlägen. Stebe haderte dagegen weiterhin mit seinem Service. „Ich habe heute ohne ersten Aufschlag gespielt. Wenn der nicht kommt, kannst du kein Finale gewinnen“, zeigte sich der 19-Jährige selbstkritisch.
Dennoch macht Stebe in der ATP-Weltrangliste einen enormen Sprung nach vorne. Durch die Finalteilnahme in Oberstaufen verbessert sich Stebe, derzeit die Nummer 448 in der Welt um gut 130 Plätze.
Stebe hatte sich gegen den Tschechen Lukas Rosol mit 7:5 und 7:5 und gegen den Spanier Pablo Andujar mit 7:5, 3:6 und 6:3 durchgesetzt, bevor er im Viertelfinale den Chilenen Hans Podlipnik-Castillo mit 6:3 und 6:2 die Grenzen aufzeigte. In der Qualifikation gab Andre Wiesler (Wolfsberg) nach umkämpften erstem Satz (7:6) beim Stand von 2:0 für Stebe auf. In der zweiten Runde besiegte Stebe den Österreicher Max Raditschnigg mit 6:2 und 6:4.
