Nach Abstieg ist Klassenerhalt das Ziel
Vaihingen (rkü). Martin Käpplinger ist Ende März als Trainer des Bezirksliga-Schlusslichts VfB Vaihingen eingestiegen. Seit damals habe die Mannschaft einen guten Schritt nach vorne gemacht, sagt er. Dennoch gibt Käpplinger als Saisonziel nur den Klassenerhalt in der Kreisliga A3 vor.
„In der A3 sind starke Teams. Für uns wird es schwer und holprig werden“, schätzt Martin Käpplinger. Der Fußballtrainer des VfB Vaihingen will nach dem Abstieg aus der Bezirksliga weder sich noch die Spieler unnötig unter Druck setzen. „Wir wollen eine gute Basis für die kommenden Jahre aufbauen. Darum ist unser Ziel erst einmal nur, die Klasse zu halten.“
Viermal pro Woche wird trainiert, Beginn der Saisonvorbereitung war am 20. Juli. „Die Trainingsbeteiligung ist gut“, sagt Käpplinger. „Viel besser als damals, als ich die Mannschaft übernommen habe.“ Er legt Wert darauf, dass sein Team nicht nur die Defizite in den Bereichen Kondition und Technik aufholt. Um für die Aufgaben in der kommenden Saison fit zu sein, gehöre mehr dazu. „Wir pflegen die Kameradschaft auch außerhalb vom Fußballfeld. Beim Bowling, beim Minigolf, beim Beach-Soccer und beim bunten Abend, den wir am 8. August gemeinsam mit unseren Familien verbringen.“ Der Erfolg zeige sich schon jetzt, obwohl die Vorbereitung gerade erst begonnen hat. „Sie stehen wieder mit Freude und Spaß auf dem Platz, die Mannschaft wächst zusammen.“
Was die Namen ehemaliger und künftiger Spieler angeht, hat der VfB Vaihingen eine relativ große Fluktuation zu verzeichnen. Den Verein verließen in der Amtszeit von Martin Käpplinger Bruno Blimundo (nach Kleinglattbach), Stefan Hellwig (nach Hohenhaslach), Oliver Lindauer (nach Illingen) sowie Flamur Gjinovci, Denis Klaric, Marc Laub und Oliver Stein. Neu hinzugekommen sind bislang Stefan Bachmann und Michael Nimführ aus der Verbandsliga-A-Jugend der TSF Ditzingen, Tobias Kellner (A-Jugend FV Löchgau), Mauro Di Clemente (Münchingen), Martin Arndt (07 Ludwigsburg II) sowie Juri Zorell, Antonio Maggio, Marco Wolf, Rosario Linoria, Petrit Elezay und mehrere Spieler aus der eigenen A-Jugend. Unterm Strich sieht Käpplinger seine Mannschaft gestärkt aus der Wechselphase hervorgehen.
Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des VfB und das Umfeld im Verein gefällt dem Trainer. „Es ist sehr angenehm, hier zu arbeiten. Die Vereinsleitung steht hinter dem, was ich hier tu und gibt keine Probleme, wenn ich neue Ideen reinbringe.“
Neu im Trainerstab für die Aktiven ist Patrizio Corraglia, der Trainer der A-Junioren. Einerseits wird er die zweite Mannschaft als Betreuer begleiten. Andererseits soll er die Schnittstelle zwischen Aktiven und Jugendlichen bilden. Käpplinger will an jedem Spieltag zwei bis drei Jugendspieler bei den Aktiven einsetzen. Samstag ist Spieltag der A-Junioren. „Da können sie sich noch einmal empfehlen. Patrizio Corraglia wählt dann aus, wer am Sonntag mitspielt.“ Durch diese Maßnahmen sollen junge Spieler schon früh in die beiden aktiven Mannschaften mit eingebunden werden – ganz im Sinn des Vorhabens, den Fußball im VfB Vaihingen langfristig voran zu bringen.
Für die kommende Saison, die am 23. September mit dem Heimspiel gegen SpVgg Bissingen beginnt, sieht Käpplinger den FC Gündelbach und den FV Roßwag als Favoriten im Titelrennen.
