Vaihingen (rkü). 52 Schulmannschaften unter einen Hut zu bekommen, war gestern die Aufgabe von Michael Toy, seinem Team der städtischen Jugendarbeit und zahlreichen Helfern aus den Schulen. Letztlich machte ein heftiges Gewitter alle Bemühungen um einen reibungslosen Ablauf zunichte.
Zum fünften Mal fanden die Enztal-Schulmeisterschaften gestern statt, der Andrang war so groß wie noch nie. Umso mehr Aufwand hatten die Organisatoren betrieben, damit auf dem Sportplatz am Alten Postweg kein Chaos ausbrechen sollte. „Um 8.29 Uhr hat das erste Spiel angefangen“, berichteten die Jungs, die bei der Turnierleitung versuchten, den Überblick zu behalten. Da waren sie noch überpünktlich. Doch schon das zweite Spiel konnte erst mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen werden – kurz nach halb neun ging ein erster Gewitterschauer nieder. Vier Plätze, zwei auf Rasen und zwei auf Tartan, standen gestern zur Verfügung. Alle vier waren nach dem Guss rutschig, doch die Lage entspannte sich. Die Siebt- und Achtklässler setzten ihre Spiele fort. In sportlicher Hinsicht schenkten sie sich nichts. Immer wieder musste ein Neunmeterschießen über Sieg und Niederlage entscheiden, wodurch der Zeitplan weiter aus den Fugen geriet. Die Fünft- und Sechstklässler waren derweil auf dem Tartanplatz noch mit der Vorrunde beschäftigt.
Dann zogen wieder dunkle Wolken auf. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Hagel und orkanartigen Böen aus. „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, lautete der Rat der Wetterexperten. Gesagt, getan. Die Siebt- und Achtklässler wollten gerade mit dem Endspiel beginnen, als das Signal zum Abbruch kam. Die Schüler ab Klassenstufe neun, deren Turnier ohnehin auf den frühen Nachmittag angesetzt war, sollten zunächst um eine Stunde vertröstet werden. Als sich keine Besserung abzeichnete, beschlossen die Organisatoren: Das Turnier wird im Herbst zu Ende gespielt. Vor den Ferien bestand hierzu keine Chance.
