Donnerstag, 24. Mai 2012

Basketballtraining und Matratzenlager




Das Beherrschen der Grundtechniken ist für die jungen Basketballspieler eine wichtige Voraussetzung. Wer an dem Trainingslager teilgenommen hat, dürfte jetzt fit sein. Foto: Küppers
Das Beherrschen der Grundtechniken ist für die jungen Basketballspieler eine wichtige Voraussetzung. Wer an dem Trainingslager teilgenommen hat, dürfte jetzt fit sein. Foto: Küppers

Vaihingen (rkü). Mädchen waren beim Daycamp der BSG Vaihingen-Sachsenheim bislang eher die Ausnahme. Dieses Mal nicht. „Wir haben eine eigene Mädchen-Umkleide einrichten müssen – und die ist voll belegt!“ Immanuel Klenk freut sich über den Zuspruch.

Auf dem Rücken seines T-Shirts hat Immanuel Klenk „Commander“ stehen. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, was das Daycamp angeht, die seit Jahren beliebte Wochenendveranstaltung in Vaihingen. „Es ist immer ein Riesenaufwand, darum haben wir jetzt auch drei Jahre Pause gemacht.“ 20 Trainer und Betreuer stehen bereit, davon viele mit Trainerlizenz, die übrigen mit jahrelanger Erfahrung als Mannschaftsspieler. Anhand von Bewertungsbögen bekommt am Ende des zwei Tage dauernden Intensivkurses jeder Teilnehmer Tipps, wie er seine individuelle Spielstärke am besten noch verbessern könnte.

Auf dem Programm des Daycamps stehen unter anderem Körperbeherrschung und Koordination, Athletik, aber ebenso die Grundtechniken des Basketballsports wie Fangen, Werfen und Passen sowie die Körperbewegungen, die hierbei den größten Erfolg versprechen. Zu den Trainern gehört auch Michael Nachreiner, der früher die erste Mannschaft der BSG Vaihingen-Sachsenheim trainiert hat und den Nachwuchsspielern Bundesliga-Erfahrung vermitteln kann. Er leitet ebenso eine Station wie Thomas Gabriel, der zu den Urgesteinen der BSG zählt. „Belastbar sind die Kinder schon“, erklärt Gabriel. „Wir machen immer wieder Pausen, aber da ruhen die sich gar nicht richtig aus.“

Umso verwunderlicher, dass ihre Kräfte bis tief in die Nacht reichen. Von Samstag auf Sonntag wird in der Sporthalle übernachtet. Ein großes Matratzenlager ist eingerichtet, auf einer Leinwand läuft ein Basketballfilm. Nur die Bälle sind während der Nachtstunden unter Verschluss – die Organisatoren haben im Lauf der Jahre ihre Erfahrungen gesammelt.

Ungewöhnlich ist ihrer Ansicht nach der große Zustrom von Mädchen. 15 der 55 Teilnehmer sind Mädchen. Auch im ganz normalen Vereinstraining nimmt ihr Anteil ständig zu. „Es ist phänomenal“, sagt Klenk. „Jede Woche steht eine Neue da.“ Eigentlich sei es ja toll, dass Basketball so hoch im Kurs stehe. Doch auf der anderen Seite stelle es die Trainer vor eine große Herausforderung, wenn mit den Fortgeschrittenen bestimmte Übungsformen trainiert werden sollen, aber ständig neue Gesichter auftauchen und jedes Mal aufs Neue Anfängertraining angesagt sei. Die Teilnehmer des Camps dürften die nötigen Techniken jetzt beherrschen.




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