Pingtung (hf). Heute Abend ist die Eröffnungsfeier der World Games in Kaohsiung. Die deutsche Faustball-Nationalmannschaft schreibt in ihrer täglichen E-Mail an die Redaktion, wie sie sich auf den Wettbewerb vorbereitet.
Überraschenderweise wurden wir heute von unserem Wecker bei strahlendem Sonnenschein geweckt, was nach dem gestrigen Dauerregen nicht zu erwarten war. Um 8 Uhr konnte nahezu die gesamte Delegation das Frühstück einnehmen. Kapitän Sascha Ball hatte seine Magenprobleme an Bundestrainer Olaf Neuenfeld weitergegeben, sodass dieser unfreiwillig aufs Frühstück verzichtete.
Punkt 9 Uhr versammelten sich alle zur zweiten gemeinsamen Trainingseinheit. Wider Erwarten war der Platz trotz der monsunartigen Regenfälle trocken und gut bespielbar. Nach kurzer Aufwärmphase folgten längere Ballübungen, wobei 22 Spieler zu Beginn Rücksicht auf Schlagmann Kolja Meyer und dessen Empfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung nahmen. Bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit wurden anschließend noch drei Sätze gegen die taiwanesische Nationalmannschaft gespielt und gewonnen.
Pünktlich um 12 Uhr gab es Shrimps und Hähnchen mit einigen ungewohnten Beilagen zu essen. Im Anschluss wurden die Zimmer geräumt und wir machten uns um 13.30 Uhr auf den Weg nach Kaohsiung, dem Austragungsort der World Games.
Dort stand eine zweistündige Akkreditierung an. Um in das Akkreditierungsgebäude zu kommen, musste man eine Körpertemperaturkontrolle über sich ergehen lassen. Im überfüllten Gebäude gab es sonst keine nennenswerten Vorkommnisse.
Nach langem Hin und Her konnten wir uns endlich auf den Weg ins Hotel machen. Nun begann eine erneute Busodyssee. Für eine zehnminütige Strecke brauchten wir sage und schreibe eine Stunde und 46 Minuten. Anstatt den direkten Weg zu wählen, bestand der Busfahrer unnötigerweise auf seine eigentliche Fahrroute. Trainer Olaf Neuenfeld versuchte sich zusammen mit Steve Schmutzler im Entziffern der Straßennamen, um diese auf dem Stadtplan nachzuvollziehen. Um 18.30 Uhr konnten wir dann endlich einchecken. Unser Hotel hat vier Sterne und ist ordentlich ausgestattet.
Hier wurde bereits sehnsüchtig auf Geburtstagskind Michael Marx gewartet. Er bekam einen Blumenstrauß zum Geburtstag überreicht. Um 19 Uhr war bereits wieder Abfahrt zum Abendessen, welches in einem Hotel nahe der Akkreditierung stattfand. Doch diesmal wählten wir lieber die Metro. Leider mussten wir nach einmaligem Umsteigen wieder in einen Bus. Zum Glück dauerte die Fahrt diesmal nur 35 Minuten. In einem exklusiven Hotel gab es unser Abendessen in Form eines umfangreichen Buffets.
Auf dem Rückweg kamen wir in den Genuss eines Busses (Linie 70 Fistball-Shuttle), der auf direktem Weg und mit Polizeibegleitung zu unserem Hotel fuhr. Dieser Bus brauchte für die Strecke nur zehn Minuten.
