Vaihingen (tom). Nervosität hat das Spiel der Vaihinger Hockeydamen gegen den Meister der ersten Verbandsliga bestimmt. Der Club an der Enz hatte die Chance auf den Aufstieg, gleichzeitig aber auch den Druck, gegen den HC Böblingen mit zwei Toren Unterschied gewinnen zu müssen.
Die Hockeydamen des Club an der Enz standen vor der Aufgabe, nach der 2:4-Hinspielniederlage im Rückspiel mindestens zwei Tore mehr zu schießen als Böblingen, um immerhin in die Verlängerung zu kommen. Dies gelang nicht, dennoch steigt die Mannschaft auf (VKZ hat aktuell berichtet).
Beide Mannschaften hatten neben dem Druck, den das Aufstiegsspiel mit sich brachte, mit den hochsommerlich schwülen Temperaturen zu kämpfen. Die Startphase des Spieles gehörte eindeutig den Vaihingerinnen, die teilweise sehenswert den Ball in den eigenen Reihen laufen ließen und immer wieder die gegnerischen Angriffe unterbanden. Doch nach 20 Minuten wendete sich etwas das Blatt und Böblingen übernahm die Initiative. Ebenso wie Vaihingen schaffte es auch die Böblinger Mannschaft nicht, sich gute Torchancen zu erarbeiten. Die wenigen Torgelegenheiten ergaben sich ausschließlich durch kurze Ecken – wie im Hinspiel wurden diese aber kläglich vergeben. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte Vaihingen Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, der Ball verpasste das Tor aber um wenige Zentimeter.
Die zweite Hälfte begann wie die erste. Der Club an der Enz kam besser ins Spiel und nun seinerseits zu vier Ecken hintereinander. Alle wurden vergeben. Dies beflügelte nun wieder das Team aus Böblingen. Es gelang den Gästen, die Vaihinger über 20 Minuten hinweg einzuschnüren und kaum noch Angriffe zuzulassen. Allerdings kam auch Böblingen nicht zu nennenswerten Chancen. Vaihingen hatte den Siegtreffer in der letzten Minute auf dem Schläger, doch rettete eine Böblingerin noch auf der Linie.
Am Ende stand dann ein alles in allem gerechtes 0:0 im Spielberichtsbogen, das Böblingen den Aufstieg in die Oberliga sicherte. Trainer und Betreuer aus Vaihingen waren sich einig, eine sehr gute Leistung der Vaihingerinnen gesehen zu haben. Vor allem vom Teamgeist, der mannschaftliche Geschlossenheit und dem Einsatzwillen waren sie beeindruckt. Besonders bemerkenswert war der Einsatz von Sabrina Rummel. Nach einer kurzen Trainingseinheit am Freitagabend hütete sie das erste Mal überhaupt bei einem Feldspiel das Tor. Stammtorhüterin Sibah Phillipps fiel verletzt aus. Rummel gelang bei ihrer Premiere das Kunststück, ihr Gehäuse sauber zu halten.
Die Aufstiegsparty findet am kommenden Freitag auf dem Clubgelände statt. Danach beginnen die direkt die Vorbereitungen auf die Oberligasaison. „Es wird schwer werden, aber machbar“, sagen Trainer und Betreuer einhellig. Wichtig sei, dass sich die Mannschaft auf ihre Stärken konzentriere und bei den richtigen Spielen keine Punkte verschenke. „Bis auf Meister Mannheimer HC können wir die Oberliga-Mannschaften schlagen, wenn wir gute Leistungen bringen“, orakelt Betreuer Tobias Müller. In Vorbereitungsspielen ist dies in der Vergangenheit bereits mehrfach geschehen.
Club an der Enz Vaihingen: Sabrina Rummel – Annika Brust, Gerds, Zündorf, Köroglu, Gantenbein, Schmid, Melanie Rummel, Idelberger, Fraas, Büscher, Burmaier, Perleß, Gerstung.
