Donnerstag, 24. Mai 2012

Spielpläne stellen TSV Oberriexingen vor Probleme


Die Saison in der A3 verspricht spannend zu werden.
Die Saison in der A3 verspricht spannend zu werden: Auch Häfnerlaslach (li.) und Roßwag treffen wieder aufeinander. Foto: Archiv

Kleinglattbach (ev) – Die Spielpläne für die Kreisligen stehen fest, die Neuerungen, die in der kommenden Saison gelten, wurden bekannt gegeben – der Staffeltag 2008, der in Kleinglattbach stattfand, verlief weitestgehend reibungslos. Nur die Oberriexinger Fußballer dürften mit dem Ergebnis nicht sonderlich zufrieden sein.
Martin Essich, Spielleiter des TSV Oberriexingen, nahm einen kräftigen Schluck aus seinem Glas. Dann stand er auf und richtete einen Appell, einem neuen Spielplan zuzustimmen, an die übrigen Abteilungsleiter, Spielleiter, Trainer und Vorsitzende. „Ich hätte zwar Verständnis, wenn ihr den Vorschlag des Staffelleiters nicht annehmen würdet. Für uns wäre dies allerdings furchtbar“, so Essich in seiner Ansprache.
Die erstellten Spielpläne der Kreisligen B5 und C5 sorgten bei ihm nicht gerade für gute Stimmung, denn nur achtmal spielen demnach erste und zweite Mannschaft gemeinsam zu Hause. Auswärts stehen zudem stets verschiedene Gegner im Kalender.
Dies würde die Oberriexinger vor immense Probleme stellen. Nicht nur, dass das Vereinsheim seine Tore nun regelmäßig nur für die zweite Mannschaft öffnen müsste, auch personelle Sorgen sind zu erwarten, da Spieler, die in der Zweiten spielen, dann nicht mehr problemlos bei der Ersten als Auswechselspieler fungieren können, wie es unter anderem bei den Torhütern üblich ist. „Außerdem betreut normalerweise ein Trainer beide Mannschaften. Jetzt muss für die Zweite extra jemand abgestellt werden“, macht Essich seinem Ärger Luft.
Die Lösung für das Problem: ein anderer Spielplan. Den teilte Staffelleiter Bernd Stäcker dann auch gleich aus. Allerdings sorgte dieser bei den anderen Vereinsvertretern für Murren. Alle Mannschaften würden zwei Wochen früher in die Saison starten und in der B5 würden jede Woche zwei, in der C5 eine bis drei Mannschaften spielfrei haben. Darauf wollte sich abgesehen vom TSV Oberriexingen und dem SC Hohenhaslach niemand einlassen. „Wir haben das selbst einmal erlebt und haben die Erfahrung gemacht, dass man die Zweite so fast schon abmelden kann“, erklärt Manfred Wirth, 1. Vorsitzende des SC Hohenhaslach.
„Ich hätte wahrscheinlich selbst dagegen gestimmt“, meinte Essich nach der Abstimmung. Sauer war er trotzdem. „Schade für unsere Jungs. Jetzt müssen wir einfach versuchen, unsere Zweite trotzdem durchzubringen“, so der Spielleiter.
Staffelleiter Stäcker telefonierte am Samstag und Sonntag noch eifrig mit Oberriexingens Gegnern – mit dem Ziel, durch den Tausch des Heimrechts zu erreichen, dass beide TSV-Mannschaften wenigsten 13-mal gemeinsam vor eigenem Publikum auflaufen. „Dann wäre es nicht ganz so schlimm“, so Stäcker. Die Voraussetzung: die Gegner müssen noch zustimmen und das Problem, dass Oberriexingen I gegen einen anderen Gegner spielt als Oberriexingen II bleibt trotzdem bestehen.
Ansonsten verlief der Staffeltag weitestgehend ohne größere Diskussionen. In der B5 geht’s am 7. September los. Karlheinz Boch vom TSV Kleinglattbach, der den Staffeltag eröffnete, bezeichnete die Gruppe, die aus 14 Mannschaften besteht, gar als Hammergruppe. Schwer einzuschätzen sind vor allem die „Neuen“. Als Absteiger verstärken künftig Hohenhaslach und Großglattbach die Liga, als Aufsteiger stößt der SV Horrheim hinzu.
Interessant scheint auch die Saison in der Kreisliga A zu werden. Drei Aufsteiger und zwei Absteiger haben die Liga kräftig durcheinander gewirbelt. Los geht es für die A-Liga-Kicker bereits am 27. August (Mittwoch) um 18.30 Uhr. Die Staffel umfasst künftig 15 Vereine. Zuständig ist Staffelleiter Fritz Siegle, der wie Stäcker, einstimmig wieder gewählt wurde. Das Potenzial, oben mitzuspielen, haben einige Mannschaften. Die Absteiger 08 Bissingen II und Phönix Lomersheim zum Beispiel. Auch der FV Löchgau II, Sersheim, Illingen und Roßwag werden unter anderem zu den Favoriten gezählt. Auch Neuling Gündelbach, Meister der B5, wird mit seinem 100-Tore-Sturm wahrscheinlich nicht gegen den Abstieg spielen. „Gut möglich, dass Mannschaften gegen den Abstieg spielen, von denen man es jetzt noch gar nicht erwartet“, war die Meinung der Vereinsvertreter. Absteigen können in der Saison 2008/2009 bis zu vier Mannschaften – je nachdem, wer in der Bezirksliga auf den hinteren Plätzen landet.
Ein Anliegen waren den Staffelleitern am Freitagabend noch die Spielabsagen in den Kreisligen C. Auch in der vergangenen Saison traten viele zweite Mannschaften nicht an. „So etwas kann auch zu einer Wettbewerbsverzerrung führen“, meinte Stäcker und appellierte an die Vereine, alles daran zu setzen, eine Mannschaft zu stellen.


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