19/01 2010
Alkohol ist in den Pausen erlaubt
Wiernsheim (rkü). Spaß am Fußball haben und nach der Winterpause wieder etwas Ballgefühl bekommen – so lassen sich die Erwartungen umschreiben, die Kicker und Trainer an die Hallenturniere haben. Für den SV Iptingen und den TSV Großglattbach war das Turnier des TSV Wiernsheim in jeder Hinsicht ein Erfolg – sie belegten die Plätze eins und zwei.
Andreas Eberle, der Trainer von Turniersieger Iptingen, bezeichnete sein Team als technisch sehr gut. „Sie haben ihre technische Überlegenheit auch umgesetzt und ihre Spiele verdient gewonnen“, analysierte er die Leistung seiner Kicker. Sechs der neun Turnierspieler spielen sonst auf dem Feld in der ersten, drei in der zweiten Mannschaft. Rückschlüsse vom Hallenturnier auf die bevorstehende Rückrunde im Freien zu ziehen, sei aber schwierig, weil die Bedingungen unterschiedlicher kaum sein könnten.
Das unterstrich auch Eberles Kollege Güngör Topal, der beim TSV Großglattbach als Spielertrainer wirkt: „Halle ist etwas völlig anderes als draußen.“ In der Wiernsheimer Lindenhalle habe die Mannschaft Spaß am Fußball erleben sollen, sagte Topal. Die eigentliche Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison beginne für die Großglattbacher erst am 26. Januar. Bei dem Turnier habe er als Trainer seinen Spielern „einiges erlaubt“, sagte Topal schmunzelnd. „Normalerweise ist zwischen den Spielen Alkohol tabu – dieses Mal nicht.“ Auf dem Feld „war das Spiel sehr auf mich bezogen“, meint der Spielertrainer, der sieben der neun Treffer für seine Mannschaft erzielte.
Das Wiernsheimer Hallenfußballturnier ist seit vielen Jahren ein beliebter Treff von Mannschaften aus der direkten Nachbarschaft, die in der Punkterunde nie aufeinander treffen Grund hierfür ist die Lage im Grenzgebiet des Württembergischen und des Badischen Fußballverbands. Rückschlüsse auf die bevorstehende Runde lassen sich darum kaum ziehen – ganz abgesehen von den unterschiedlichen Verhältnissen in der Halle und im Freien.
Der SV Iptingen (Kreisliga A3) gewann zum Auftakt mit 3:0 gegen den FV Niefern (Kreisklasse A1 Pforzheim). Dann folgten eineinhalb Stunden Pause, was Trainer Eberle gar nicht gefiel. Vor dem Spiel gegen Großglattbach (Kreisliga B5) habe sein Team den Nachteil der langen Pause gehabt, während Großglattbach nach dem 1:1 gegen den TSV Wiernsheim II (Kreisliga C6) nur halb so viel Wartezeit gehabt habe. Weitere Ergebnisse: Gegen die Fvgg 08 Mühlacker (Kreisklasse B1 Pforzheim) und die Wiernsheimer Zweite gewann Iptingen mit 5:1 und 6:0. Großglattbach schoss gegen Niefern (1:1) und 08 Mühlacker (2:1) wesentlich weniger Tore. Auch im Halbfinale zeigten sich beide Teams als Minimalisten. Großglattbach gewann 2:1 gegen den TSV Wiernsheim (Kreisliga A3). Iptingen bezwang die Sportfreunde Mühlacker (Kreisklasse B1 Pforzheim) nach torlosem Spiel erst im Neunmeterschießen mit 4:3. Im Endspiel fiel auf Großglattbacher Seite schon früh Oldie Uwe Prohaska verletzungsbedingt aus. Nach schneller 1:0-Führung musste sich Topals Team mit 1:3 geschlagen gebendurchaus .
