Tamm (rkü). Das Turnier ist in seiner Ausformung einzigartig und darum für die teilnehmenden Nationalmannschaften ein interessanter Kräftevergleich. Das Auftaktspiel der Girls-4-Nations bestritten die U18-Basketballerinnen aus Deutschland und Slowenien gestern in Tamm. Trotz zwei guter Aufholjagden verloren die Deutschen 68:74.
Bundestrainerin Alexandra Maerz hatte sich sehr auf das Vier-Nationen-Turnier der Basketball-Juniorinnen gefreut. Das erste Turnier dieser Art, das vor genau einem Jahr ebenfalls in einigen Städten zwischen Vaihingen und Ludwigsburg stattgefunden hatte, hatte nach Ansicht von Maerz ihrem Team deutlich weitergeholfen. Bei der Neuauflage sprachen Beobachter gestern davon, dass sich die deutsche Mannschaft seitdem gut weiterentwickelt habe. Zu einem Sieg im Auftaktspiel gegen die Nationalmannschaft aus Slowenien reichte es nicht. Allerdings war der Ausgang des Spiels letztlich knapper als es der Beginn hätte erwarten lassen.
250 Besucher waren gestern in die Sporthalle bei der Tammer Realschule gekommen. Nicht ganz so viele wie vor einem Jahr, doch immerhin eine beachtliche Kulisse. Allerdings waren die Mannschaftsmitglieder, die gerade auf der Ersatzbank saßen, zeitweise lauter zu hören als die Zuschauer auf der Tribüne.
Auffällig war die hohe Zahl der Freiwürfe, die dem deutschen Team gestern zugesprochen wurden. 24 Mal durften die jungen Damen in aller Ruhe den Korb ins Visier nehmen, dabei verbuchten sie 19 Treffer. Die slowenische Mannschaft bekam nur sieben Freiwürfe, sechs davon wurden verwandelt.
Slowenien fand recht gut ins Spiel und führte nach dem ersten Viertel mit 21:19. Im zweiten Durchgang erspielte sich das Team um Kapitän Nika Baric einen Vorsprung von bis zu acht Punkten auf die Deutschen. Doch die holten, angeführt von Sonja Greinacher, bis zum Ende des Viertels auf – es stand nur noch 42:40 für Slowenien. Beide Teams boten ansprechenden Basketball, leisteten sich aber immer wieder auch leichtfertige Abspielfehler. Das dritte Viertel gehörte wieder den Slowenierinnen, bevor die Deutschen kurz vor Spielende zu ihrer zweiten Aufholjagd ansetzten. Als auch noch Nina Gabrovsek, die 16 Punkte für Slowenien geholt hatte, nach fünf Fouls vom Feld musste, schien der Ausgleich zum Greifen nah. Doch zahlreiche Fehlwürfe in der Schlussphase sorgten dafür, dass Deutschland zum Auftakt des Turniers mit 68:74 verlor.
Ein Sieg gegen Slowenien wäre durchaus drin gewesen. Die Niederlande (morgen) und Polen (am Dienstagabend) dürften die schwereren Gegner sein.
Deutschland: Happel, Gaudermann (15), Bradaric (3), Martinius, Schaake (14), Kohlmann (2), Schmidt, Hebecker (8), Schnorr (8), Masek (4), Greinacher (14), Heise.
Slowenien: Samec (2), Gabrovsek (16), Adamovic, Abramovic (7), Macura (9), Baric (17), Jakovina (15), Rupnik, Jevtovic (2), Svetic, Bosnjak (4), Belak (2).
