Ansturm in Horrheim: Wandern unter der Wintersonne
Horrheim (rkü) – Etwa 1900 Teilnehmer sind zum 33. Volkswandertag des SV Horrheim gekommen. Sonniges Winterwetter begünstigte die Veranstaltung gestern. Es standen drei Strecken zur Auswahl.
Der Vorsitzende des SV Horrheim, Rainer Götz, war für die Organisation des Wandertags verantwortlich. „Der Ansturm ist später gekommen als sonst“, sagte Götz. „Aber die Leute sind noch gekommen und mit 1900 Teilnehmern waren es fast genau so viele wie vor einem Jahr.“ Auch damals hatten der SV Horrheim und seine Gäste Glück mit dem Wetter gehabt. Gestern war es in den Morgenstunden noch glatt, was einige Teilnehmer zunächst abwarten ließ. Außerdem hatte der Verein den Startschluss auf 14.30 Uhr verlängert, was ebenfalls für eine leichte Verschiebung sorgte. Eine eigene Wanderabteilung gebe es im SV nicht, sagte Götz. Damit hatte er auch keinen Abteilungsleiter oder Wanderwart in Reichweite, der für die Ausrichtung des Volkswandertags verantwortlich sein könnte. „Die Aufgaben werden bei uns trotzdem alle erledigt. Ich als erster Vorsitzender mache die Organisation, der zweite Vorsitzende Peter Tenzer kümmert sich um die Küche und die Abteilungen besetzen die Stempelstellen.“ So kam es, dass die Mitglieder des Lauftreffs und die Alten Herren der Fußballer schon in der Morgendämmerung auf den Beinen waren und mithalfen.
Drei Strecken rund um Horrheim waren ausgeschildert worden. Die kürzeren Rundtouren über sechs und elf Kilometer bewarben die Veranstalter als kinderwagenfreundlich. „Am Vormittag habe ich dort auch schon zwei Rollstuhlfahrer gesehen“, berichtete der Vorsitzende. Auf der Strecke gab es in erster Linie zufriedene Gesichter. Die meisten Teilnehmer waren froh, nach Tagen mit durchwachsener Witterung bei strahlendem Sonnenschein zu wandern und unterwegs verpflegt zu werden. Darum war nur leichtes Gepäck angesagt: Warme Kleidung trugen ohnehin fast alle Teilnehmer und Getränke und Vesper bekamen sie an den Kontrollstellen und im Ziel. Insgesamt waren drei Stationen eingerichtet worden, an denen es Stempel und Stärkung gab. Wie bei jeder Großveranstaltung, fanden sich auch gestern ein paar Nörgler. „Die Wege bei der Halle waren spiegelglatt“, hieß es. Das bestätigten auch die Veranstalter, die allerdings nach eigenen Angaben für schnelle Abhilfe gesorgt haben. Einige der rund 60 Helfer waren als Streckendienst eingeteilt und sorgten für die Sicherheit ihrer Gäste. Rund um die Mettertalhalle war es gestern schwierig, einen Parkplatz zu finden. Doch wer zu seinen elf oder 20 Kilometern Wanderstrecke noch wenige hundert Meter hinzufügte, fand auch in der Zeit des größten Andrangs einen passenden Parkplatz in Horrheim.
Die kurze Strecke führte von der Halle aus in Richtung Hohenhaslach, am Eselsbrunnen war die erste Stempelstelle. Durch Weinberge und über den Plattenweg ging es zurück zur Halle. Auf diesem Weg wurden die Wanderer vor allem in den Weinbergen von der Sonne verwöhnt, die auch schnell das Eis auf den Wegen verdampfen ließ. Der Steinbachhof war das nächste Ziel der Elf-Kilometer-Wanderer. Dort war die größte Verpflegungsstation. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer nutzten die mittlere Strecke. Nur etwas mehr als zehn Prozent wagten sich an die 20-Kilometer-Strecke heran. Diese führte vom Steinbachhof weiter in Richtung Häfnerhaslach, tangierte den Hamberger See und führte die Wanderer dann an den Ausgangspunkt zurück. Auffällig an der Streckenführung war, dass die Wanderwege fast durchweg abseits der öffentlichen Straßen lagen, dann aber innerhalb weniger hundert Meter zweimal die gleiche Landstraße überquert werden musste.
Die größten teilnehmenden Gruppen wurden am Nachmittag ausgezeichnet. Die meisten Teilnehmer stellte der Wanderverein aus Schömberg (64), direkt gefolgt von den Wanderern aus Flacht (63). Aus Grombach kamen 53 Wanderer, die Vereine aus Bitzfeld und Kämpfelbach teilten sich mit jeweils 48 Teilnehmern den vierten Platz. Unter den einheimischen Vereinen stellte der Albverein die größte Gruppe mit 38 Teilnehmern.
