Donnerstag, 24. Mai 2012

Handball Zwischenbilanz




Die SG Vaihingen-Illingen (weiß-blau) trifft am Sonntag (11. Oktober) wieder auf Gronau II.
Die SG Vaihingen-Illingen (weiß-blau) trifft am Sonntag (11. Oktober) wieder auf Gronau II.

Handball Zwischenbilanz SG Vaihingen-Illingen und TSV Oberriexingen

SG Vaihingen-Illingen: Die Männer sind hoch motiviert – Verjüngtes Team spielt oben mit

Vaihingen (rkü) – Die Tage der Spielgemeinschaft zwischen dem TV Vaihingen und dem SV Illingen sind gezählt, doch sportlich läuft es gut. Die erste Männermannschaft wurde kräftig verjüngt und durch den neuen Trainer Klaus Fengler gut eingestellt. Momentan belegt sie den dritten Tabellenplatz. Die Frauen stehen auf Rang sieben. Am Wochenende beginnt für beide Teams die Rückrunde.

Der SG-Vorsitzende Martin Witte-Gutjahr spricht von einem Motivationsschub, den es nach dem Umbruch in der Männermannschaft gegeben habe. „Weil uns so viele Spieler verlassen haben, mussten wir viele A-Jugendliche in die Erste hochziehen.“ Witte-Gutjahr ist überzeugt: „Der Trainer war ein guter Griff. Er findet die richtige Sprache, bei der gesamten Mannschaft die Leistung abzurufen.“ Es gehe nicht darum, hervorragende Einzelspieler zu haben, sondern eine gut harmonierende Mannschaft zu bilden. Das sei offenbar gelungen. „Wir haben eine Mannschaft mit einer guten Basis“, sagt der SG-Vorsitzende. Dass man bei drei Spielen Rückstand nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten steht, bezeichnet er als „schon überraschend“.

Darum will Witte-Gutjahr auch noch nicht von einem möglichen Aufstieg reden. „Hohe Ziele soll man sich immer stecken, aber wir haben auch noch viele Schwächen in der Mannschaft.“ Gerade die Tatsache, dass so viele junge Spieler beisammen seien, lasse in manchen Situationen die Erfahrung vermissen. „Ein Quäntchen Pfiffigkeit fehlt noch. Außerdem passieren noch sehr viele technische Fehler.“ Doch für die kommenden Jahre lasse sich noch einiges erhoffen. Das vor der Saison ausgegebene Ziel, mit der neu formierten Mannschaft die Klasse zu halten, hat die SG bereit übertroffen. Am Sonntag (11. Januar) spielen die Männer auswärts gegen den Vorletzten TSV Gronau II.

Im Bereich der Frauen wird das Ziel sicherlich nicht erreicht – da hatte Trainer Frank Konrad den Aufstieg vorgegeben. Jetzt muss die Mannschaft punkten, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. „Gegen Sulzbach hatten wir schon 12:7 geführt und dann doch noch verloren“, sagt der Trainer. „Danach war die Motivation weg.“ Anfangs habe der Kader aus 21 Spielerinnen bestanden, von denen einige jetzt nicht mehr zur Verfügung stünden. Es gebe mehrere Ausfälle wegen Verletzungen oder Schwangerschaft, andere hätten ganz aufgehört. Ein Dutzend Spielerinnen halte zur Stange, berichtet Konrad. „So will das Team auch zusammenbleiben und nach der Auflösung der SG als TV Vaihingen weiterspielen.“

Am Samstag (10. Januar) soll unbedingt ein Sieg her. Um 18 Uhr treffen die Frauen auf den TV Oppenweiler, der auf Rang acht steht und dem Abstieg somit noch einen Platz näher ist als die SG. Als Stärke seiner Spielerinnen nennt der Trainer: „Wenn sie wollen, können sie kämpfen – Sechs-Tore-Rückstände haben sie schon mehrfach aufgeholt.“ Voraussichtlich werde es nur einen Absteiger geben, sagt Konrad. Da stünden die Chancen auf den Klassenerhalt nicht schlecht. Außerdem gebe es eine gute Jugendarbeit, sodass die Mannschaft in absehbarer Zeit auf Zuwachs hoffen könne. Außerdem hofft der Trainer, kurz nach Beginn der Rückrunde eine neue Mitspielerin vorstellen zu können, die eine Bereicherung für die Mannschaft der SG wäre.


TSV Oberriexingen: Frauen sind Tabellenführer in der Kreisliga A –
Wiederaufstieg schon nach einem Jahr in Reichweite

Oberriexingen (rkü) – Die Handballer des TSV Oberriexingen haben vor Beginn der Rückrunde keinen Grund zu klagen. Die Frauen sind Spitzenreiter in der A-Liga, die Männer nehmen erstmals mit zwei Teams am Punkterennen teil. Die Erste in der A-Liga steht auf Rang sieben und auch in der Zweiten sind die Spieler hoch motiviert, obwohl sie selten punkten.

„Mein Ziel war es, mit der Frauenmannschaft den zweiten oder dritten Platz zu erreichen“, sagt Trainer Hans Schuster. Den Wiederaufstieg habe er nicht angestrebt, weil er befürchte, dass der TSV Oberriexingen sonst als „Fahrstuhl-Mannschaft“ gleich wieder absteigen könnte. Dann lieber erst ein, zwei Jahre später aufsteigen, wenn aus der sehr erfolgreich agierenden TSV-Jugend mehrere Nachwuchssportlerinnen zur Mannschaft stoßen. „Ich habe natürlich nicht erwartet, dass wir diese Saison unten mitspielen würden“, gibt Schuster zu. Doch der Platz an der Sonne scheint ihm nicht ganz geheuer. „Bis jetzt konnten sie ihre Leistung abrufen“, sagt er anerkennend. „Spielerisch gesehen, könnte man Erster werden. Wir haben schon beide Spiele gegen Schwieberdingen II hinter uns, diese Mannschaft kam mir am stärksten vor.“ Gegen Verfolger Hemmingen habe das Oberriexinger Team leichtfertig Punkte abgegeben. Der GSV Hemmingen ist Zweiter und hat ein Spiel weniger absolviert, könnte also bei einem Sieg im Nachholspiel den TSV überholen.

Hans Schuster kann dieses Jahr wieder auf zwei Torhüterinnen zurückgreifen, nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison auf genau dieser Position ein Problem hatte. Marion Früh war verletzungsbedingt ausgefallen, fortan standen Feldspielerinnen im Tor. Steffi Götz bezeichnet Hans Schuster als „Glücksgriff im Tor“. Denn: „Hätten wir das früher erkannt, dann wären wir vielleicht gar nicht abgestiegen.“ Umso beruhigender, dass jetzt alle Positionen in der Mannschaft besetzt sind. Nur ist der Kader recht dünn und die Jugendspielerinnen sind bei den Frauen nicht spielberechtigt, weil sie noch zu jung sind. Zusammen trainiert wird dennoch. Manchmal sogar mit den Männern, da nur auf diese Weise jeder Mannschaft zwei Trainingstermine pro Woche zur Verfügung stehen. „Die ganze Halle brauchen wir nur, wenn wir Tempogegenstöße trainieren wollen. Sonst reicht uns auch ein Teil davon.“

Bei den Männern habe sich bewährt, so Schuster, dass der Verein zwei Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet habe. „Zu Saisonbeginn waren es 20 Spieler.“ Der Trainer wollte allen die Chance geben, zu spielen. „Notfalls hätten wir die zweite Mannschaft immer noch abmelden können. Aber bisher waren immer genügend Spieler da.“ Inzwischen seien sogar neue Mitspieler zum Verein gekommen, freut sich Schuster. „Alexander Kast will ich bald in der ersten Mannschaft einsetzen. Der ist zwar noch keine Verstärkung, weil er zuletzt in der Jugend gespielt hat und das lange her ist.“ Doch als Auswechselspieler sei er allemal willkommen – und habe mit seiner Körpergröße von 2,07 Metern auch eine große Reichweite.

Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga A und hat als Ziel, im vorderen Tabellendrittel mitzuspielen. Momentan steht sie auf Platz sieben, insgesamt sind zwölf Teams in der Staffel. „Hätten wir nicht die zwei Heimspiele gegen Weissach und Tamm mit jeweils einem Tor Unterschied verloren, wären wir jetzt Dritter oder Vierter“, ärgert sich der Trainer. Angesichts dieser knappen Resultate sieht Schuster sein Team im Soll. Er bezeichnet seine Mitspieler als „leistungsorientierte Freizeitsportler“, die eben nur dann ins Training kommen können, wenn es Geschäft, Familie und sonstige Verpflichtungen zulassen. Motiviert seien die Männer allemal. Sie dürfen ihr Können am Sonntag (11. Januar) zeigen. Da empfangen sie um 17.30 Uhr den TV Aldingen, der auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Die Frauen greifen am 1. Februar wieder ins Geschehen ein, dann geht es gegen Asperg II.




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