Vaihingen (ev) – Seit gestern sind die Teilnehmer des Faustball-Europapokals in der Stadt, denn bereits heute um 13 Uhr beginnt das Turnier. Als Favorit gilt der FBC Linz-Urfahr, die Mannschaft, auf die der TV Vaihingen bereits im ersten Spiel trifft.
Der Europapokal ist die Champions-League der Faustballer. Mehr kann eine Vereinsmannschaft nicht erreichen, denn in der Halle gibt es keinen Weltpokal. Es ist das erste Mal, dass die Vaihinger an solch einem Turnier teilnehmen oder es gar ausrichten. Der TVV ist zwar der Newcomer auf der internationalen Bühne, aber der Mannschaft von Trainer Werner Blechschmidt werden durchaus gute Chancen eingeräumt, obwohl sie im ersten Spiel auf den Favoriten trifft.
Urfahr wurde viermal Europapokalsieger auf dem Feld und zweimal in der Halle. Zudem darf sich das Team aus Österreich zweimaliger Weltpokalsieger nennen und nimmt als Titelverteidiger am Turnier teil. Exzellente Trainingsbedingungen und die Erfolge sprechen für das Team aus Österreich. Doch vergangene Woche bei den Manor Indoors belegte Urfahr nur den vorletzten Platz. „Wir haben aber trotzdem Vaihingen besiegt und wir waren nicht komplett“, sagt Urfahrs Trainer Manfred Leitner. Aber auch Vaihingen gab in Bad Ragaz nicht alles preis. So nahm sich Angreifer Michael Krauß sehr zurück und überließ Kolja Meyer den Aufschlag und die Hauptarbeit im Angriff.
Vaihingens Trainer Blechschmidt, der davon es geht, dass Linz-Urfahr komplett anders auftreten wird als vor einer Woche, erwartet einen nervösen ersten Satz. „Wichtig ist, dass wir da keine Fehler machen“, sagt er. Und dann sei es wichtig zu antizipieren, wo Urfahrs Schwächen liegen und entsprechend zu reagieren.
Das Spiel findet am Samstag statt. Egal, wie es endet, am Sonntag sind beide Mannschaften noch einmal zu sehen. Der Gewinner im Finale, der Verlierer muss zuvor im Spiel um Platz drei antreten. Vaihingen und Urfahr werden dann entweder auf Faustball Widnau oder den TuS Kremsmünster treffen, die das erste Halbfinalspiel unter sich ausmachen werden.
Kremsmünster hat ein großes Problem: Klemens Kronsteiner ist verletzt. Ohne ihn dürfte das österreichische Team kaum eine Chance haben. Allerdings hat die Mannschaft nichts zu verlieren. Faustball Widnau hat in Gabriel Bonnevialle einen Brasilianer extra für den Europapokal einfliegen lassen. Der hat jedoch wenig Hallenspielpraxis. Am Samstag Abend gibt es in der Stadthalle noch eine Fete. Unter dem Motto „Alpenrausch“ wird ab 20 Uhr im Löwensaal gefeiert.
„Für uns zählt momentan nur das Spiel gegen Urfahr“, so Blechschmidt. Erst wenn diese Partie vorbei ist, ist es für ihn interessant, wo die Feier ist und wer der nächste Gegner ist. Das die Europapokal-Teilnehmer teils mit Mentaltrainer anrücken, nimmt er mit Humor. „Das muss dann bei uns das Geschwätz des Trainers beziehungsweise die eigene Begeisterung wett machen“, meint Blechschmidt. Und in Juliane Strähle steht auch den Vaihingern eine Physiotherapeutin zur Verfügung. Sie war auch bei den letzten Auftritten des TVV bei deutschen Meisterschaften dabei und da war Vaihingen bekanntlich ja sehr erfolgreich.
