Vaihingen (ev) – Die Temperaturen liegen deutlich unter Null, aber die Vorbereitungen für den Faustball-Europapokal (10./11. Januar) laufen auf Hochtouren. Noch gibt es für den TV Vaihingen einiges zu tun.
Der Boden bebt, es riecht nach Diesel und wer sich unterhalten will, muss brüllen. Mit dem Presslufthammer gehen die TVV-Helfer ans Werk. Das Zelt soll aufgebaut werden. Darin wird am Wochenende die Bewirtung über die Bühne gehen. Außerdem wird es eine Leinwandgeben, auf die das Sportgeschehen aus der Halle projiziert werden soll. Positiver Nebeneffekt für alle, die draußen sind: Im Zelt müssen sie keinen Eintritt bezahlen.
Doch so weit ist es noch nicht. Die Stangen liegen noch verstreut auf dem schneebedeckten Boden, die Planen sind noch sauber zusammengefaltet. Momentan haben Faustball-Abteilungsleiter Markus Knodel und die anderen Organisatoren ein anderes Problem – die Wasserleitung für das Zelt. Wenn diese draußen liegen, könnten sie gefrieren. Gerade wird eifrig darüber diskutiert, ob man die Schläuche nicht durch die Halle führen kann.
In der Halle selbst hat sich schon einiges getan. Vieles, was sonst von der Decke baumelte, ist mittlerweile abmontiert. Die Leine auf dem Feld steht auch schon bereit und in den Geräteräumen stapeln sich Turnmatten, Barren und Kästen. Die TVVler haben alles zusammen gestellt, damit die Mannschaften während der Spiele dort untergebracht werden können und keinen kostbaren Platz auf der Tribüne in Anspruch nehmen müssen.
Eine passende Abgrenzung zu den Garagen wurde ebenfalls gefunden. Eine ist von einer Spanplatte verriegelt, vor den anderen stehen Matten. „Da müssen wir noch einmal ran“, sagt TVV-Trainer Werner Blechschmidt und zupft an einer Konstruktion, die noch eine dicke Beule hat.
Einiges muss noch gerichtet werden, aber das meiste sind Kleinigkeiten. Selbst an den Umkleiden hängen schon die Schilder mit den Mannschaftsnamen, die sich dort umziehen werden. Auch das Siegerpodest ist schon gerichtet. Klaus Meyer und sein Sohn Kolja haben Kästen in verschiedenen Höhen mit Silberfolie verkleidet. Jetzt sind die Kästen aber noch in den Garagen verstaut, denn bis Sonntag stehen noch einige andere Punkte an, die abgearbeitet werden müssen. Zum Beispiel soll der Boden noch einmal gereinigt werden, aber schon jetzt ist der Untergrund in einem guten Zustand und fast gar nicht rutschig. „Man merkt, dass kein Schulsport ist“, erklärt Blechschmidt.
Draußen ist mittlerweile bereits der Umriss des Zeltes zu erkennen. TVV-Schlagmann Kolja Meyer und vier andere Helfer sind schon dabei, die erste Dachplane auf die Stahlkonstruktion zu zerren. „Hau ruck! Hau ruck!“ Die fünf ziehen wie Tauzieher am Seil, aber nur wenige Augenblicke später sitzt die Plane.
Willy Reinecke will gerade wieder gehen. Nicht, weil er sich nicht am Aufbau beteiligt. Reinecke ist für die Bewirtung zuständig und muss noch einige Dinge einkaufen. 300 Paar Weißwürste für Sonntagmorgen und 600 Rote Würste hat er bereits besorgt. Außerdem stand er zwei Tage in seiner Küche – alleine – und hat 2000 Maultaschen gemacht, die am Wochenende ebenfalls unter die Leute sollen.
Bevor allerdings die Kochtöpfe ins Zelt einziehen, werden noch ein paar Arbeitsstunden nötig sein. Unter den Helfern sind auch die Spieler des TVV. Kolja Meyer und Daniel Wörsinger zum Beispiel. Für die beiden ist die Aufbauarbeit sozusagen eine zusätzliche Trainingseinheit, wenn auch eine sehr kalte.
Aber immerhin können sie sich so nicht allzu viele Gedanken über das Faustball-Großereignis machen. Denn wie Trainer Werner Blechschmidt verrät, dreht sich bei den Spielern momentan fast alles um das Spiel gegen den FBC Urfahr, das morgen um 16 Uhr beginnt. Um 13 Uhr findet die offizielle Begrüßung statt. Bis dahin spätestens soll alles fertig sein, samt Maultaschen, Zelt und Wasserleitungen.
