Donnerstag, 24. Mai 2012

Der erste Wanderer kam vor sieben Uhr


Rund 170 Teilnehmer waren gestern beim Volkswandertag dabei. Foto: Schmid

Horrheim (phs) – Der Horrheimer Volkswandertag kommt in die Jahre: Zum 32. Mal starteten die Wanderer gestern an der Mettertalhalle. Drei Strecken wurden im Umkreis von Horrheim ausgewiesen. Die ersten Wanderer stellten sich bereits eine Stunde vor Beginn vergebens am Startpunkt an – Stempelkarten gab’s erst ab kurz vor sieben Uhr.
„In diesem Jahr hatten sich 750 Wanderer vorangemeldet“, überschlägt der Vorsitzende des Horrheimer Sportvereins, Rainer Götz. Die ersten Wanderer seien bereits um sechs Uhr vor der Mettertalhalle gestanden. „Viele kommen schon früher, weil sie vor der Wanderung noch einen Kaffee trinken wollen, deshalb habe ich die Halle dann schon um halb sieben geöffnet“, sagt Götz, der den Volkswandertag mit rund 50 Helfern organisiert hatte.
In Sachen Startkarten ist der Vereinsvorsitzende aber hart geblieben. Die gelben und die orangefarbenen Tickets gab’s erst ab kurz vor sieben Uhr. Wer am Ende des Volkswandertags eine Auszeichnung bekommen wollte, musste sich um eine der limitierten orangefarbenen Startkarten bemühen. „Die gelben Karten sind etwas günstiger, dafür gibt’s dann am Schluss nur den Stempel“, erläutert Götz.
Die Wanderer konnten sich gestern zwischen drei Stecken entscheiden. Die kürzeste war sechs Kilometer lang und führte nach der ersten Kontrollstelle am Eselsbrunnen wieder zurück in Richtung Mettertalhalle. Für diejenigen, die die elf Kilometer lange Strecke auf sich nehmen wollten, ging’s nach dem Eselsbrunnen weiter durch die Horrheimer Weinberge zum zweiten Kontrollpunkt auf dem Weingut Steinbachhof und dann zurück zum Startpunkt. Wer aber immer noch nicht genug hatte, konnte am Steinbachhof auf die 20-Kilometer-Strecke wechseln. Diese führte zum dritten Kontrollpunkt am Hamberger See.
An den Stempelstationen konnten sich die Wanderer nicht nur die benötigten Bestätigungsstempel für die Startkarten holen. Getränke und Verpflegung standen ebenfalls bereit. „Wir haben heute etwa 400 Würste verkauft“, sagt Herbert Rost, der mit seinen vier Lauftreff-Kollegen die Kontrollstation am Eselsbrunnen betreute. Die Kontrollstation von Rost musste nach rund vier Kilometern jeder Teilnehmer passieren. „Der erste Wanderer war schon vor sieben Uhr da. Der hatte aber keine Startkarte“, erzählt Herbert Rost.
Frühen Besuch bekamen auch die Helfer der zweiten Kontrollstation am Steinbachhof. „Kurz vor sieben Uhr kam bereits der erste Gast bei uns an“, sagt Rolf Maisch von der „Alte Herren“-Gruppe des Horrheimer Sportvereins. Ein solches Verhalten finde er aber unverantwortlich, denn die Strecke sei erst ab sieben Uhr freigegeben gewesen. „Man kann doch nicht mitten in der Nacht durch den Weinberg wandern.“
Die Wanderer kamen in Grüppchen bei der zweiten Kontrollstation an. „Mal hatten wir nichts zu tun und im anderen Moment waren alle Sitzplätze belegt“, sagt Maisch. Gegen 9.45 Uhr zählten die Helfer der Kontrollstation noch 146 Stempel. Fünf Minuten später waren es schon 164. „18 Stempel in fünf Minuten, das ist ein guter Schnitt.“
Insgesamt haben am 32. internationalen Horrheimer Volkswandertag gestern rund 1700 Wanderer teilgenommen. Der Wanderverein Bietigheim-Bissingen stellte 74 Wanderer, Platz zwei ging an die Schönberger Wanderer mit 72 Teilnehmern. Den dritten Platz hatte ein Verein Cleebronn mit insgesamt 52 Wanderern für sich beansprucht.


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