Donnerstag, 24. Mai 2012

Steelers spielen in Bremerhaven und gegen Landshut


Die Steelers müssen auch gegen Landshut ran.
Die Steelers gegen Landshut (blaue Trikots). Ein Bild aus vergangenen Tagen.

Bremerhaven/Bietigheim (js) – Harte Brocken warten am Wochenende auf Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen. Heute (20 Uhr) müssen die Steelers an der Nordseeküste beim REV Bremerhaven antreten. Am Sonntag (18.30 Uhr) gastiert dann der punktgleiche Tabellennachbar aus Landshut zum Kampf um einen der vorderen Play-off-Plätze im Ellental.
Sportlich gesehen ist Bremerhaven in dieser Runde bislang eigentlich kein harter Brocken. Ganz im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen die Fishtown Pinguins stets auf den vorderen Plätzen mitgespielt haben und in der Saison 2000/2001 sogar Meister wurden. Dennoch sind die Pinguine nun ein harter Brocken – vor allem wegen der gut neunstündigen Busfahrt. Dass es die in sich hat, zeigt ein Blick auf die aktuellen Ergebnisse und auf die Steelers-Statistik in Bremerhaven. Bei 17 Auftritten an der Nordseeküste gingen die Bietigheimer nur viermal nicht als Verlierer vom Eis. Und trotz miserablem Saisonverlauf bei den Bremerhavenern haben in dieser Runde immerhin schon die Schwenninger Wild Wings, die Heilbronner Falken und eben auch die Steelers Punkte an der Nordsee gelassen. Die Schützlinge von Christian Brittig waren nach dem 2:1-Vorbereitungssieg beim ersten regulären Duell am Wilhelm-Kaisen-Platz mit 0:2 unterlegen.
Doch diese Erfolgserlebnisse bleiben bei den Bremerhavenern in dieser Saison eine Rarität. Auch ein Trainerwechsel bereits Anfang November brachte nicht den gewünschten Effekt. Pünktlich zum zweiten Heimspiel gegen die Steelers soll nun aber noch ein neuer Stürmer für den erhofften Aufschwung sorgen. Kurt MacSweyn heißt der neue Mann, der bereits in der vergangenen Saison in Bad Tölz Deutschlanderfahrung sammeln konnte. MacSweyn gilt als Kämpfer und tauchte als solcher auch in der Bietigheimer Gerüchteküche auf. Schließlich sind die Steelers derzeit auch noch auf der Suche nach einem Ersatz für den an einem Muskelriss laborierenden Patrick Grandmaitre.
Mit den Reisestrapazen noch in den Knochen, wird die Partie gegen Landshut dann auch alles andere als ein Zuckerschlecken. Die beiden ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison standen jeweils auf des Messers Schneide. Das Heimspiel gewannen die Steelers nach einer intensiven Partie mit 1:0. In der Heimatstadt von Steelers-Coach Christian Brittig unterlagen die Grün-Weißen dann mit 4:5 nach Penaltyschießen, nachdem sie zuvor zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt hatten. Doch so eindrucksvoll die Aufholjagd war, die fünf Gegentore sind mit den beiden Derby-Pleiten gegen Schwenningen (0:5 und 2:5) und der knappen 4:5-Niederlage bei Ligaprimus Kassel, der bisherige Negativrekord der Bietigheimer in dieser Saison.
Ähnliches ist allerdings am Wochenende nicht zu erwarten. Schließlich haben sich die Steelers inzwischen völlig zurecht zur besten Abwehr der Liga gemausert. Dabei ist keineswegs Catenaccio italienischer Prägung zu sehen. „Angriff ist die beste Verteidigung“, gibt Christian Brittig als Devise aus und lässt eines der aggressivsten Forecheckings der Liga spielen. Gegen die zuletzt eher schwächelnde Landshuter Offensive könnte dies erneut zum Erfolg führen. Ihr Pulver scheinen die Cannibals am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die durch zahlreiche Abwanderungen geschwächten Landsberger verschossen zu haben. Da gewann der zweimalige Deutsche Meister mit 12:2, in den drei anschließenden Partien erzielte Landshut dann zusammen nur noch vier Treffer, was nur noch zu einem Sieg reichte. Allerdings kommen die Landshuter ausgeruht ins Ellental. Die Partie am vergangenen Sonntag wurde von Essen abgesagt, so dass der EVL in der vergangenen Woche gleich zwei Spiele weniger zu absolvieren hatte, als die Steelers. So oder so ist also eine spannende Partie zu erwarten.
Beide Partien des Wochenendes geht Bietigheim mit einem neuen Torhüter an. Markus Nachtmann heißt die neue Nummer drei auf dieser Position (wir berichteten). Nachtmann hat übrigens keine weite Anreise. Zuletzt spielte er in der Baden-Württemberg-Liga für die Heilbronner Eisbären.
Und noch eine Entscheidung fiel in dieser Woche im Ellental. In Absprache mit dem EV Regensburg wurde die ausgefallene Partie vom 30. Dezember auf Dienstag, den 5. Februar, neu terminiert. Spielbeginn ist um 20 Uhr.


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