Donnerstag, 24. Mai 2012

Kleinigkeiten lassen Traum zerplatzen




23/02 2011

Kleinigkeiten lassen Traum zerplatzen

Faust
Fabian Geißel konzentriert sich beim Zuspiel. Doch letztlich war alle Anstrengung umsonst. Der TV Vaihingen II verpasste den Aufstieg in die 2. Faustball-Bundesliga Süd. Foto: privat

Vaihingen (nac). „Nach dem Turnier war ich sehr enttäuscht.“ Auch noch einen Tag, nachdem der TV Vaihingen II den Aufstieg in die 2. Faustball-Bundesliga Süd der Männer verpasst hat, ist TVV-Schlagmann Maximilian Gayer geknickt. Letztlich fehlten nur Kleinigkeiten, die den Traum vom Aufstieg haben platzen lassen.

„Es war unser Ziel, in die zweite Liga aufzusteigen“, sagt der Vaihinger Schlagmann Maximilian Gayer. „Tobias Rommel, Jan Bontrup und ich sind jetzt aus der Jugend raus und sollen langsam an die Bundesligamannschaft herangeführt werden, hat uns Trainer Markus Knodel gesagt. Da wären die Spiele in der zweiten Liga schon gelegen gekommen. Das ist ein anderes Niveau als in der Schwabenliga.“ Den Aufstieg haben aber beim Relegationsturnier in der Nähe von Aschaffenburg der TV Schweinfurt-Oberndorf und Gastgeber TV Haibach gefeiert. Schweinfurt-Oberndorf hielt sich schadlos und gab bei vier Siegen in vier Spielen nur drei Sätze ab. Dahinter waren aber drei Mannschaften punktgleich mit 4:4 Zählern – Haibach, der SV Kubschütz und der TV Vaihingen II. Es entschied das Satzverhältnis über Jubel und Niedergeschlagenheit. Und da hatten die Haibacher mit 10:8 Sätzen die Nase vor Kubschütz mit 8:8 und dem TVV II mit 8:10.

Doch auch so ist das Abschneiden der Vaihinger ein Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Klaus Meyer, die in dieser Zusammensetzung bis auf Fabian Geißel und Björn Rink in der aktuellen Hallensaison noch in der A-Jugend antritt, hat sich gegen namhafte Gegner behauptet. Bei Schweinfurt-Oberndorf spielt A-Nationalspieler Fabian Sagstetter. Die Gastgeber sind schon in der vergangenen Feldrunde mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga Süd aufgestiegen. Und auch bei Kubschütz spielte mindestens ein Spieler, der bereits Erstliga-Erfahrung hat. Gayer: „Ich weiß, dass der Kubschützer Mittelmann schon in Berlin in der ersten Liga gespielt hat.“

Die Vaihinger starteten schwer ins Turnier. In ihrem ersten Spiel kämpften sie den TV Heuchlingen, der am Ende ohne Punktgewinn Letzter wurde, mit 3:2 (11:4, 9:11, 11:4, 3:11 und 11:6) nieder. „Das Spiel hat fast eineinhalb Stunden gedauert“, erinnert sich Gayer. „Wir sind mit ihrem Ball nicht zurecht gekommen und sie nicht mit unserem.“ Und es hat an den Kräften gezehrt. Nach nur einer Partie, in der Schweinfurt-Oberndorf Kubschütz in drei Sätzen abfertigte, mussten die Vaihinger gegen die Gastgeber ran. Und die wussten den Vorteil zu nutzen, dass sie ausgeruhter waren. „Wir waren alle zu müde“, berichtet Gayer. „Das Spiel Pause für uns zwischen Schweinfurt und Kubschütz war ziemlich zügig vorbei.“ Um Kräfte zu sparen, schlug Geißel die Angaben. „Doch das ging nicht ganz so gut“, analysierte Gayer, etatmäßiger Schlagmann und Hauptangreifer. Haibach gewann mit 7:11, 11:6, 11:4 und 11:8 gegen den TVV II. Besonders ärgerlich ist die Niederlage, da dieser Sieg am Ende den Haibachern zum Aufstieg verhalf und den Vaihingern diesen kostete. „Gegen Haibach gewinnen wir an einem guten Tag“, ist sich Gayer sicher.

Am Tag darauf verlangte auch der SV Kubschütz den Vaihingern alles ab. Gayer: „Wir haben gespielt, was wir können. Und zum Glück hat es gereicht.“ Erneut mussten die Vaihinger über fünf Sätze gehen – 11:7, 9:11, 12:10, 6:11 und 11:4. Im abschließenden Spiel für Vaihingen war der TV Schweinfurt-Oberndorf eine Nummer zu gut. „Deren Schlagmann Oliver Bauer hat gegen uns alles getroffen“, erinnert sich Gayer. „Auch wenn alles normal gelaufen wäre, hätten wir gegen Schweinfurt keine Chance gehabt.“ Der Zweitliga-Aufsteiger gewann gegen den TVV II mit 11:3, 6:11, 11:7 und 11:6.


TV Vaihingen II: Gayer, Geißel, Bontrup, Rommel, Perleß, Schindler, Rink.




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