Donnerstag, 24. Mai 2012

Sieben Indiaca-Teams aus Enzweihingen sind weiter




Die Enzweihinger Mannschaft Mixed 35+ (von links: Christoph Leikam, Inge Zimmermann, Catrin Knoll, Martin Krauß und Eberhard Enz) gehört zu den sieben Mannschaften des gastgebenden Vereins, die gestern eine Runde weiter gekommen sind. Foto: Küppers
Die Enzweihinger Mannschaft Mixed 35+ (von links: Christoph Leikam, Inge Zimmermann, Catrin Knoll, Martin Krauß und Eberhard Enz) gehört zu den sieben Mannschaften des gastgebenden Vereins, die gestern eine Runde weiter gekommen sind. Foto: Küppers

Enzweihingen (rkü). Die besten Indiacaspieler Württembergs haben gestern in Enzweihingen um die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft gekämpft. Das knallgelbe Spielgerät mit dem roten, leicht gestutzten Federbusch wurde schwungvoll übers Netz gespielt und kurz vorm Aufschlag noch vom Boden gekratzt.

Wer sich an Jungschar- oder Jugendgruppenzeiten erinnert, in denen man selbst Indiaca gespielt hat, dürfte wohl kaum erwartet haben, dass es in diesem Sport auch deutsche Meisterschaften gibt. Doch was die Spezialisten gestern in Enzweihingen zeigten, hatte nur wenig mit dem gemein, was man in der Gruppenstunde auf der Wiese so spielt. Die Mannschaften waren taktisch gut eingestellt, zeigten nach der Annahme ein möglichst sauberes Zuspiel und einen druckvollen Angriffsschlag. Doch auch der Spaßfaktor komme bei derartigen Meisterschaften nicht zu kurz, erläuterte Inge Zimmermann vom gastgebenden TSV Enzweihingen. „Wir sehen das als eine Art Jahresausflug“, beschrieb sie den Rahmen, wenn eine Mannschaft mit möglichst wenig Autos, ein paar Begleitern und einer zusätzlichen Übernachtung im Hotel zur deutschen Meisterschaft reist.
Doch genau dieser Aufwand, so Klaus Neff aus Bietigheim, halte immer wieder Mannschaften von der Teilnahme an Meisterschaften ab, für die sie sich sportlich qualifiziert hatten. Neff ist Landesfachwart Indiaca im Schwäbischen Turnerbund (STB). Die DM der Männer 35 findet in Wattenscheid statt, was einige hundert Kilometer Anfahrt bedeutet. Genau das könnte für den TSV Enzweihingen die Rettung sein. Denn die Männer 35 haben beim gestrigen Qualifikationsturnier nur den dritten Platz belegt. Falls nun eine der beiden besser platzierten Mannschaften auf ihr Startrecht verzichten sollte, könnten die Enzweihinger nachrücken.

19 Mannschaften waren gestern am Start, darunter acht aus Enzweihingen. Von diesen wiederum haben sich vier in ihren jeweiligen Altersklassen für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Die jüngsten Enzweihinger, die gestern am Start waren, nämlich Frauen, Männer und Mixed in der Altersklasse 19+, haben sich für die süddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Lediglich die Männer 35+ patzten. Inge Zimmermann dazu: „Unsere Männer sind schon gut, aber dieses Mal hat es nicht so gut geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

Die Frauen 35+ des TSV Enzweihingen waren gestern in ihrer Altersklasse ohne Konkurrenz. Darum spielten sie im Turnier der jüngeren Mannschaften mit, in denen ebenfalls Enzweihinger, aber auch Ötisheimer Indiacaspielerinnen am Start waren. Die Frauen 35+ nutzten die Gelegenheit, um Spielpraxis zu sammeln. Dieses Team ist nämlich vor kurzem neu zusammengewürfelt worden, nachdem eine Spielerin mit dem Indiacasport aufgehört hat und eine andere nach Brasilien gezogen ist. „Drei neue haben wir schon aktiviert“, freute sich Zimmermann gestern am Rand des Turniers. „Die müssen wir jetzt einbauen – der erste Schritt ist getan.“




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