Donnerstag, 24. Mai 2012

Auftakt in der Fremde




12/02 2010

Auftakt in der Fremde

Fuba
Ballakrobatik bei den Roßwagern (rechts)? Trainer Martin Grözinger fordert gegen den FV Löchgau II vor allem Kampf. Foto: Simecek/Archiv

Roßwag (nac). Die Leidenszeit der Roßwager ist vorbei. An diesem Samstag (15 Uhr) beendet A-Ligist FV Roßwag mit dem Nachholspiel gegen den FV Löchgau II die Vorbereitung und die fußballfreie Zeit. Allerdings nicht wie vorgesehen auf dem eigenen Platz. Die beiden Mannschaften haben sich darauf geeinigt, das Heimrecht zu tauschen.

„Ich hätte lieber zu Hause gespielt“, sagt Martin Grözinger. „Auf einem tiefen Rasenplatz hätten die Löchgauer ihre spielerischen Vorteile nicht so ausnützen können.“ Aber der FVR-Trainer weiß auch, dass unter den aktuellen Wetterverhältnissen, das Spiel in Roßwag ausgefallen wäre. In Löchgau kann die Partie auf einem Kunstrasenplatz stattfinden. Beiden Teams ist daran gelegen, dass die Nachholbegegnung auch ausgetragen wird. Grözinger: „Die Löchgauer haben Terminprobleme, weil sie auch noch im Pokal vertreten sind. Und mir ist es auch lieber, das Spiel findet an einem Wochenende statt. Unter der Woche fehlen immer wieder Spieler beruflich oder studienbedingt.“

Die Vorbereitung lief alles andere als optimal. Aber das lässt Grözinger nicht als Ausrede gelten. „Alle anderen haben mit den gleichen Verhältnissen zu kämpfen gehabt“, sagt der FVR-Trainer. „Es war ganz ok. Wir hatten die Möglichkeit, einige Trainingseinheiten auf dem Rasenplatz oder einem Kunstrasen zu machen.“ Und das war Grözinger wichtig. „Man kann immer darüber diskutieren, ob man noch die ein oder andere Halleneinheit dazugenommen hätte“, ergänzt der Roßwager Trainer. „Aber die Runde geht auch draußen los.“

Hauptaugenmerk während der viereinhalb Wochen Vorbereitung lag auf „Dingen, die in der Hinrunde nicht so gut liefen“ (Grözinger). Im einzelnen heißt das, der Trainer hat an konditionellen Defiziten arbeiten lassen und hat die Kommunikation innerhalb der Mannschaft verbessert. „Das Verschieben und das Nachschieben und Umschalten hat nicht so geklappt“, berichtet der Übungsleiter. „Die zentralen Spieler in der Abwehr müssen die Kommandos geben. Und ein Teil der Mannschaft hat in der Hinrunde was gemacht. Andere sind dagegen stehen geblieben.“

An der taktischen Grundausrichtung wird sich aber nichts ändern. Auch in den restlichen 14 Spielen hält der FVR-Trainer am System mit einem Libero, zwei Manndeckern und einem Fünfer- oder sogar Sechser-Mittelfeld fest. Grözinger: „Die taktische Ausrichtung richten wir immer am Gegner aus.“ In Löchgau wird man eine eher defensiv eingestellte Roßwager Mannschaft sehen. „Löchgau ist eine spielstarke und laufstarke Mannschaft. Wir werden nicht ins offene Messer laufen“, sagt der Übungsleiter. „Läuferisch sind wir gleich auf. Spielerisch können wir aber nicht mithalten. Wir müssen mit Kampf dagegenhalten.“

Dennoch rechnet sich der FVR-Trainer einen Punkt beim „Topfavoriten“ (Grözinger) aus: „Löchgau hat diese Saison auch schon dreimal verloren. Es ist das erste Spiel nach der Winterpause. Da weiß man sowieso nicht, wo die Teams stehen. Es muss aber alles passen.“ Zwar bringt ein Punkt die Roßwager in der Tabelle nicht weiter. Aber es wäre ein Anfang im Abstiegskampf. Doch Grözinger weiß auch, dass der FVR noch rund 20 Punkte zum Klassenerhalt braucht. Deshalb fordert der Trainer auch: „Wir brauchen einen guten Start. In Löchgau haben wir noch etwas Schonfrist. Aber gegen die SpVgg Bissingen zählt es.“

Die Generalprobe haben die Roßwager am Mittwochabend gegen den TSV Kleinglattbach mit 6:1 gewonnen. Steffen Ackermann (8. Minute), Michel Kowalski (30.), Stefan Gayer (50.) sowie dreimal Manuel Gayer (60., 80. Und 85.) schossen die Tore für die Roßwager. Den Ehrentreffer für Kleinglattbach erzielte Marc Hahn (63.). Trotz des Torefestivals war noch viel Sand im Getriebe der Roßwager. Grözinger: „Am Anfang war Kleinglattbach überlegen. Aber es war noch einmal eine Wettkampfeinheit.“




Seitenanfang