Donnerstag, 24. Mai 2012

Hellas hält nur ein Viertel mit




08/02 2010

Hellas hält nur ein Viertel mit

BB
Als Esslingens Center Jan Reiter nageflogen kommt, steckt Ingo Jahn (links) den Ball zu einem Mitspieler durch. Foto: Lämmle

Vaihingen (nac). Es ist mal wieder das dritte Viertel gewesen. Wie so oft in dieser Saison hat Basketball-Landesligist BSG Vaihingen/Sachsenheim auch gegen Hellas Esslingen das Spiel im dritten Abschnitt entschieden. Während die Vaihinger 20 Punkte erzielten, gelangen den Esslingern nur neun Zähler.

Es war das Aufeinandertreffen des Zweiten gegen den Fünften. Beide Mannschaften trennten vor der Partie nur ein Spiel. Was ein Spitzenspiel zu werden versprach, war über weite Phasen ein einseitiges Vergnügen. Nur im ersten Viertel hatten die Zuschauer das Gefühl, dass sich die Vaihinger gegen Esslingen schwer taten. Vor allem der reaktivierte Hannes Dreyer bereitete den BSG-Spielern einige Probleme. Alleine im ersten Viertel erzielte der Flügelspieler zehn der 24 Esslinger Punkte. Er war nur selten zu stoppen. Von außen traf er seine Würfe sicher, unter dem Korb setzte er sich im Eins-gegen-eins durch und im Nachfassen war er bei den Offensivrebounds erfolgreich. Doch so stark Dreyer begonnen hatte, so stark ließ der Esslinger auch nach. Seine Punkteausbeute halbierte sich bereits im zweiten Viertel auf fünf Zähler. In der zweiten Halbzeit erzielte er noch acht Punkte.

Nachdem Dreyer im ersten Viertel die Vaihinger Mann-gegen-Mann-Verteidigung noch durcheinander gewirbelt hatte, stellte BSG-Spielertrainer Thomas Gabriel nach nicht einmal acht gespielten Minuten auf eine Zonenverteidigung um. Das zog den Esslingern den Zahn. Nach dem ausgeglichenen ersten Durchgang (24:24) übernahmen die Vaihinger durch einen 8:0-Lauf zwischen der 18. und der 20. Minute das Kommando.

Den knappen 40:36-Vorsprung zur Halbzeit baute die BSG durch ein hervorragendes drittes Viertel auf 60:45 aus. Auffälligster Akteur in dieser Phase war Chris Pichl. Der Vaihinger Flügelspieler stibitzte ein ums andere Mal den Esslingern den Ball und leitete durch seine Ballgewinne sogenannte Fastbreaks, Schnellangriffe, ein, wodurch die Vaihinger zu leichten Punkten kamen. Dennoch blieb Pichl bescheiden: „Was soll ich denn machen? Die haben mir praktisch in die Arme gepasst.“

Anfang des letzten Abschnitts brachte BSG-Spielertrainer Gabriel mit dem 60:45-Vorsprung im Rücken die bis dahin nicht eingesetzten Darijan Briski und Michael Lämmle. Dadurch riss bei den Vaihingern etwas der Spielfluss. Nach 34 Minuten stand es nur noch 64:53. Gabriel reagierte und wechselte wieder seine Leistungsträger ein. Das zeigte Wirkung. Als Ingo Jahn unbedrängt einen Drei-Punkte-Wurf aus der Ecke zum 67:53 traf (36. Minute), war das Spiel entschieden. Einen Angriff später baute Alexander Stindl durch einen weiteren Dreier den Vorsprung auf 70:53 aus. Die Esslinger ließen die Köpfe hängen und ergaben sich in ihr Schicksal.

Durch den Sieg gegen den direkten Konkurrenten festigt die BSG Vaihingen/Sachsenheim Tabellenplatz zwei mit zwölf Siegen bei fünf Niederlagen. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt aber weiterhin Rot-Weiß Stuttgart, das durch den 76:71-Erfolg über die KSG Gerlingen seine weiße Weste verteidigte.

BSG Vaihingen/Sachsenheim: Jahn (8), Jelden, Pichl (21), Gabriel (19), Hahn (7), Stindl (12), Briski, Beisel (17), Lämmle, Mahler (2).




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