Donnerstag, 24. Mai 2012

Zwei Stürze bremsen Schulze nicht




03/02 2010

Zwei Stürze bremsen Schulze nicht

MTB
Marc Schulze (links) überzeugt beim Dirty Race in Murr mit der sechstschnellsten Mountainbikezeit. Foto: privat

Murr (nac). An Normann Stadler ist beim Dirty Race in Murr keiner vorbeigekommen. Doch hinter dem Triathlon-Weltmeister überquerte Marc Schulze vom Kona-Rathaus-/Bike-Ranch-Team aus Hochdorf als Neunter die Ziellinie. Die Zeit von 1:14:10 Stunden reichte, um in der Altersklasse M30 ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Die Strecke war durch Eis und Schnee extrem glatt und gefährlich. Dadurch kam es auch zu einigen Stürzen. Marc Schulze legte es gleich zweimal. „Gott sei Dank hat sich Marc dabei nicht verletzt. Sonst wäre wahrscheinlich gleich die ganze Saison im Eimer. Und das wegen eines Trainingsrennens“, berichtete Teamchef Carsten Schnürle.

Aber auch die beiden Stürze konnten Schulze nicht aufhalten. Vom Start weg setzte er sich beim ersten Laufen – das Dirty Race setzt sich aus einer fünf Kilometer langen Laufstrecke, einer rund 18 Kilometer langen Mountainbikestrecke und einem Lauf von rund vier Kilometern zusammen – mit einer Spitzengruppe um Stadler vom Feld ab. Doch schon zum Ende des Laufes musste er eine kleine Lücke reißen lassen. Beim Wechsel auf das Mountainbike hatte Schulze bereits rund 90 Sekunden Rückstand auf Stadler und einige andere Athleten. Auf dem Rad fuhr er mit 39:53 Minuten aber die sechstschnellste Zeit. Dadurch hatte sich Schulze bereits vom 14. auf den neunten Platz im Gesamtklassement nach vorne gearbeitet. Mit einer Zeit von 15:44 Minuten über die abschließenden vier Kilometer verteidigte er seinen Vorsprung vor den Verfolgern. Schnürle: „Das ist jetzt der sechste Sieg für unser Team in dieser Saison. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese Winter-Crossrennen sind ein gutes Vorbereitungstraining in dieser Jahreszeit und dienen dem Aufbau für die kommende Mountainbike-Saison.“

Timo Engels vom TSV Enzweihingen lag nach dem ersten Lauf mit Platz neun vor Schulze. Doch auf dem Mountainbike und im abschließenden Lauf verlor Engels noch einige Plätze. Im Gesamtklassement kam er nach 1:19:46 Stunden auf Platz 28 ins Ziel – Rang fünf in der Altersklasse M30. Drei Plätze schlechter war Jochen Fauth vom Team Sport Evolution aus Illingen in dieser Klasse platziert. Seine Zeit: 1:24:37 Stunden. Ebenfalls den fünften Platz in seiner Altersklasse M40 erreichte Thomas Fischer vom Kona-Rothaus-/Bike-Ranch-Team. Fischer benötigte 1:20:01 Stunden. In der Klasse M35 kam Mirko Engel vom TSV Oberriexingen nach 1:32:09 Stunden als Neunter ins Ziel. Wolfgang Mailänder aus Oberriexingen sowie Manfred Koller und Arno Deißer vom Team Sport Evolution belegten in der Klasse M50 die Plätze sieben, neun und 13.

Überragender Sieger war aber Normann Stadler. „Das hätte ich nicht gedacht“, rief Dirty-Race-Sprecher Achim Seiter, als Stadler nach 1:06:51 Stunden mit fast zwei Minuten Vorsprung über die Ziellinie lief. Der Ironman-Hawaii-Sieger der Jahre 2004 und 2006, der normalerweise auf den langen Strecken zu Hause ist, war erst zwei Tage zuvor vom Ausdauertraining aus dem frühlingshaften Fuerteventura gekommen. „Es war nicht ganz leicht im Matsch“, räumte Stadler nach seinem Zieleinlauf ein. „Aber die anderen hatten weit mehr Probleme.“ Zweiter wurde Felix Schumann (EJOT Team Buschhütt) in 1:08:36 Stunden vor Johannes Moldan (FC Dörlesberg) in 1:08:45 Stunden. „Normann ist phänomenal mit den Bedingungen zurechtgekommen“, gratulierte Schumann dem Sieger. „Wenn er Druck auf die Kette kriegt, ist er nicht zu halten.“

In der Mannschaftswertung kam das Kona-Rothaus-/Bike-Ranch-Team mit Schulze und Fischer (2:34:11 Stunden) auf den siebten Platz. In der Addition hatten sie gut zehn Minuten Rückstand auf die Sieger, das Team Haico Racing mit Matthias und Thomas Pfrümmer. Das Duo Team Sport Evolution mit Fauth und Koller (3:07:00 Stunden) erreichte als 21. das Ziel.




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