Der SV Illingen musste zeitweise elf Mann ersetzen
Illingen (rkü) – Für den SV Illingen ist die Saison in der Fußball-Kreisliga A3 bislang völlig unbefriedigend verlaufen. Jörg Rieger, der sportliche Leiter des Vereins, erläuterte zu den Gründen: „Wir haben zeitweise auf elf Spieler verzichten müssen, die letzte Saison gespielt haben.“ Über den Winter wurden jetzt vier Neue verpflichtet.
Rückblick: Aus 15 Spielen hat der SV Illingen 14 Punkte geholt. Tabellenplatz 13, akute Abstiegsgefahr. Das ist ein deprimierendes Ergebnis, erst recht für einen Verein, der als mittelfristiges Ziel den Aufstieg in die Bezirksliga angegeben hat. Zu Saisonbeginn hatten die Verantwortlichen als Etappenziel „einen besseren Platz als in der vergangenen Saison“ im Blick. Damals war der SVI Achter geworden.
Doch dann kam die neue Saison und es gab grundlegende Veränderungen in der jungen Illinger Mannschaft. „Wir haben die Studentenschaft nicht auffangen können“, bringt es Jörg Rieger auf einen kurzen Nenner. „Fünf Leistungsträger fallen aus, weil sie auswärts studieren und entweder nur am Wochenende oder fast gar nicht mehr in Illingen sind.“ Dazu kam, dass sich mehrere Akteure verletzten und der Verein gegenüber der ursprünglichen Planung zeitweise bis zu elf Spieler ersetzen musste. Derzeit ist es nur noch Oliver Rapp, der mit einem Kreuzbandriss ausfällt – allerdings auf längere Sicht. „Er kommt inzwischen wieder ins Training, aber bis er wieder voll einsatzfähig ist, wird es April oder Mai werden“, befürchtet der sportliche Leiter.
Personal: Darum hat er schon lange vor der Winterpause seine Fühler ausgestreckt, um die Mannschaft des SV Illingen möglichst schnell zu verstärken. Vier Neuzugänge vermeldet Rieger. Drei davon haben bereits in Illingen gespielt und stoßen wieder zur Mannschaft. Der vierte ist ein Spieler mit Landesliga-Erfahrung: Benjamin Schmidt, der zuletzt für KSG Gerlingen spielte. „Den habe ich schon länger im Auge gehabt“, sagt Rieger. „Er ist ein Stürmer, der bei uns die Lücke im Angriff schließen soll. Ich hoffe, dass er einschlägt.“ Der Spieler aus Nussdorf sei in Gerlingen in der ersten und zweiten Mannschaft eingesetzt worden und könne für das Illinger Team zur wichtigen Stütze werden. Arben Thaqi kehrt vom VfR Sersheim an seine frühere Wirkungsstätte im Eichwaldpark zurück. „Er soll hinter der Spitze die Position besetzen, die bei uns vakant ist“, erläutert Rieger. Außerdem hat er zwei Brüder wieder aktiviert, die beim SVI gespielt haben und zuletzt pausierten. Patrick König nahm nach der A-Jugend eine kleine Auszeit. „Jetzt hat er sich sehr gut in die Erste eingefügt, er hat einen Riesensprung nach vorne gemacht“, lobt Rieger. Markus König, der ältere Bruder, kehrt ebenfalls wieder ins Team zurück.
Ausblick: Die Vorbereitung beim SV Illingen läuft gut, die Trainingsspiele brachten Erfolgserlebnisse. Auf Kunstrasen gewann der SVI mit 2:1 gegen Hemmingen und mit 2:0 gegen Iptingen. Am Samstag (14. Februar, 14.30 Uhr) steht in Maulbronn das letzte Testspiel an. Durchschnittlich 20 Spieler kamen ins Training, das bereits seit Dreikönig wieder läuft. Je nach den Platzverhältnissen standen Spielsituationen oder Konditionstraining auf dem Programm. „Der Trainer Ferdinand Haupt legt großen Wert auf das Spielverständnis und die Kombination“, sagt der sportliche Leiter. Am Konzept werde in Illingen nicht viel geändert. Mit den Verstärkungen und etwas weniger Verletzungspech hofft Jörg Rieger darauf, in der Rückrunde wesentlich effektiver zu punkten als bisher. „Die Mannschaft ist jung und hat viel Potenzial.“ Sie muss es nur abrufen.
