Donnerstag, 24. Mai 2012

Torfabrik wie beim Tabellenführer




Torfabrik wie beim Tabellenführer
Fußball: Zwischenbilanz des SV Horrheim

Horrheim (dha) - Vergangene Saison ist dem SV Horrheim der direkte Wiederaufstieg in die Kreisliga B5 gelungen. In der Hinrunde zeigte sich auch, warum die Mettertäler dorthin gehören. Der SVH steht auf Platz acht im gesicherten Mittelfeld und mit 35 erzielten Toren hat der Verein den zweitbesten Sturm der Liga.

Rückblick: Wenn man als Aufsteiger mit dem Saisonziel „Platz fünf bis neun“ antritt und nach der Hälfte der Saison mit 18 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und somit im gesicherten Mittelfeld steht, kann man doch eigentlich zufrieden sein. Horrheims Spielleiter Peter Seyb ist es aber nur teilweise: „Es waren einige Spiele dabei, in denen wir die Punkte verschenkt haben. Das hätte nicht sein müssen. Aber sonst sind wir sehr zufrieden.“
Das Torverhältnis von 35:27 Toren fällt auf. 35 geschossene Tore, das sind genauso viele wie Tabellenführer Großglattbach. Nur Iptingen und Kleinglattbach waren noch torgefährlicher (jeweils 36 Treffer). In Christian Asprion (zehn Tore) und Dominik Faigle (neun) haben die Horrheimer zwei der besten Stürmer der Liga in ihren Reihen.
Doch für Seyb ist das gar nicht so wichtig: „Klar ist es für einen Stürmer gut und wichtig, dass er Tore schießt, aber wer sie macht ist egal. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft gewinnt.“ Asprion war zu Saisonbeginn eigentlich als Torwart gemeldet, da er auch in der Jugend schon als Torwart und Feldspieler aktiv war. Doch in Matthias Beyer bekam Horrheim wieder einen Torwart und so wurde Asprion als wichtiger Spieler im Mittelfeld eingesetzt.

Personal: Von Verletzungen werden die SVH-Kicker nicht geplagt und auch Abgänge gibt es nicht zu vermelden. Stattdessen kehrt ein alter Bekannter zu den Rot-Weißen zurück: Bernd Schneider kommt vom FC Gündelbach wieder nach Horrheim. Der Stürmer wechselt immer wieder zwischen Horrheim und Gündelbach, da er aus Horrheim stammt und in Gündelbach wohnt. „Schneider ist einer, der gerne Fußball spielt und wird hauptsächlich in unserer Zweiten zum Einsatz kommen“, sagt Seyb. Dieser gibt im März das Amt des Spielleiters nach 15 Jahren ab. Der Nachfolger steht schon fest, soll aber erst im März bekannt gegeben werden.
Seyb bleibt dem SV Horrheim aber auch weiterhin erhalten. Schließlich übt er noch das Amt des Schiedsrichterbetreuers und Abteilungsleiters aus und hilft sonst noch bei weiteren Tätigkeiten und Aufgaben im Verein. Im März soll auch geklärt sein, ob Trainer Achim Glückler wie bisher weitermacht.

Ausblick: Die Vorbereitung beim SV Horrheim läuft gut. Seit zwei Wochen wird auf dem Platz trainiert. Zuvor war die Mannschaft in der Halle und trainierte spezifisch. Mit Thomas Asprion, dem Vater von SVH-Akteur Christian, wurde die Kondition verbessert. Hans-Dieter Blessing kümmerte sich verstärkt um die Torhüter. Auch wenn der Platz zum Teil noch schmierig, wässrig oder gefroren ist, wird jetzt wieder draußen trainiert.
„Ständig in der Halle zu trainieren oder nur zu laufen, bringt ja auch nichts“, begründet Seyb, der sagt, dass die Trainingsbeteiligung gut sei. „Obwohl einige aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren, sind zur Zeit im Durchschnitt etwa 20 Leute im Training.“ Das bisher einzige Testspiel ging beim TGV Beilstein (Neunter der Kreisliga A1 im Bezirk Unterland) mit 1:3 verloren. Die Mettertäler, für die Andreas Hoffmann traf, wechselten viel durch und setzten 16 Spieler ein. Zwei weitere Testspiele sind noch geplant: Eines gegen A3-Tabellenführer FV Roßwag und das andere gegen A3-Schlusslicht TSV Häfnerhaslach.
Am 1. März beginnt mit dem Nachholspiel gegen den SV Riet für die Horrheimer die Rückrunde. „Für uns ist jedes Spiel wichtig und wir sind alle heiß auf die Rückrunde, aber wir dürfen keinen Gegner unterschätzen“, sagt Seyb. Mit welchen Erwartungen geht man im Mettertal in die Rückrunde? „Wir haben uns bisher wacker geschlagen, müssen so weitermachen, wie in der Hinrunde und dürfen die Fehler, die dort passiert sind nicht mehr aufkommen lassen. Mit Platz fünf oder sechs wäre ich sehr zufrieden“, gibt Seyb die Marschroute für das junge Team (Durchschnittsalter: 22 Jahre) vor.




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