Donnerstag, 24. Mai 2012

Stimmung in der Stadthalle bis nach Mitternacht




Vaihingen (rkü) – Die Sportlerehrung war ein großes Fest für die Vaihinger Sportler und ihre Bewunderer. In der Stadthalle wurde ungewöhnlich lang gefeiert. Kurz vor Mitternacht hatten die Faustballer die Kapelle „Smart“ endlich überredet, gemeinsam mit ihnen das Lied „Ein Stern, der über Vaihingen steht“ anzustimmen.

Zu dieser Zeit waren immer noch fast 100 Gäste im Saal. Als die Feier um 19 Uhr begann, waren es weitaus mehr. Allein 108 Sportler wurden für ihre Leistungen im Jahr 2008 gewürdigt. Oberbürgermeister Gerd Maisch überreichte Medaillen und Urkunden, Stadtkämmerer Jürgen Liegmann verlas die große Liste der Namen und Erfolge. Der Ehrungsmarathon begann mit den erfolgsverwöhnten Schützen aus Aurich. „Nicht nur, weil Aurich einer der schönsten Stadtteile ist, die wir haben“, sagte Liegmann. Vielmehr habe man die Liste nach dem Alphabet sortiert.

Der Oberbürgermeister betonte in seiner Laudatio: „Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt und nach den Erfolg die Ehrung.“ Doch Sport sei nicht nur eine Schweiß treibende Angelegenheit, sondern diene „auch der Kameradschaft und vielem mehr“. Maisch unterstrich, dass sich Breiten- und Spitzensport nicht nur sehr gut ergänzten, sondern dass sie geradezu aufeinander angewiesen seien. „Aus dem Breitensport erwachsen die Talente und im Spitzensport gibt es die Vorbilder, die jungen Talenten den Ansporn zu Spitzenleistungen geben.“

Angesichts der geballten Sportprominenz aus der Stadt und der zu erwartenden Forderung nach weiteren Hallenkapazitäten erwähnte der Oberbürgermeister gleich bei der Begrüßung das Engagement der Stadt für einen funktionierenden Sportbetrieb. „Neben der Barförderung für die Vereine stellen wir die Sporthallen zur Verfügung. Wir fördern den Sport mit enormen Summen, die bei unseren Vereinen gut angelegt sind.“

Der Ehrungsmarathon wurde immer wieder unterbrochen durch kurze Interviews, die VKZ-Sportredakteurin Eva Wirth mit den ausgezeichneten Sportlern führte. Auf die Frage, was ihnen der Trainer wohl noch beibringen könne, fiel den Enzweihinger Indiacaspielerinnen spontan nichts ein. Die Akteure des Flugsportvereins Vaihingen kündigten an, dass es sich ab Ostern wieder lohne, in den Himmel über Vaihingen zu schauen, weil dann die entsprechende Thermik den Flugsport begünstige.

Jürgen Liegmann würdigte die Leistung von Schwimmer Heinz Krauss mit den Worten: „Er hat noch keine Ehrung ausgelassen“. Die Faustballspielerinnen merkten beim Interview an, dass sie in der Hallensaison doch gerne öfter als einmal wöchentlich trainieren würden. Auch die Leichtathleten haben noch Wünsche: „Wir haben die Aschenbahn – es könnte auch eine Tartanbahn sein“, sagte Verena Hecht vom TVV. Ihr Vereinskollege Gerhard Dressler (83) wollte sich noch nicht auf eine Prognose einlassen, wie weit er die Kugel wohl dieses Jahr stoßen werde. 2008 hatte er einen Podestplatz bei den deutschen Seniorenmeisterschaften belegt.

VKZ-Geschäftsführer Helmut Schürmann sagte bei der Ehrung der beiden Mannschaften des Jahres, dass sich Vaihingen im Jahr 2008 zu einer Faustball-Hochburg entwickelt habe. Sowohl bei den Frauenmannschaften als auch bei den Männern / gemischten Teams lagen die Ballkünstler des TV Vaihingen ganz oben in der Gunst der Wähler. Beide Mannschaften bekamen einen großen Pokal sowie den Sekt, um das Gefäß gleich füllen zu können. In einer Showeinlage nahm die Gruppe „Die Kaltensteiner“ vom TV Vaihingen, passend gekleidet in bunte Warnwesten, einige Tätigkeiten eines Bauhofs auf die Schippe.

Seit 25 Jahren gibt es die Vaihinger Sportlerehrung, vom ersten Mal an ist auch der TVV-Schwimmer Heinz Krauss mit dabei. Ohne Unterbrechung hat er in jedem Jahr ehrungwürdige Leistungen erbracht, so dass er bei der Sportlerehrung stets mit Medaillen, Urkunden und anderen Preisen bedacht wurde.
Nach den Statuten reicht es schon aus, wenn ein Sportler in einer Mannschafts- oder Einzeldisziplin einen Erfolg auf Bezirks- oder Landesebene vorweisen kann. Heinz Krauss hat jedes Jahr mehrere dieser Erfolge vorzuweisen. Sein stärkstes Jahr hatte er 1989, als er sich allein 22 Mal für die Sportlerehrung qualifizierte. Damals war er bei Bezirks-, Landes- und Bundesmeisterschaften ungewöhnlich erfolgreich. Auch im Jahr 2008 holte er einen zweiten und zwei vierte Plätze auf Bundesebene und jeweils fünf Siege bei baden-württembergischen und Bezirksmeisterschaften. Bei der diesjährigen Ehrung sagte Krauss: „Solange ich gesund bin, gibt es keinen Grund aufzuhören.“

Sportlerehrung 1
Sportlerehrung 1
Sportlerehrung 2
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Sportlerehrung 3
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Sportlerehrung 4
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Sportlerehrung 5
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Sportlerehrung 6
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Sportlerehrung 7
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Sportlerehrung 8
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Sportlerehrung 9
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Sportlerehrung 10
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Sportlerehrung 15
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