Donnerstag, 24. Mai 2012

Aurich rennt den Zählern hinterher


Aurich will wieder in die Kreisliga B. Foto: VKZ-Archiv

Aurich (ev) – Seit einem halben Jahr versuchen sich die Fußballer des TSV Aurich in der sogenannten Sicherheitsliga, der Kreisliga C5 – bisher mit durchwachsenem Erfolg. Momentan steht der TSV auf dem dritten Platz. Das Ziel ist aber nach wie vor der Aufstieg.
Saisonverlauf: Zwei Unentschieden und zwei Niederlagen hat sich der TSV Aurich in dieser Saison bereits geleistet – und das, obwohl die Mannschaft um den Titel mitspielen will. In den Partien gegen Horrheim (1:1), Gündelbach II (2:2), Sönmez Bietigheim II (2:3) und Hellas Bietigheim II (2:4) hat Aurich Punkte gelassen und weil die Mission Aufstieg bereits im Oktober in Gefahr zu sein schien, trennten sich der TSV Aurich und Trainer Walter Schlupp. Hans-Ulrich Rähmer hat das Amt dann übernommen und bis jetzt noch keine Punkte verschenkt. „Ich frage nicht, was vorher war. Ich ziehe mein Ding durch“, antwortet der neue Übungsleiter auf die Frage, was er anders macht als sein Vorgänger. Klar ist aber, dass fünf Punkte fehlen. „Gegen Sönmez II kann man ja verlieren, aber das Unentschieden gegen Gündelbach II und die Niederlage gegen Hellas II waren einfach unnötig“, resümiert Rähmer. Diesen Zählern würde man nun hinterherrennen.

Personal: Torwart Sven Alksnis und Manuel Max sind vom TSV Enzweihingen wieder zurückgekehrt, allerdings waren beide bisher nicht die Trainingsfleißigsten. Doch um bei Aurich I zu spielen, müssen sich die beiden reinkämpfen. „Es ist nicht mehr so, dass man aus der B-Klasse nach Aurich kommt und spielt“, erklärt Rähmer. Zunächst wird Martin Hvasta die Position des Torhüters ausfüllen. „Er ist mit Feuereifer dabei und hat den Job in den bisherigen Testspielen gut gemacht“, lobt der Trainer. Vorher hat Hvasta in der zweiten Mannschaft auf dem Feld gespielt.
Eine weniger gute Nachricht hat Hans-Ulrich Rähmer auch parat: „Benjamin Bauz hat sich bei einem Zweikampf im Testspiel gegen Riet den Oberarm gebrochen.“ Ausfallen wird Bauz wohl länger. „Sechs Monate werden da wahrscheinlich nicht reichen“, so Rähmer.

Ausblick: Die Testspiele des TSV Aurich waren bisher vielversprechend. Nur gegen A-Ligist Großglattbach (0:2) hat Aurich verloren. Gegen Kleinglattbach gab’s ein Unentschieden und gegen Riet einen 6:1-Sieg. „Allerdings haben weder der SV Riet noch wir mit der kompletten ersten Mannschaft gespielt“, so Rähmer. Der Grund laut Rähmer: in rund vier Monaten könnten beide Mannschaften in der Relegation aufeinander treffen. „Mit so etwas muss man immer rechnen, auch wenn das Ziel der Aufstieg ist“, so Rähmer.
Noch in dieser Woche könnte der TSV Aurich in der Tabelle einen Sprung nach vorn machen, denn vermutlich wird Sönmez Bietigheim seine zweite Mannschaft abmelden (die VKZ berichtete) und die ist in der Kreisliga C5 gerade Tabellenführer. Die Auricher hätten dann eine Niederlage weniger auf dem Konto und Iptingen II, Aurich und Horrheim wären wieder nahezu gleichauf.
Für diesen Sprung müssten die Auricher nichts tun, für den Rest will Rähmer sorgen: „Die Spieler sind fit“, sagt er. Nur gelaufen sei er in der Vorbereitung allerdings nicht: „Ich will ja Fußballer und keine Leichtathleten“, so der Trainer. Ob die Fitness wirklich stimmt, kann Rähmer noch in drei Testspielen feststellen. Am Donnerstag spielt Aurich gegen den FV Markgröningen (19 Uhr), am Sonntag steht ein Test gegen den TSV Ludwigsburg an (15 Uhr) und als letztes steht ein Spiel gegen den TSV Ötisheim am 4. März auf dem Programm (18.30 Uhr). Alle drei Spiele finden auswärts statt.
 Am 9. März steigt dann gleich das Top-Spiel gegen Horrheim. Das Spiel beginnt erst um 15 Uhr. Bisher hatte Aurich I immer um 13.15 Uhr gespielt, weil der Verein vor der Saison zu spät festgelegt hat, welche Mannschaft die erste, welche die zweite ist. „Das war etwas unpraktisch, weil meist bei der Zweiten mehr Zuschauer da waren als bei der Ersten“, erzählt Rähmer. Ab dem 9. März hat aber alles wieder seine Richtigkeit und Aurich I spielt nach der zweiten Mannschaft um 15 Uhr, obwohl sich Rähmer schon fast daran gewöhnt hatte. An eines will er sich aber nicht gewöhnen – an die Sicherheitsliga, denn die C-Klasse sei zwar schön, weil man nicht absteigen könne, aber so ganz sei sie nicht sein Metier.


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