Donnerstag, 24. Mai 2012

Steelers: Ab nach Kassel und dann schnell wieder heim


Die Huskies treffen. Das wollen die Steelers möglichst vermeiden.
Die Huskies (helle Trikots) treffen. Das wollen die Steelers möglichst vermeiden.

Kassel/Bietigheim (js) – Wie gut der SC Bietigheim-Bissingen die Skoda-Cup-Pause genutzt hat, um die Neuzugänge besser ins Team zu integrieren, wird sich wohl gleich im ersten Spiel nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs zeigen. Heute um 19.30 Uhr müssen die Steelers nämlich in der 2. Eishockey-Bundesliga gleich beim souveränen Tabellenführer Kassel antreten. Am Sonntag (18.30 Uhr) sollten zuhause gegen den EHC München Punkte gesammelt werden, um den Play-off-Platz zu sichern.
Nach dem Nachholspiel gegen Regensburg gab es für die meisten Steelers-Cracks zunächst einmal ein paar Tage Urlaub. Nur die Rekonvaleszenten und ein paar Freiwillige gingen aufs Eis. Seit Montag „durften“ dann aber alle wieder zunächst zwei Tage Grundlagenarbeit absolvieren. Im physischen Bereich sollten die Neuzugänge Defizite aufholen und der Rest des Teams einfach noch einmal das Vorhandene auffrischen. Seit Mittwoch gilt das Augenmerk von Trainer Christian Brittig jedoch den beiden Wochenend-Gegnern. Und die haben es in jedem Fall in sich.
Wenn man nach der Statistik geht, brauchen die Steelers erst gar nicht nach Kassel fahren. Erst sieben Punkte hat der souveräne Tabellenführer in 21 Partien auf heimischem Eis abgegeben. Und dabei mussten die Huskies erst eine einzige Niederlage einstecken. Allerdings waren die Bietigheimer bei ihrem ersten Gastspiel in Nordhessen schon ganz knapp dran an einer Überraschung. Noch ohne die beiden derzeit verletzten Alexandre Jacques und Justin Kelly lag das Team von Christian Brittig schnell mit 3:0 vorn. Zu Beginn des Schlussdrittels war die Führung zwar auf 3:2 geschmolzen, doch Kassel musste letztlich alles zeigen, um das Spiel noch zu drehen. Nur knapp vier Wochen später gelang dann zuhause – inzwischen mit Kelly – beim 5:2-Sieg die Überraschung. Beim dritten Aufeinandertreffen ließen sich die Nordhessen dann nicht mehr überrumpeln und fegten die Steelers mit 5:1 aus der eigenen Halle. Immerhin wissen die Cracks aus dem Ellental aber, wie man den Tabellenführer zu Fall bringen kann.
Ganz so weit sind die Erkenntnisse gegen den EHC München noch nicht gediehen. In drei Partien stehen bislang magere drei Pünktchen auf der Habenseite. Dabei hat das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt schon die gesamte Saison über mit Problemen zu kämpfen. Vor Rundenbeginn war der Start auf Grund finanzieller Probleme lange nicht gesichert. Dann hat der Nachfolgeverein des ehemaligen deutschen Meisters Hedos zwar namhaft eingekauft und sogar noch kräftig nachgelegt, doch trotz inzwischen erfolgtem Trainerwechsel – Pat Cortina beerbte Doug Bradley – läuft es sportlich alles andere als nach Wunsch. Die Münchner hängen im Niemandsland der Tabelle, zwar nur zwei Punkte von einem Play-off-Rang, aber auch nur einen Punkt von einem Play-down-Platz entfernt. Immerhin gelang direkt vor der Pause nach langer Durststrecke ein 6:4-Heimsieg gegen die bislang glänzend spielenden Heilbronner Falken. In Bietigheim sollte man also vorgewarnt sein, soll sich zu den beiden Niederlagen im direkten Vergleich (1:2 n.P., 1:3) nicht noch eine dritte gesellen.
Immerhin können sich die Steelers am Wochenende auf zwei wichtige Personalien stützen. Der kampfstarke Max Seyller kehrt nach seiner Handverletzung voraussichtlich wieder ins Team zurück. Auf der Torhüterposition dürfte zudem Marko Suvelo am spielfreien Wochenende reichlich Selbstvertrauen getankt haben. Er war neben Peter Kathan als Bietigheimer Vertreter beim ESBG-All-Star-Spiel und in den Wettbewerben vor der Partie avancierte er zum besten Torhüter.


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