Donnerstag, 24. Mai 2012

Heute Abend Spitzenspiel der Faustballer


Faustball-Ballett – doch entscheidend ist, wo der Ball öfter einschlägt.
Faustball-Ballett – doch entscheidend ist, wo der Ball öfter einschlägt.

Vaihingen (kom) – „Das wird das absolute Saison-Highlight“, freut sich Marco Lochmahr vom TV Vaihingen, dem Tabellenführer der Faustball-Bundesliga Süd, auf das Spitzenspiel gegen Verfolger TV Waibstadt heute Abend um 20 Uhr in der Sporthalle am Alten Postweg.
Auch die Gäste um Zuspieler Marco Schäfer sehen der Abendpartie gespannt entgegen: „Wir sind Außenseiter, da sich Vaihingen zuletzt in überragender Form präsentiert hat, aber wir haben nichts zu verlieren und freuen uns auf das Match vor großer Kulisse.“
Die Favoritenrolle für heute Abend muss der TV Vaihingen wohl annehmen, nachdem die Mannschaft am vergangenen Wochenende das Eliteturnier beim TV Stammheim gewonnen hat. Dort konnte sich der TVV trotz einer 1:2-Niederlage gegen Hannover durch Punktgleichheit und das bessere Satzverhältnis noch an dem leicht geschwächten Nord-Spitzenreiter vorbeimogeln und gewann dann mit einer absoluten Spitzenleistung auch noch das Finale gegen den Schweizer Meisterschaftsfavoriten Schwellbrunn.
Trotz dieses Erfolges so kurz vor der DM-Endrunde versucht TVV-Trainer Werner Blechschmidt, die Euphorie in seinem Team etwas zu dämpfen. Die Glückwünsche zum Sieg in Stammheim sandte er aus dem Ski-Urlaub und für die kommenden Wochen gab er dem Team mit auf den Weg: „Favoritengeschwafel hin oder her – wichtig ist, dran zu bleiben und weiter zuzulegen.“ Denn in der Liga stehen erst mal noch vier wichtige Partien an. Auch heute Abend wird Blechschmidt noch im Urlaub sein: „Markus Knodel wird mich als Coach gut vertreten und ich werde die Daumen drücken und gespannt auf das Ergebnis warten“, teilt er aus der Ferne mit.
Das Hinspiel in Waibstadt gewann der TV Vaihingen mit 5:1. „Dort haben wir eine absolute Traumleistung hingelegt,“ erinnert sich TVV-Angreifer Kolja Meyer. „Hätten wir so in Offenburg gespielt, wäre dort auch nichts angebrannt. Ich rechne fest damit, dass uns am Freitagabend die schwerste Aufgabe der Rückrunde erwartet.“ Dieser Respekt vor dem Gegner beruht offenbar auf Gegenseitigkeit, denn Gästetrainer Rainer Frommknecht äußerte: „Das Team des TV Vaihingen ist auf allen Positionen hervorragend bestückt und besitzt aus meiner Sicht sowohl die beste Abwehr als auch den besten Angriff der Südstaffel.“ Mit Neuzugang Michael Krauss, Kolja Meyer, Marc Krüger und Michael Marx verfüge TVV-Trainer Werner Blechschmidt über gleich vier erstklassige Offensivkräfte und die von Nationalspieler Marco Lochmahr angeführte Defensive zähle ebenfalls zu den besten im nationalen Vereinsfaustball, analysiert Frommknecht.
Die Überlegenheit der Waibstädter dürfte in der Angabe von Sebastian Probst sowie der Defensivarbeit der Angreifer zu finden sein. In Abwehr und Zuspiel hat vermutlich der TV Vaihingen die Nase vorn und in den Bereichen Rückschlag und Block bewegen sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe.
Es bleibt also abzuwarten, ob der TV Waibstadt, der in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel verloren hat und in Bestbesetzung anreisen wird, tatsächlich die Außenseiterrolle einnehmen wird. Auf die Unterstützung ihrer Fans können die Kraichgauer auf jeden Fall zählen. Der ursprünglich geplante Fanbus nach Vaihingen wurde zwar nicht ganz voll, dennoch ist mit vielen Anhängern der Gelb-Schwarzen zu rechnen.
TVV-Abteilungsleiter Markus Knodel hofft auf einen Zuschauerrekord: „Momentan haben wir pro Spieltag rund 200 Zuschauer in der Halle. Das wollen wir heute Abend deutlich toppen. Ich hoffe neben unseren treuen Fans auf viele zusätzliche Zuschauer aus Vaihingen, die zu gewöhnlichen Bundesligaspielen nicht kommen, und auf großes Interesse bei den umliegenden Vereinen.“
In den weiteren Begegnungen an diesem Wochenende geht es für den NLV Stuttgart-Vaihingen am Samstag in Offenburg um die letzte Chance auf die DM-Qualifikation. Für Roth geht es in Tiefenthal um die letzte Chance auf den Klassenerhalt und Weil der Stadt wird am Sonntag versuchen, sich mit einem Sieg in Stammheim auf einem Nichtabstiegsplatz zu halten.


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