Fußball: Zwischenbilanz des SC Hohenhaslach
Hohenhaslach (ev) – Die Hinrunde verlief für die Fußballer des SC Hohenhaslach alles andere als perfekt. Momentan ist die Mannschaft aus dem Kirbachtal Vorletzter in der Kreisliga A3. In der Winterpause hat dann Spielertrainer Rafael Krupop dem Verein auch noch den Rücken gekehrt. Inzwischen wurde aber mit Dieter Kurz ein neuer Trainer gefunden und sein Ziel ist klar: der Klassenerhalt.
Saisonverlauf: Die Saison 2007/2008 war für den SC Hohenhaslach von Beginn an verkorkst. Bereits am zweiten Spieltag war die Mannschaft Letzter. Langsam tasteten sich die Spieler um Spielertrainer Rafael Krupop wieder heran. Ein paar Unentschieden, der erste Sieg – Platz 9, der so sehr gewünschte einstellige Tabellenplatz war erreicht. Doch schneller als ein Düsenjet raste die SCH-Truppe wieder in den Tabellenkeller: Letzter. Abgeschlossen hat die Mannschaft das Jahr auf Platz 13. „Die Saison war ein Wechselbad der Gefühle“, sagt Manfred Wirth, 1. Vorsitzender des Vereins. Mal habe sein Club hoch gewonnen, mal hoch verloren. Schwer im Magen liegen ihm vor allem die beiden Partien gegen Gemmrigheim. „Beim 0:3 haben wir 60 Minuten lang auf ein Tor gespielt. Und beim 0:5 im Rückspiel fehlen mir die Worte. Die Spiele waren verrückt“, murrt Wirth.
Im neuen Jahr folgte für die Verantwortlichen des SCH der nächste Schock: Spielertrainer Rafael Krupop wollte nicht mehr weitermachen (die VKZ berichtete). Der Grund: Er erreiche die Mannschaft nicht mehr. Vielleicht nicht der einzige Grund.
Nur einen Tag später stand nämlich fest: Krupop wird Nachfolger von Boris Cretni bei 08 Bissingen II. Ein Trainerwechsel mit „Gschmäckle“, oder? „Diese Nachricht hat uns auch überrascht. Vor allem weil es so schnell ging. Das wurde von langer Hand an Krupop herangetragen“, stimmt auch Wirth zu. Spielen wird Krupop bei Bissingen aber erst einmal nicht. Er hat keine Freigabe vom SCH bekommen.
Personal: Nach dem Trainerabgang machte sich Hohenhaslach auf die Suche nach Ersatz. Das Problem: „Zu diesem Zeit gab es eigentlich keinen Markt mehr, vor allem nicht für Spielertrainer“, erklärt Wirth. Denn bis zum 31. Dezember mussten sich alle Spieler abmelden, die wechseln wollten. Seit gestern steht der Krupop-Nachfolger allerdings fest. Dieter Kurz übernimmt das Amt beim SCH. Der ehemalige Verbandsligaspieler vom SV Germania Bietigheim und Viktoria Backnang gab den Verantwortlichen des Sportclubs die Zusage bis zum Ende der Saison. Von 1996 bis 1999 war Kurz als Spielertrainer bereits für den Sportclub tätig.
Zwei Spieler werden den Verein zwecks Studium verlassen. Deshalb gab’s auch eine Freigabe. Benjamin Schneider wechselt nach Möglingen und Marcel Rudat wird sich einen Verein in Aschaffenburg suchen.
Ausblick: Bereits am 10. Februar geht es für die SCH-Kicker mit einem Pflichtspiel weiter. Um 13.30 Uhr trifft Hohenhaslach auf Merklingen, den Dritten der Kreisliga A2. Es ist ein Nachholspiel der dritten Bezirkspokalrunde. „Wir würden uns schon freuen, wenn wir weiterkommen, aber in erster Linie ist es ein Testspiel“, gibt Wirth die Zielsetzung aus, denn wenn man realistisch sei, fliege man ja sowieso irgendwann raus und der Klassenerhalt sei wichtiger. Trotzdem gucken die Hohenhaslacher gespannt auf die Partie, ist es doch die erste Bewährungsprobe für den neuen Übungsleiter.
Stattfinden wird das Spiel in Merklingen. In Hohenhaslach könnte man momentan auch noch gar nicht spielen. Aus dem Hohenhaslacher Sportplatz wird ein Kunstrasen verlegt. „Der Grundaufbau ist fertig. Jetzt fehlt nur noch die Elastik-Tragschicht“, berichtet Manfred Wirth. Das sei eigentlich eine Sache von zwei Wochen. Allerdings sollten die Temperaturen dabei über 10 Grad liegen. „Wir hoffen, dass wir Ende März drauf können“, sagt Wirth. Solange wird in Freudental, Ensingen und bei Bedarf in Großsachsenheim trainiert. „Allerdings“, und darauf legt Wirth wert, „nur wenn das Wetter mitspielt. Wir wollen niemandem den Rasen kaputt machen.“ Gespielt wird währenddessen in Kleinsachsenheim. Allerdings könnten da bald die Termine kollidieren, denn der SCH hat in der verbleibenden Rückrunde fast nur noch Heimspiele, da wegen des Umbaus das Heimspielrecht in der Vorrunde einige Male getauscht wurde. „Hoffentlich ist das ein Vorteil für uns“, so Wirth. Eines stimmt ihn auf jeden Fall optimistisch. Vor einem Jahr hatte der SC Hohenhaslach zum gleichen Zeitpunkt nur zwei Zähler auf dem Konto und hat den Klassenerhalt dennoch geschafft.
