Donnerstag, 24. Mai 2012

Fußball: Zwischenbilanz des TSV Kleinglattbach


Nach Schubert kommt Blum.
Der TSV (in grün) wird nur noch ein halbes Jahr von Wolfgang Schubert trainiert.

Kleinglattbach (ev) – Unbeständig wie die Launen eines Teenagers waren die Ergebnisse des TSV Kleinglattbach in der Fußball-Kreisliga B5. Wahrscheinlich mit ein Grund, weshalb die Beziehung zwischen Trainer Wolfgang Schubert und dem TSV Kleinglattbach nur noch ein halbes Jahr halten wird. Ein Nachfolger für Schubert steht übrigens schon fest.

Saisonverlauf:
Über fehlende Tore können sich die Zuschauer des TSV Kleinglattbach in dieser Saison nicht beklagen. 85 Tore sind in den 14 Spielen mit Kleinglattbacher Beteiligung gefallen. Das Problem aus TSV-Sicht ist dabei, dass die Schubert-Truppe nur 41 davon selbst geschossen hat. Das macht zur Winterpause Platz zehn, aber nur dank des besseren Torverhältnisses, denn die beiden Verfolger haben ebenfalls 15 Punkte auf dem Konto.
Ein weiters Manko, mit dem die TSV-Truppe zu kämpfen hat, ist die Unbeständigkeit. Hohe Niederlagen gegen Gündelbach (0:5) und Iptingen (1:5) reihen sich an hohe Siege gegen Mühlhausen (6:4) und Kleinsachsenheim II (9:0).
Ein Grund für die Unbeständigkeit ist laut Trainer Schubert die schlechte Trainingsbeteiligung. „Ich bin es von meinen früheren Vereinen nicht gewohnt, dass so wenige Spieler erscheinen. Aber wenn man nicht übt, kann es im Spiel nicht klappen.“

Personal: Ab- und Zugänge gibt es beim TSV in der Winterpause nicht zu vermelden. Jörg Siegmann kämpft immer noch mit Knieproblemen und wird voraussichtlich nicht mehr zur Mannschaft zurückkehren. Allerdings hatte er in dieser Saison auch noch nicht viele Einsätze.
Ferner werden noch einige weiter A-Junioren zu den Aktiven stoßen. „Die sind wirklich gut“, lobt Schubert. Alexander Stierl zum Beispiel hat im ersten halben Jahr schon einige gute Spiele abgeliefert.

Ausblick: Auch wenn Trainer Wolfgang Schubert weiß, dass man Spieler „nicht ins Training prügeln kann“ und das Erscheinen „eine Charakterfrage ist“, hofft er, dass die Beteiligung in der Rückrunde besser werden wird. „Unsere Zielsetzung für die restlichen Spiele ist klar: Klassenerhalt“, so Schubert. Alles andere sei seiner Meinung nach unrealistisch.
Wenn man über die Saison hinaus blickt, ist bereits jetzt klar, dass Wolfgang Schubert und der TSV nicht mehr miteinander weiterarbeiten werden. „Wir haben uns im Einvernehmen getrennt“, berichtet Karlheinz Boch, Pressewart des TSV Kleinglattbach. Dazu hat auch Schubert nichts mehr hinzuzufügen. Wolfgang Schubert übernahm das Amt bei Kleinglattbach Ende der Saison 2005/2006. Damals sprang er für Goran Musura ein, der sich das Kreuzband gerissen hatte. Den drohenden Abstieg konnte aber auch er nicht abwenden.
Wie es für Schubert weitergeht, ist noch nicht klar. „Vielleicht klingelt ja das Telefon. Sonst mache ich vielleicht eine Pause. Tut mir vielleicht auch ganz gut.“ Nach seiner Knie-OP ist Schubert nun auch an der Hüfte operiert worden. Autofahren ist zwar wieder drin, joggen noch nicht. „Aber dafür habe ich ja meinen Co-Trainer Jörg Cracknell“, sagt Schubert.
Und wenn Schubert den Verein am Saisonende verlässt – wer wird dann Nachfolger? „Wir wollten frühzeitig die Weichen stellen“, sagt Boch und präsentiert auch gleich einen Namen für den Trainerposten: Siggi Blum. Blum ist momentan noch Trainer beim FV Roßwag, hört dort aber am Saisonende auf und übernimmt da den TSV.


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