Donnerstag, 24. Mai 2012

Lange Gesichter trotz Punktgewinns




Hockey
Der Einsatz der CEV-Frauen stimmte, das Ergebnis nicht. Foto: Küppers

Vaihingen (tom). Obwohl die Hockey-Frauen des Club an der Enz Vaihingen in der Oberliga ein Unentschieden gegen den HC Heidelberg erkämpft haben, gab es vor allem lange Gesichter bei den Vaihingerinnen. Im gesamten Spiel hat nichts wirklich funktioniert. Trainer Klaus Kaiser, der zum ersten Mal ein Hallenpunktspiel der Vaihinger Frauen coachte, war nach dem Spielende sichtlich enttäuscht. Kein Zug zum Tor, kein Druck, viele Fehlpässe und vor allem anscheinend mangelnde Atletitik hatte der Trainer ausgemacht.

Doch die Heidelbergerinnen standen den Vaihingerinnen in nichts nach, so dass sich ein Spiel auf mäßigem Niveau entwickelte. Vaihingen hatte dabei den etwas besseren Start und erspielte sich mehrere Chancen. Kaiser schimpfte bereits nach zwölf Minuten: 5:1 hätte es stehen müssen. Doch Vaihingen lag 0:1 zurück. Eine unglückliche Aktion der Vaihingerinnen führte zum Konter und dem Treffer.

In der Folge hatten beide Mannschaften einige Chancen, allerdings meistens ohne wirkliche Torgefahr. Nur einmal nicht: Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte scheiterte Annika Brust nach einem Dribbling im Heidelberger Kreis zwar noch an der Torhüterin. Doch Leonie Burgmaier verwandelte den Nachschuss.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Mannschaften deutlich das Tempo. Heidelberg erspielte sich Feldvorteile. Zudem leisteten sich die Vaihingerinnen einige Fehler in der Verteidgung. Und trotz mehrerer Ecken gelang kein Treffer. Die Folge war, dass Heidelberg auf 3:1 davonzog. Es sollte bis sechs Minuten vor Ende dauern, bis Vaihingens Bemühungen belohnt wurden. Zunächst verkürzte Lotte Schmid auf 2:3. Ihre Torflaute hatte sie damit überwunden. Sie war im Schusskreis angespielt worden und versenkte einen Drehschuss sicher. 150 Sekunden vor dem Ende erkämpfte sich Vaihingen noch einmal eine kurze Ecke. Annika Brust verwandelte diese durch einen Schlenzer in den linken oberen Winkel zum 3:3-Ausgleich.

Die Schlusssekunden waren noch einmal mehr als hektisch. Der HC Heidelberg hatte mehrfach die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch die Gäste scheiterten jeweils denkbar knapp. Einmal kratzten die Vaihingerinnen sogar einen Schuss von der Torlinie.

CEV-Betreuer Tobias Müller, der die Mannschaft viele Jahre trainiert hatte, zog dennoch ein positives Fazit: „Noch vor drei Jahren empfanden wir es als Ehre, gegen Heidelberg zu spielen. In den letzten Jahren haben wir trotz toller Leistungen immer verloren. Und nun holen wir einen Punkt trotz mässiger Leistung. Das zeigt eindeutig den Leistungstrend, der sich in Vaihingen im Hockeysport ergeben hat.“

Club an der Enz Vaihingen: Brust (1), Gerds, Kaiser, Burgmaier (1), Perleß, Sabrina Rummel, Melanie Rummel, Dodd, Schmid (1), Phillips.




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