FCG erkämpft 5:3-Sieg im Kellerduell
Gündelbach (rkü). Der FC Gündelbach hat das Kellerduell in der Fußball-Kreisliga A3 gewonnen. Im Nachholspiel gegen den TSV Nussdorf erkämpfte sich das Team aus dem Mettertal einen 5:3-Sieg. Gündelbach überwintert damit als Zwölfter auf einem Nichtabstiegsplatz, Nussdorf ist Vorletzter.
Schneetreiben, rutschiger Boden und ein kampfbetontes Spiel bestimmten gestern das Bild in Gündelbach. Unter den 130 Zuschauern, die trotz des unwirtlichen Wetters die Bande säumten, waren zahlreiche Beobachter aus den Fußballvereinen in der Umgebung – das Nachholspiel war gestern Nachmittag die einzige Partie weit und breit. Beiden Mannschaften war bewusst, dass es sich um ein ganz wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt handelte.
Andreas Bahmer (Gündelbach) in der 12. und Robert Ristomanov (Nussdorf) in der 16. Spielminute waren brandgefährlich, jedoch bei ihren ersten Versuchen noch ohne Torerfolg. Der erste Treffer fiel in der 20. Minute, als Ristomanov zum 1:0 für Nussdorf einschoss. Nur zwei Minuten später kam Gündelbach zum Ausgleich, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung durch den Nussdorfer Torwart Marcel Lauser. Nach einer Ecke wollte er den Ball wegfausten, doch im Gewühl faustete er das Leder ins eigene Tor. Es folgte eine längere Phase ohne Torraumszenen. Erst gegen Ende der Halbzeit ging es noch einmal zur Sache, Tore fielen aber nicht.
Nach dem Seitenwechsel drängte Nussdorf vehement nach vorne. Gündelbachs Torwart Thorsten Krumm geriet unter Beschuss, vereitelte aber in der 48. Minute zwei Chancen unmittelbar nacheinander. Zwei Minuten später war Krumm überwunden: Der Ball zappelte im Netz, die Nussdorfer begannen zu jubeln – aber Schiedsrichter Roland Lychacz gab den Treffer nicht. Er pfiff ein Foul am Torwart. Von da an war Gündelbach am Zug. Andreas Bahmer (55.), Philipp Aisenbrey (57.) und nochmals Bahmer (60.) trafen innerhalb von fünf Minuten dreimal. An der Seitenlinie haderte Nussdorfs Trainer Gerd Hausmann mit der Leistung seiner Abwehr. Kommentierte er Bahmers ersten Treffer noch mit „Mein Gott, wir stehen da zu zweit – ich versteh nicht, wie man da nicht rangehen kann!“, so äußerte sich sein Ärger in der Folge nur noch in immer wiederkehrendem „Menschenskinder!“ Die Gündelbacher sangen dagegen von Tor zu Tor „Blau und Weiß – ein Leben lang“. Mit dem Dreierpack schien das Spiel entschieden, doch die 4:1-Führung für die Gastgeber hatte nur fünf Minuten lang Bestand. Dann traf Mirko Scheuermann für den TSV Nussdorf, der neue Hoffnung schöpfte. In der 78. Minute drosch Sinan Yilmaz den Ball knapp über das Gündelbacher Tor, in der 81. schoss Scheuermann den Anschlusstreffer zum 3:4. Er verwandelte einen Elfmeter, den Markus Oberrauch durch Handspiel im Strafraum verschuldet hatte. Nach einem kurzen Schlagabtausch machte Andreas Bahmer alles klar. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf er zum 5:3 für den FCG.
Gündelbachs Spielertrainer Markus Posch meinte nach der Partie, dass man „mehr Kampf als Spiel“ gezeigt habe und dass sein Team auch nach diesem Sieg noch einiges tun müsse, um den Klassenerhalt zu sichern. Für Gästetrainer Hausmann handelte es sich bei der gestrigen Begegnung um ein „Schlüsselspiel“ im Abstiegskampf. Er bescheinigte seiner Elf, sich zahlreiche Chancen herausgespielt – und fast ebenso viele vergeben zu haben.
Tore: 0:1 Ristomanov (20.), 1:1 Lauser (22., Eigentor), 2:1 Bahmer (55.), 3:1 Aisenbrey (57.), 4:1 Bahmer (60.), 4:2 Scheuermann (65.), 4:3 Scheuermann (81., Handelfmeter), 5:3 Bahmer (90.+2).
Schiedsrichter: Roland Lychacz (Weissach).
Zuschauer: 130.
Spieler des Tages: Andreas Bahmer (Gündelbach).
FC Gündelbach: Krumm – Oberrauch, Brett, Rohloff, Held, Markus Posch, Burger, Andreas Bahmer, Autenrieth (73.Kücük), Zorn, Aisenbrey (83. Hangstörfer).
TSV Nussdorf: Lauser – Manuel Rapp, Kanz (68.Witt), Hopf, Frank, Lukas Wizemann (46.Johannes Wizemann), Yilmaz, Stahn, Schauermann, Strecker (78. Feucht), Ristomanov.
