Donnerstag, 24. Mai 2012

Sieg mit minimalem Aufwand




07/12 2009

Sieg mit minimalem Aufwand

Häfnerhaslach (nac). Der TSV Häfnerhaslach hat sich in der Kreisliga B5 gegen Tabellenführer TSV Oberriexingen gut verkauft. Trotz mehr Spielanteilen für die Hausherren gewann Oberriexingen mit 2:0 (2:0). Den Häfnerhaslachern hat ein Torjäger gefehlt, während die Gäste ihre wenigen Konter nutzten.

„Es ist wie jede Woche“, haderte Häfnerhaslachs Trainer Nazario Manduzio. „Wir sind die bessere Mannschaft. Aber wir haben nur junge Spieler zwischen 18 und 21 Jahren. Und die machen halt ihre Fehler.“ Gestern Nachmittag waren es nur wenige Fehler. Doch aus den wenigen Chancen machten die Oberriexinger zwei Tore. In der 41. Minute stocherte Milos Ivanovic den Ball nach einer Ecke im Getümmel zum 1:0 ins Tor. Acht Minuten später – in der Nachspielzeit der ersten Hälfte – spielte Patrick Schüle Benjamin Langhans an der Strafraumgrenze frei. Häfnerhaslachs Torwart Bozkurt Boylu stürmte zwar heraus, so dass Langhans über ihn stolperte. Doch der Oberriexinger Stürmer rappelte sich blitzschnell wieder auf und drückte den Ball zum 2:0 über die Linie.

„Wir haben letztlich verdient gewonnen. Davon bin ich überzeugt“, resümierte Oberriexingens Trainer Wolfgang Schüle. Dass der Sieg nicht höher ausgefallen ist, lag zum einen an Häfnerhaslachs Schlussmann. An Boylu scheiterten die Oberriexinger mehr als einmal. Entweder der Keeper verkürzte geschickt den Winkel oder aber er war irgendwie noch mit den Fingerspitzen am Ball dran und lenkte ihn um den Pfosten oder über die Latte. Bereits in der 10. Minute hätte Langhans die Gäste in Führung bringen können. Doch Boylu war zur Stelle und parierte den Schuss des Stürmers. Auch nachdem Häfnerhaslachs Libero Artur Bangert Langhans bei einem Abwehrversuch angeschossen hatte und der Stürmer frei vor Boylu aufgetaucht war, hielt der Schlussmann seinen Kasten sauber (27. Minute). In der zweiten Halbzeit lenkte Boylu einen Kopfball von Patrick Schüle mit den Fingerspitzen über die Querlatte (55.).

Die Oberriexinger machten in Hälfte zwei nur noch das, was unbedingt notwendig war. Wolfgang Schüle: „Bei einem 2:0 reicht es, auf Konter zu warten.“ Doch Torchancen waren Mangelware. Meistens ging der Ball schon im Spielaufbau verloren. „Das hätten wir besser machen müssen“, kritisierte der Trainer.
In der Abwehr ließen die Gäste dagegen so gut wie keine Chance der Häfnerhaslacher zu. Und wenn die Hausherren doch einmal zum Abschluss kamen, droschen sie den Ball weit über das Gehäuse von Benjamin Schembera. Damit haderte auch Manduzio: „Wir haben keinen mehr, der die Tore macht.“ Häfnerhaslachs Knipser vom Dienst, Daniel Scheerle, geht zum Studium ins Ausland und fehlt die komplette Rückrunde. „Vielleicht mache ich selbst die Vorbereitung mit“, stellt Manduzio in Aussicht. Immerhin war er einmal ein Vollblutstürmer.

Die Häfnerhaslacher brachten Oberriexingens Torwart nur zweimal richtig in Bedrängnis. Ansonsten war Schembera nahezu beschäftigungslos. Doch im direkten Gegenzug nach der ersten Oberriexinger Möglichkeit hätten auch die Häfnerhaslacher das Führungstor erzielen können. Doch Riccardo Capritta schoss Schembera von der Strafraumgrenze direkt in die Arme (11.). Nur wenig Minuten später lenkte der Oberriexinger Schlussmann einen Kopfball mit den Fingerspitzen über die Querlatte.

Doch trotz der mageren Ausbeute in der Offensive nehmen die Häfnerhaslacher etwas Positives aus der Niederlage mit in die Winterpause. „Wenn wir gegen den Tabellenführer nicht schlechter sind, können wir darauf aufbauen“, blickt Manduzio zuversichtlich in die Zukunft.

Tore: 0:1 Milos Ivanovic (41.), 0:2 Benjamin Langhans (45.+4).
Schiedsrichter: Gerd Häffner (Pforzheim).
Zuschauer: 80.
Spieler des Tages: Bozkurt Boylu.
TSV Häfnerhaslach: Boylu – Bangert, Miksic, Schütz (57. Nakis), Caldas, Hirsch, Tötz, Rösinger (45.+1 Keskin), Capritta (65. Hayirli), Dinkel, Duldner.
TSV Oberriexingen: Schembera – Triantafillidis, Janzen, Roll, Sebastian Schüle, Gökhan Yerlikaya (28. Ivanovic), Patrick Schüle, Hoppe, Heine, Streicher (86. Fandrich), Langhans.






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