Schwache Leistung reicht dem TVV zum Sieg
Vaihingen (rkü) – Der TV Vaihingen geht als Tabellenführer der Faustball-Bundesliga in die Weihnachtspause. Gestern gewann er gegen den TV Waibstadt in acht Sätzen. Die Vaihinger taten nicht mehr als unbedingt nötig war.
Es war ein mühselig erspielter Sieg, den die erfolgsverwöhnte Truppe von Trainer Werner Blechschmidt gestern holte. „Die ersten zweiten Sätze waren absolut inakzeptabel“, sagte der Trainer, nachdem der Sieg unter Dach und Fach war. „Die Spieler haben zu wenig Engagement und Einsatz gezeigt. Keine Konzentration, die Bälle wurden unsauber gespielt.“ Schon in der Vorrunde hatte der TV Vaihingen Probleme mit dem TV Waibstadt: Eine seiner zwei Niederlagen bezog er gegen dieses Team, das fast ausschließlich aus A-Jugendlichen besteht.
Gestern holte die junge Truppe aus Waibstadt die ersten zwei Sätze mit 11:5 und 11:8. Dann wendete sich das Blatt, der TV Vaihingen gewann den dritten Durchgang mit 11:5. „Zum Glück gibt es immer nach drei Sätzen eine Pause“, sagte der Trainer. „Da habe ich ein paar Ansagen machen können.“ Die Vaihinger Mannschaft war wie ausgewechselt, gewann den vierten Satz mühelos mit 11:2. Doch danach wurde es wieder spannend. „Es hat wieder die Konzentration im Abschluss gefehlt“, analysiert Blechschmidt das Auftreten seines Teams. Mehrmals wurden Satzbälle herausgespielt. Kolja Meyer drosch den Ball im entscheidenden Moment ins Publikum statt ins gegnerische Feld, Michael Krauß setzte einen Satzball an die Wand.
Doch auch die Waibstädter vergaben ihre Chance – da schlug der Angreifer den Ball nicht ins Aus, sondern an die Leine. Das glücklichere Ende hatte der TV Vaihingen für sich. Der 15:14-Satzgewinn bedeutete erstmals die Führung im Spiel, es stand 3:2 für die Gastgeber. Sie erhöhten mit einem 11:8-Erfolg auf 4:2, gaben dann aber nochmals einen Satz mit 5:11 ab.
In diesem siebten Durchgang war wieder der ungeliebte Ball im Einsatz, den die Gäste aus Waibstadt mitgebracht hatten. In den Sätzen mit den geraden Nummern gab der TV Vaihingen den Ball vor. „Wir nehmen genau den, der auch beim Europapokal im Januar im Einsatz sein wird“, erklärte der Trainer. „Und wir werden in den kommenden Wochen verstärkt Angaben trainieren.“
Auch mit eigenem Ball musste sich der TVV im achten Satz mühen, bevor über den Zwischenstand von 9:9 der 11:9-Sieg herausgespielt war. Unterm Strich stand für Vaihingen ein wenig schmeichelhaftes 5:3 zu Buche. „Das war heute ein bisschen Schonkost“, formulierte es Werner Blechschmidt. Er stellte in Aussicht, dass sein Team in den kommenden Wochen eifrig trainieren werde. Michael Marx, der nach monatelanger Abwesenheit wieder zur Mannschaft gestoßen war, spielte in den Sätzen sechs bis acht mit. Anerkennung zollte der Trainer seinem Abwehrspezialisten Daniel Wörsinger. „Aber er hat auch ein paar gute Bälle vergeben.“ Auch Marco Lochmahr habe ganz gute Leistungen gezeigt.
In der Bundesliga hat der TV Vaihingen seine Spitzenposition bestätigt. Er hat zwar schon als einziger Verein zehn Spiele absolviert, doch Verfolger TV Stammheim könnte mit zwei Siegen in den ausstehenden Spielen nur aufschließen, nicht aber die Tabellenführung übernehmen. Darum rechnet sich die Vaihinger Mannschaft immer bessere Chancen aus, im März um den Titel des Deutschen Meisters mitspielen zu dürfen.
TV Vaihingen: Meyer, Krauß, Rothmaier, Marx, Lochmahr, Wörsinger.
